Mein Bullet Journal Set Up & (Buch-)Blogger Freebie



Einen wunderschönen guten Tag, ihr Lieben!
Nach einem halben Jahr intensiver Beschäftigung mit Weeklies und Dailies, diverser Stiftanschaffungen und Rumgedoodleei will ich euch heute endlich mal mein Bullet Journal zeigen. Überall wird geplant, getrackt und getombowt, das Bullet Journaling ist neben der Filofaxerei und dem Happy Planning gerade das Planer/Kalender-Thema überhaupt! Dabei hatte es eigentlich mal ganz minimalistisch angefangen - die Idee hinter dem Bullet Journal (ein analoges System für das digitale Zeitalter) könnt ihr hier nachlesen. Mittlerweile ist das Bullet Journal für mich (und für viele andere wohl auch) mehr als nur Minimalismus. Sucht man auf Plattformen wie Pinterest oder Instagram mal nach Inhalten mit dem Hashtag Bullet Journal, erstreckt sich dem Betrachter eine künstlerische Fotostrecke kreativer Ergüsse! Von regenbogenpupsenden Einhörnern bis hin zu detailgetreuen Bleistiftzeichnungen wird ein einfacher Kalender oder eine simple To Do-Liste zum wahren Augenschmaus. Post-Its sind von gestern, wir tracken (= verfolgen) unser Leben, damit viele gute Dinge zur Gewohnheit werden! Okay, zugegeben, ganz so bewusstseinsverändernt wird ein Bullet Journal wohl nicht sein, und jede Selbstoptimierung hat auch mal ihr Ende. Nichtsdestotrotz habe ich schon lange keinen Kalender mehr so euphorisch befüllt und nach meinen Vorstellungen gestaltet, wie eben das Leuchtturm1917-Notizbuch dotted aka mein Bullet Journal

Eine kleine Kalender-Geschichte...

Angefangen hatte es eigentlich nur mit einigen Instagramposts und YouTube-Videos der lieben Jasmin von Tea&Twigs, in der sie eben ihr Kalenderprinzip vorstellte. Ich für meinen Teil führe seit jeher schon einen Planer. Zu Abi-Zeiten waren es noch die kostenlosen Schulplaner (Hausaufgabenhefte waren zu dieser Zeit schon out), welche dann aufwändig mit Bildern und selbstklebender Folie aufgehübscht wurden. Zur Studienzeit war ich dann ein begeisterter Nutzer der TeNeues-Kalender, insbesondere die Glamour- oder Audrey Hepburn-Ausgaben (sowohl Magneto als auch Ringbuch) haben mich jährlich echt begeistern können und die innenliegenden Illustrationen und Kunstdrucke finde ich noch heute wunderschön.

Ich brauche aber mehr Platz!

Mit dem Beginn des Referendariats dachte ich dann aber, dass ich jetzt einen anderen Kalender brauche, vor allem einen, mit sehr viel mehr Platz. Also kaufte ich mir ein Moleskine-Wochenkalender in groß als Softcover. ... um ihn dann nur bis einschließlich Februar zu benutzen. Denn was mich bei diesen ganzen Taschenkalendern eigentlich schon immer aufgeregt hat, ist dass die mir vorschreiben wollen, wie viel Platz ich denn jetzt für eine Sache benötige. Was sollen überhaupt diese ganzen Info-Seiten vorab? Wieso nur drei Seiten für Notizen am Ende? So viel beschreibe ich wenn's mal ganz brenzlig ist schon an einem Tag. Und ein 3cm-großes längliches Kästchen um To-Dos einzutragen, wirklich? Mit all diesem Unverständnis wurde ich also mit dem Bullet Journaling konfrontiert und ich finde die Idee insgesamt und wie jeder sie für sich umsetzt, einfach großartig. 

Wer die Wahl hat...

Ich kann mir selbst überlegen, was ich alles für meinen Kalender brauche und ich habe unendlich viel Platz, um all das zu notieren, was mir persönlich wichtig ist - mittlerweile geht dies weit über das einfache Kalendersystem hinaus: Yoga-Einheiten, Essensideen, Redaktionsplan für den Blog, Project-Summaries und dann bleibt trotzdem noch Platz für die täglich anfallenden Notizen. Natürlich braucht es dafür kein teures Notizbuch, ein herkömmliches reicht da auch aus, vor allem wenn man sich erstmal ausprobieren will. Aber mir persönlich sagen die Leuchtturm-Notizbücher sehr zu, ich mag die Papierqualität und die knalligen Looks. Es hat außerdem gleich zwei Lesebändchen, ein vorgefertigtes Inhaltsverzeichnis und natürlich die obligatorische Papiertasche am hinteren Buchdeckel. Ein strapazierfähiges Stoff-Gummiband hält das Bullet Journal zusammen. Es gibt aber auch noch zig andere Firmen, die Bullet Journals herausgeben. Moleskine gehört auch dazu.

Die Anfänge 

Mein erstes Bullet Journal hat dann auch noch eine kleine Reise hinter sich. Ich kaufte es während meines Amsterdam-Aufenthaltes in den letzten Sommerferien. Bei meinem Abstecher in Erfurt befüllte ich das quietschgelbe Buch dann erstmal mit Leben... oder auch allen Dingen, die ich auf Pinterest/Instagram/YouTube schön fand, und die da nun rein sollten. Das war zu Beginn noch alles recht unkoordiniert, aber so soll es eben auch sein. Diese Woche mal so, nächsten Monat dann ganz anders. Einige Seiten sind nur zeitweise nützlich, andere verschwinden wieder. Wochenzitate: mal ja, mal nein. In diesen Weekly Logs wird gedoodelt, in den nächsten wieder weniger. So sah jedenfalls das Anfangs-Set Up aus: ein Symbol-Key, ein schon sehr voller Index und mein Level 10 Life. Was es mit Letzterem auf sich hat, könnt ihr hier nachlesen.

In progess...

Hier mal ein paar Monthly, Weekly und Daily Spreads/Logs: 


Ihr seht schon, da hat sich über Wochen einiges verändert. Aber es sind auch neue Dinge hinzugekommen, beispielsweise ein Reading- oder Yoga-Tracker. Auch auf meine grateful-Seite möchte ich nicht verzichten. Richtig hilfreich, und ich frage mich ernsthaft, wieso ich da noch nicht drüber gestolpert bin, war für mich aber vor allem ein Project Summary. Dieses habe ich erstmals für einen Unterrichtsbesuch ausprobiert und muss sagen, dass es mir eine riesige Hilfe war, alle Steps so strukturiert auf zwei DinA5 zu haben, in Kombination mit einem brain dump? Unschlagbar! Falls sich also mal ein Referendar hierher verirrt: Probier es doch mal so ;-) Ansonsten eignen sich Project Summaries aber für alle, der Name sagt es ja schon, Projekte!


Punkt, Punkt, Komma, Strich...

Was natürlich auch einen großen Reiz beim Bullet Journal ausmacht ist das Handlettering, beziehungsweise generell die Colouration des Ganzen. Ganz stark gehyped und offensichtlich auch ihren Hype wert sind ja die Tombow-Pens (rund 4€ pro Stück) Eine Anschaffung, die ich erst wage, wenn ich ein richtiges Lehrergehalt habe, haha. Ich hatte stattdessen mit den Sakura Koi Coloring Brush Pens begonnen (rund 2,70€ pro Stück), die an sich auch einen guten Job machen und auch hervorragend für Aquarell geeignet sind, allerdings ist mir die Spitze einfach zu nachgiebig. Deshalb wechselte ich zu den Faber Castell PITT Artist Pens, die wiederum nicht so für Aquarell geeignet sind, dafür in ihrer Spitze widerstandsfähiger (rund 3€ pro Stück). Ansonsten benutze ich nebst Lineal, Bleistift und Radiergummi (Vorzeichnen ist häufig angesagt) noch den Edding Office Liner für feine Schriften und den Edding 1200 Pen für makantere Zeichnungen etc., beides erschwingliche Liner (nicht teurer als 2€).

Mein Bullet Journal Set Up für 2017 

Für das neue Jahr durfte viel Altbewährtes bleiben, aber es durften auch ein paar Neuerungen rein. So gibt es nun den Future Log, eine ganz ausgefuchste Bezeichnung für Jahresübersicht. So lassen sich Termine eben besser einplanen. Weiterhin habe ich aus der Bullet Journal Community die Idee entnommen, dass eigene Jahr mit einem Wort zu beschreiben, beziehungsweise im Verlauf des Jahres immer weitere Wörter, die eben zum Jahr passen, hinzuzufügen. Fand ich nett, mal sehen, ob ich es nutze. Eine Buchjahresübersicht durfte diesmal auch nicht fehlen. Außerdem habe ich für den Januar diesmal eine etwas andere Sportseite eingerichtet, denn ich nehme derzeit an der Yoga-Challenge von Mady Morrison teil, die ersetzt sozusagen den normalen Tracker. 

Redaktionsplan & (Buch-)Blogger Freebie

Außerdem habe ich mich über den Jahreswechsel und beim Set Up für das neue Bullet Journal mit dem Redaktionsplan auseinander gesetzt. Ich würde für meinen Blog behaupten, dass ich schon sehr strukturiert bin und eine besondere Regelmäßigkeit für Beiträge etabliert habe, aber ein Überblick und vor allem eine Checkliste kann ja nie schaden - sagte die Checklisten-Queen. Bei meiner Recherche auf Pinterest, Etsy und Creative Market wurde ich aber eher nur so semifündig. Ständig fehlte etwas bei dem einen Redaktionplan, was der andere zwar beinhaltete, aber dem fehlte dann auch wieder irgendwas. Also  habe ich entschlossen, dass ich mir für meine Blogbedürfnisse einfach einen eigenen Redaktionsplan erstelle, der meinen Bedürfnissen auch entspricht. Tada, das issa!
Mir war vor allem eine Monatsübersicht sehr wichtig. Die hier vorliegende könnte zwar platztechnisch noch optimiert werden, aber für den ersten Versuch ist sie ganz in Ordnung. In Din A4 sieht die Sache natürlich nochmal anders aus. Weiterhin habe ich auch überlegt, dass eine vierwöchige Übersicht wahrscheinlich zu knapp bemessen ist, vor allem wenn der Monat am Ende einerWoche beginnt und dadurch in einer fünften oder gar sechsten Woche endet. Zudem ist es für mich praktisch wenn ich auch noch einen kleinen Ausblick auf den kommenden Monat habe, deshalb habe ich mich für eine sechswöchige Übersicht entschieden. 

Platz für Blogpost-Ideen sind immer praktisch und wenn für den jeweiligen Blogmonat ein wichtiges To Do ansteht (zum Beispiel mal das Mediakit aktualisieren), kann es auch auf dieser Übersicht notiert werden. Manche Blogger setzen sich regelmäßig Ziele. Das kann von mehr Followern über eine tolle Kooperation bin hin zu einem Blogmonat (jeden Tag ein Beitrag) fast alles sein, deshalb darf so etwas auch nicht fehlen - meiner Meinung nach. Die Ziele kann man dann auch entsprechend abhaken (Smileys funktionieren nicht nur bei Kiddies!). 

Die Checkliste war mir persönlich auch sehr wichtig, denn es gibt ja immer mal den ein oder anderen Beitrag, in dem besonders viel Herzblut stecken soll und schließlich auch steckt. Doch der Weg dorthin kann manchmal wie ein kleiner Irrgarten sein, daher ist ein Leitfaden nie verkehrt. Hier war mir vor allem der Platz für eine Mindmap wichtig, und mag sie noch so klein sein. SEO-orientierte Schreiber müssen sich vielleicht auch den ein oder anderen Key notieren, dafür ist auf dem Template Platz sowie auch für Affiliate-Programme. Wenn der Beitrag fertig geschrieben ist (Progess-Spalte), muss er natürlich noch in Umlauf gebracht werden. Dafür ist die Social Media-Spalte da, die sich nun auf die Plattformen bezieht, die mein Blog regelmäßig aufgreift. Auch nicht unwichtig: wie war eigentlich das Feedback zum Beitrag? Gibt es Optimierungsvorschläge? Auch dafür ist ein kleines Feldchen vorgesehen. 

Und da Sharing bekanntlich Caring ist und ich eben genau solch ein Template gesucht habe, möchte ich all jenen, die ebenso auf der Suche nach einem Redaktionsplan plus Checkliste sind, die meinen anbieten, natürlich kostenlos und frei von follower-fishing! Gerne darfst du den Redaktionsplan plus Checkliste für deinen Blog nutzen oder er dient dir als Inspirationsquelle für deinen eigene Kreation :-) 


So, das ist es nun mein Bullet Journal, sowohl in progress als auch für das Jahr 2017. Ich hoffe, ihr stört euch nicht an der Bilderflut und konntet so einen kleinen Eindruck für euch mitnehmen. Und vielleicht werdet ihr ja nun auch exzessive Bullet Journaler, wer weiß :-) ! Wer noch mehr Inspiration sucht, der wird vielleicht in den Lieblinks fündig. 

Lieblinks




Zeigt mir gerne eure Bullet Journals, ob auf dem Blog oder über Instagram oder anderswo :-) Welches Planersystem benutzt ihr für 2017? 

Habt einen wunderbaren Tag, wir lesen uns hier am Sonntag wieder :-) 

Kommentare

  1. Guten Morgen liebe Patrizia,

    einen wunderbar komplexen Beitrag hast du da erschaffen. Ich liebe Posts über das Bullet Journaling, weil ich einfach so viel Inspiration daraus ziehen kann. Als typischer Listenmensch war es klar, dass ich mich dem Bullet Journaling früher oder später zuwenden würde. Und ja, so war es letztendlich auch :)
    Ich habe die ganze Zeit schon eine passende Idee gesucht, meinen Blog sinnvoll in meinen privaten Planer zu integrieren. Leider war da eine Doppelseite meist schon eng bemessen. Ich hab mich bisher gesträubt, Blog und Privat zu trennen, weil ich denke, die Übersicht zu verlieren, wenn ich nicht eine Woche auf einer Doppelseite habe. Doch um mal etwas neues zu wagen, werde ich mir deinen Blogplanner unbedingt mal zu Gemüte führen. Vielen Dank, dass du ihn mit uns teilst :) Ich werde dir berichten, ob es bei mir funktioniert hat.

    Liebe Grüße und ein erholsames Wochenende,

    Janine <3

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    1. Hallo liebe Janine :)

      Vielen lieben Dank für deinen lieben Kommentar! Schreib mir unbedingt, wie nützlich du den Plan fandest und was deiner Meinung nach vielleicht auch noch rein muss, dann kann ich den Plan entsprechend anpassen, bzw. einen zweiten oder dritten erstellen :)

      Viele liebe Grüße an dich,
      Patrizia :)

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  2. Guten Morgen Liebes.

    Also ich finde es ja immer super. Für mich ist das allerdings nichts. Ich würde sagen, dass es mir zu aufwendig ist und ich da nicht die Zeit so für habe.

    Ich habe wieder den Planer von Häfft. Den mag ich unglaublich gerne, weil da schon schöne Listen drinnen sind. Er ist schlicht und ich gestalte ihn mir dann immer nich si, wie ich das brauche. :)

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    1. Hallöchen meine Liebe :)

      Ohja, Zeit nimmt es auf jeden Fall in Anspruch, aber mich entspannt es total :D

      Viele liebe Grüße an dich,
      Patrizia :)

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  3. Liebe Patrizia,

    genau wie bei dir war es bei mir auch die Flexibilität, die mich zum Bullet Journal brachte. Ich liebe es einfach, dass ich es immer wieder neu an meine Bedürfnisse anpassen kann. :)
    Dein Bullet Journal gefällt mir auch außerordentlich gut. Es wirkt so schön kreativ. :)

    Liebste Grüße,
    Tati

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  4. Huhu liebe Patrizia,
    ein wunderschöner Post, da gerate ich ja förmlich ins Schwärmen.
    Kann mich dir und auch Tati nur anschließen: die Freiheit, die einem ein Bullet Journal bietet, ist einfach ein unschlagbarer Pluspunkt. Hab damit angefangen, als ich im Oktober nach einem Kalender gesucht habe. Aber entweder gab es für 2017 keine, die auch noch die letzten drei Monate aus 2016 enthielten oder es waren so Schülerkalender, die bereits seit Juni "liefen".
    Da kam mir das Bullet Journal gerade recht, denn da konnte ich direkt loslegen. So kreativ wie du bin ich allerdings nicht - um ehrlich zu sein, gar nicht. Mein Talent für Lettering und Zeichen und Malen geht gegen Null. Macht aber nichts. Auch wenn mein BuJo nicht so schön ist wie die von anderen mag ich das System furchtbar gerne.
    Einen Post dazu plane ich schon lange, aber irgendwie komm ich nie dazu. Muss ich mal in Angriff nehmen.

    Alles Liebe, Nelly

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