Ein paar Worte zur... Stefan Schwarz-Lesung, oder auch: Eheberatung mal anders!



Hallöchen ihr Lieben, 
die Leipziger Buchmesse 2015 ist vorbei, die Erfurter Frühlingslese 2015 aber derzeit im vollen Gang. Wie sich diese Buchevents die Klinke in die Hand geben, finde ich nach wie vor ja ganz sensationell - ich lasse mir eben gerne etwas live vorlesen! Und Stefan Schwarz hätte den (Lese-)Frühling für mich nicht besser einläuten können.
Stefan Schwarz ist ein deutscher Journalist und Kolumnist. In der Berliner Zeitschrift "Das Magazin" veröffentlicht er monatlich satirisch-angehauchte Geschichten über das Leben als Familienvater und Ehemann. Aber auch Alltägliches wird gut und gerne mal lustig durch den Kakao gezogen, immer mit einem wohlüberlegten Augenzwinkern. Im Jahr 2005 wurde Die Kunst, als Mann beachtet zu werden: Wie man Frauen, Kinder und die eigenen Eltern erzieht veröffentlicht. Und der Erfolg gibt dem komisch-lethargischen Autor recht. Seit 2010 wurden acht Bücher seiner gebündelten Werke veröffentlicht und die Lesungen von Stefan Schwarz sind mittlerweile ein echter Geheimtipp. Nicht ohne Grund war die für den 19. März 2015 angesetzte Lesung in Erfurt bereits im Dezember ratzifatzi ausverkauft! Ein Zweittermin musste her und Stefan Schwarz willigte nur zu gern ein. Auch die Karten für den Zusatztermin (Montag, 16. März 2015) gingen weg wie Schmitz' Katze. Am Dienstag heizte er Ilmenau ordentlich ein, heute Abend dürfen sich die Geraner über seinen Besuch erfreuen. 


Mit im Lesegepäck hat Stefan Schwarz seine neueste Kolumnensammlung Wir sollten uns auch mal scheiden lassen. Szenen eines vollkommen unveganen Liebeslebens. Ein aberwitziges Büchlein, welches die Alltagsszenen einer Ehe/Langzeitbeziehung beleuchtet und pfiffig aufzeigt, warum Scheidung vielleicht doch nicht immer der beste Ausweg ist, um die Alte loszuwerden (oder auch den Alten ;-) ) - man bedenke nur all die Festivitäten und Feiertage. Und irgendwie gewöhnt man sich ja auch an die "bessere" Hälfte! 
In cooler Manier liest Stefan Schwarz am Donnerstagabend im HsD und hat die Erfurter Lacher auf seiner Seite. Vor allem die Damen waren restlos vom Mann mittlerer Statur (so beschreibt Stefan Schwarz sich selbst) begeistert. Aber auch die Männer, und das waren verhältnismäßig viele, wurden gut unterhalten. Stefan Schwarz - ein Mann mittlerer Statur ganz groß, wie ich finde! Zwar flogen keine Schlüpper, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass nicht mehr viel gefehlt hätte! In seinen Kolumnen gibt er nicht nur zu, dass seine Frau auch bei einem verstauchtem Knöchel seitens des Mannes noch gnadenlos die Hosen an hat. Nein, auch aus dem Nähkästchen wird geplaudert: nämlich dann, wenn der Papa komische Liegestütze auf der Mama macht und genau in diesem Moment das Frollein Tochter in der Tür steht. Der Albtraum schlechthin, könnte man meinen, aber warum nicht auch mal über so etwas lachen und den gräßlichen Ehealltag abschütteln? Mit viel Selbstironie und Schlagfertigkeit scheint es jedenfalls zu funktionieren, in so einer Beziehung auf Lebenszeit. Selbstverständlich signierte Stefan Schwarz bereits während der Pause und natürlich auch nach der Lesung ganz fleißig seine Bücher.


Mir hat die Lesung wirklich richtig gut gefallen. Ich glaube, dass die Bücher selbst zwar schon ein Heidenspaß machen, aber Stefan Schwarz hat eine ganz besondere Art seine Geschichten mündlich an die Frau/an den Mann zu bringen. Ich weiß gar nicht wie ich es am besten beschreiben soll, um diesem großartigen Sprechtalent tatsächlich in irgendeiner Form gerecht zu werden. Seine Lesung ist einfach so vieles: da schwingt diese Gleichgültigkeit mit,  und die bereits erwähnte Lethargie, aber gleichzeitig ist das auch schon wieder so unfassbar witzig. Kein Wunder also, wenn sich da kaum einer auf dem Stuhl halten kann. Und irgendwie steckt in jeder seiner Geschichten doch ein kleines Fünkchen Wahrheit! Deshalb: Schaut es Euch am besten einfach mal selbst an, lest seine Bücher und besucht eine Lesung von Stefan Schwarz oder lasst Euch seine Bücher einfach mal vorlesen. Denn Stefan Schwarz spricht all seine Hörbücher selbst ein. Ich lese jetzt übrigens gerade Ich kann nicht, wenn die Katze zuschaut: Neue schreckliche Einzelheiten aus dem Leben eines Mannes von mittlerer Statur. Unfassbar gut!

Insgesamt ganz großes Kino für die Lachmuskeln. Und: Wer Jan Weiler mag, wird Stefan Schwarz lieben! Ein dickes Danke für diesen tollen Donnerstagabend!


*alle Bilder sind mit der Nikon Coolpix S6400 entstanden.

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