Ein paar Worte zu... Nebel im August (Film-Review)


Hallo, ihr Lieben!
Heute startet offiziell der Film Nebel im August in den deutschen Kinos. Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Robert Domes hat die Verfilmung bereits vor eigentlicher Ausstrahlung sowohl den Bayerischen Filmpreis als auch den Friedenpreis des Deutschen Films für sich gewinnen können. Am Montag feierte Nebel im August seine Premiere in der Lichtburg Essen, ein historisches Kino erbaut zu Zeiten der Weimarer Republik, welches bis heute den größten Kinosaal Deutschlands inne hat. Historie in der Historie also.
via moviepilot

"Nebel im August" handelt von...

Deutschland, 1933: Ernst Lossa stammt aus einer Familie von »Jenischen«, Zigeuner, wie man damals sagte. Er gilt als schwieriges Kind, wird von Heim zu Heim geschoben, bis er schließlich – obgleich völlig gesund – in die psychiatrische Anstalt in Kaufbeuren eingewiesen wird. Hier nimmt sein Leben die letzte, schreckliche Wendung: In der Nacht zum 9. August 1944 bekommt er die Todesspritze verabreicht. Ernst Lossa wird mit dem Stempel »asozialer Psychopath« als »unwertes Leben« aus dem Weg geräumt. 

Wie hat es mir gefallen? 

Allen voran erstmal einen riesigen Dank an das Team des cbj-Verlags für die Einladung zu dieser Veranstaltung. Am vergangenen Montag waren sowohl Regisseur, Produzent, die Hauptdarsteller und 80 weitere Komparsen in Essen zu Gast, um den bereits vorab gefeierten Film gebührend zu präsentieren. Ich denke, alle geladenen Gäste waren mehr als gespannt auf das, was acht Jahre gebraucht hat, um auf die Leinwand zu kommen und ich untertreibe, wenn ich euch schreibe, dass sich das Warten und die arbeitsintensive Produktionsarbeit auf jeden Fall gelohnt hat!
Der Film erzählt die bewegende Geschichte des Jugendlichen Ernst Lossa, der, wie so viele andere Kinder zur damaligen Zeit auch, bei vollkommen geistiger und körperlicher Gesundheit in eine Nervenheilanstalt in Kaufbeuren gebracht und seinem Vater auch nicht mehr in Obhut gegeben wird, aufgrund von fehlendem Wohnsitz - asozial nannte man das. So schöpft Ernst Kraft aus dem Gedanken, mit seinem Vater bald nach Amerika auszuwandern, dieser müsse eben erstmal wichtige Dinge hierfür klären. Ernst ist kein dummer Junge, er ist pfiffig, empathisch und hilfsbereit. Das merken nicht nur die anderen Kinder, sondern auch der Hausmeister und Oberschwester Sophia, denen er gerne in der Anstalt zur Hand geht. Und so macht sich Ernst gleich auf mehreren Ebenen viele Freunde und scheut keinerlei Beührungsängste mit all jenen Kindern und Jugendlichen, die mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen auf die Welt gekommen sind. Er nimmt sie so, wie sie eben sind, als einen vollwärtigen Menschen! 

Doch das NS-Regime hat derweil eine ganz andere Meinung vom wertvollen Menschenleben. Selbst wenn es aufgrund von öffentlicher Unruhen in Berlin Tiergarten zum Stop des deutschlandweiten Euthanasie-Programms (das systematische Entsorgen von kindlichen Menschenleben, aufgrund körperlicher und geistiger Einschränkungen) kam, wurde in der Nervenheilanstalt unter der Leitung von Dr. Veithausen nach Wegen gesucht, um dieses Programm weiter durchzuführen, Geld und Ruhm sind hier wesentliche Lockmittel. Unter Ernsts Augen bleiben diese Versuche nicht unbemerkt und so versucht er gemeinsam mit Oberschwester Sophia und dem Mädchen Nandl das inneranstaltliche Programm zu sabotieren. 

Mit hat der Film vor allem deshalb so gut gefallen, weil er eine Thematik aufgreift, die in Schulbüchern eher wenig Erwähnung findet - die NS-Euthanasie. In Deutschland wurde zu jener Zeit flächendeckend dafür gesorgt, dass unliebsame Bevölkerungsgruppen aufgrund ihrer Ethnizität, ihrer Gesundheit, ihres sozialen Standes und ihres privaten Lebens systematisch getötet wurden - Berechnungen zufolge waren das alleine durch das Verfahren der Euthanasie über 300.000 Menschen. Der Geschichtsunterricht kann aufgrund einer sehr straffen Zeittafel aber kaum auf alle betroffenen Bevölkerungsgruppen und Verfahren eingehen. Diese Erfahrung habe ich in diesem Jahr als Lehrerin selbst machen müssen, kann mich aber auch daran erinnern, dass dieses Thema im Film in der Mittelschule und später auch im Abitur kaum bis gar keine Erwähung fand. Und dabei ist es in Zeiten von Inklusion und UN-Behindertenrechtskonvention nicht weniger wichtig und es sollte eigentlich nicht unter den Tisch fallen. 

Einen darüber erzählenden Spielfilm zu produzieren erscheint mir persönlich in allen Maßen als überaus sinnvoll. Die Jugendlichen haben durch die Hauptfigur Ernst Lossa (den es tatsächlich so gegeben hat) eine gute Identifikationsmöglichkeit, da er einerseits so wie sie ist und vollkommen vorurteilsfrei an sämtliche Dinge herangeht und sich andererseits ganz kindlich mit moralischen und ethischen Fragen auseinandersetzt, die ohne Zweifel großartig durch die Filmmacher herausgearbeitet wurden. Kinder sehen die Welt oftmals so viel anders als Erwachsene und denken weniger problemorientiert und mit weniger erdachten Mauern. So hat er im Film auch kaum bis keine Berührungsängste, als er beispielsweise mit all den Kindern zusammentrifft, die bis heute von der Gesellschaft bewusst oder unbewusst gemieden oder mit schrägen Blicken bedacht werden. Wieder einmal mehr ein Beispiel dafür, dass Menschen nicht behindert sind, sondern von anderen Menschen behindert werden - denkt mal drüber nach. 

Der Film Neben im August handelt nebst grenzenloser Freundschaft und Hoffnung aber auch um Glaubensfragen, also um die Rolle von Kirche und Wissenschaft. Denn das NS-Regime hat zu jener Zeit Wissenschaft gänzlich anders für sich propagiert, als es heute der Fall ist. Wohingegen heute ganz gezielt in Forschung investiert wird, um den Menschen ein möglichst langes, lebenswertes und krankheitsfreies Leben zu ermöglichen, musste zu NS-Zeiten "wieder mehr gestorben werden!", denn "die natürlichen Gesetzmäßigkeiten des Lebens", also die selektive Auslese oder survival of the fittest, "wurden von der Menschheit sabotiert und das deutsche Volk muss wieder Ordnung in das Naturgewollte bringen!". So tenort ein Fachoberarzt im Film und gibt weiterhin an, dass man sich auf die Fahne schreiben müsse, dass die Aufrechterhaltung dieser Leben dem Staat nichts mehr als nur Geld koste und dass ja auch die Familien von dieser Last befreit werden müssten. Aus heutiger Sicht ein unfassbar widerwärtiger Monolog und die gängigen Praxismethoden, die dann vorgestellt wurden unterstreichen eigentlich nur nochmal den damaligen Größenwahnsinn. Patienten wurden durch die sogenannte E-Kost Methode zu Tode gefüttert, denn die Suppen wurden zu jener Zeit solange abgekocht, bis keinerlei Nährstoffe mehr enthalten waren und die Betroffenen innerhalb nur einer Woche zwei bis drei Kilogramm Gewicht verloren. Weiterhin kam aber auch Himbeersaft zum Einsatz, der mit einer Überdosis Barbituraten angereichert wurde. Die Folge: eine kollabierende Lunge. 

Oberschwester Sophia, dessen einziger Halt der kirchliche Glaube ist, befindet sich beim Herausfinden dieses Vorgehens in einem enormen Zwiespalt. Denn zu jener Zeit prallten zwei Glaubensrichtungen aufeinander, "ein Glaube, der schon seit über 1000 Jahren existiert und einer, der es nach nur wenigen Jahren an die Spitze geschafft hat". Der Pfarrer gibt Oberschwester Sophia nur den Rat, dass sie den metaphorischen Fuß in der Tür halten solle, um so wenigstens ein bisschen nach Gottes Wort handeln zu können. 

Im Film stellt sich also einerseits die Fragen nach dem An was soll ich noch glauben? als auch die Frage nach Tätern und Opfern. Im Geschichtsunterricht wären das also diese Einzelschicksalsfragen, die wir den Schülerinnen und Schülern stellen würden: was hättest du getan, wenn das und das die Konsequenz gewesen wäre und wie bewertest du es mit heutigem Wissen? 

Tragend ist im Film jedoch der Gedanke, dass selbst wenn die Situation noch so aussichtslos erscheint, auch ein kleines Fünkchen Widerstand für den Moment und für den Einzelnen etwas bewirken kann und für die Zeit danach nur umso mehr, denn nur durch solche heldenhaften Personen können wir für unser Heute und unser Morgen lernen.

Die Geschichte um Ernst Lossa ist durchgehend klug erzählt, langatmige Stellen gibt es bei all den Momenten der Ohnmacht nicht. Der Bildsymbolanteil ist großartig und für Jugendliche überdies leicht verständlich. Nicht zuletzt bewegt Nebel im August auf allen emotionalen Ebenen, er rührt gleichermaßen zu Tränen wie er auch zum Lachen bringt. Wertvolle Szenen, die solch einer tragischen Thematik auch nochmal die Schwere nehmen, aber auch nichts beschönigen. 

Der Film Nebel im August wirbt vor allem damit, dass er für Schulklassen vorgeführt werden kann. Der Website konnte ich die Empfehlung Klasse 10 entnehmen, ich würde jedoch sagen, dass es stark von der jeweiligen Lerngruppe abhängig ist, ob sich der Film emotional verarbeiten lässt. Der Inhalt lohnt allemal, dennoch sind viele Szenen nicht gerade in Watte verpackt und kratzen stark an dem, was man als Zuschauer aushalten kann, in dem Moment aber aushalten muss. Eine Sache, die ich einfach noch mit anmerken wollte. 

Mir hat der Film Nebel im August jedenfalls unglaublich gut gefallen und ich halte ihn in Sachen Aufarbeitung dieser traurigen Geschehnisse für überaus wertvoll. Wir sind alle jeden Tag und in jeder Generation dafür verantwortlich, dass sich diese unfassbare Geschichte nicht wiederholt. Und gerade in Zeiten wie diesen, wo Abneigung und Unzufriedenheit in der Gesellschaft zu überwiegen droht, weil nicht darüber nachgedacht wird, weil Konsequenzen nicht bedacht werden, weil der Horizont nicht weit reicht - da müssen wir als diejenigen, die den Kopf nicht nur zum Haare schneiden haben den Verstand nach außen tragen. 

Lieblinks 

Ich verlinke euch hier die offizielle Website zum Film, dort könnt ihr euch auch gerne den Trailer ansehen. Da Nebel im August eine Buchverfilmung ist, verlinke ich euch hier nochmal das gleichnamige Buch auf der Verlagsseite von Randomhouse. Sowohl Der Spiegel als auch die Teleschau haben zudem nochmal ein paar historische Hintergrundinformationen zum Film zusammengetragen. 
 
Ich hoffe, euch hat diese Art der Filmreview gefallen, auch wenn sie ein wenig lang ausgefallen ist. Aber manchmal bedarf es eben ein paar Worte mehr und ich denke, dass es für diese Thematik niemals genug Worte geben kann.

Gemeinsam lesen #87: Nicole Boyle Rodtnes - Wie das Licht von einem erloschenen Stern

Hallo, hallo, hallo ihr Lieben! 
Auch im neuen Jahr weiterhin dabei - heute nehme ich bereits zum 87. Mal (und auch auf Empfehlung der lieben Inka von Lebensleseliebelust, die das wirklich sehr sehr fleißig auf ihrem Blog verfolgt!) an der Gemeinsam lesen-Aktion teil.  Asaviels Bücher-Allerlei, die Schöpferin dieses Projekts, hat zwar aufgehört, aber Schlunzenbücher hat das Projekt quasi adoptiert und führen es nun weiter. 

Bei Gemeinsam lesen handelt es sich um einen Currently Reading-Beitrag, der sich aus vier Fragen zusammensetzt. Drei davon sind immer die gleichen, ergänzend dazu gibt es dann nochmal eine sich stets variierende Frage. Eine schöne Sache, um ein paar Gedanken zum jeweiligen Buch zu teilen, sich über Bücher auszutauschen und vor allem um andere Blogs kennenzulernen! 
Und nun zu den Fragen für diese Woche:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich beginne heute mit Wie das Licht von einem erloschenen Stern von Nicole Boyle Rodtnes und bin daher logischerweise erst auf Seite 7.

Darum geht's:  
Seit Vega bei einer Feier gestürzt ist, leidet sie an Aphasie. Sie kann nicht sprechen, kaum lesen und mit noch größerer Mühe schreiben. Auch die Beziehung zu ihrer besten Freundin Ida und ihrem Freund Johan gibt ihr keinen Halt, denn sie kommen mit ihrer Krankheit nicht zurecht. Vega fühlt sich innerlich wie tot und zieht sich immer mehr zurück. Bis sie Theo trifft, der ebenfalls an Aphasie leidet und beide merken, dass sich zusammen leichter ein Weg in ein neues Leben finden lässt.
(via Beltz
 
2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Woran ich mich am besten erinnere, ist das Gefühl, zu ertrinken."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!) 
Ich habe das Buch in diesem Jahr anlässlich der Lovelybox Junge Helden zugeschickt bekommen, wusste aber bereits durch die liebe Nicole, dass es sich hier um ein besonderes Jugendbuch handelt. Ich verlinke euch hier Nicoles Empfehlungsschreiben aka Rezension. Ich bin sehr gespannt, was die Geschichte bereit hält, viel kann ich ja noch nicht dazu sagen und der Klappentext spricht ja nunmehr auch erstmal für sich.


4. In welchen regelmäßigen Abständen besuchst du Bücherläden und Bibliotheken?
Ich denke, ich besuche die Buchhandlung schon einmal die Woche. Dies bedeutet aber nicht, dass ich auch jedes Mal etwas kaufe, ganz im Gegenteil. Manchmal reicht schon das Gefühl zu wissen, was es Neues im Mayerschen Bücherregal gibt. Die einen blättern Verlagsvorschauen, ich stöbere durch die Neuerscheinungen. Mit der Bibliothek verhält es sich leider anders. Während ich in Erfurt noch zwei bis drei Mal in der Woche die Stadtbibliothek besucht habe, komme ich hier im Wilden Westen fast gar nicht mehr dazu. Das liegt zum Einen daran, dass die Zentralbibliothek hier beispielsweise am Montag geschlossen hat und die Öffnungszeiten Samstags schon arg kurz sind, ich an den anderen Tagen aber weniger Zeit habe und zum Anderen finde ich die räumliche Strukturierung der Bibliothek, obgleich sie viel größer als die Erfurter Bibliothek ist, so dermaßen unsympathisch. Das ist für mich kein gemütlicher Aufenthaltsort. In Erfurt ist alles noch schön alt und knatschig, aber auch hell und freundlich mit einem netten Café nebenan, und hier ist es halt ein moderner Glaskasten kombiniert mit neuester Technik die einen Bibliothekar oder eine Bibliothekarin schon fast überflüssig machen. Und auch die Sortierung der Bücher sagt mir kaum zu, alles wird lieblos in Regale gestopft, sodass Bücher gar nicht richtig ins Auge stechen können. Von daher bin ich gar nicht mal so traurig darum, dass ich diesen Ort nur selten aufsuche. 


Wie schaut es bei euch aus? Wie oft besucht ihr euren Buchhändler/Bibliothekar des Vertrauens Und überdies: Welches Buch begleitet euch in dieser Woche? Schreibt es mir in die Kommentare! :-)

Ich wünsche euch einen superguten Tag! 


Autumn Reading List '16

 Einen wunderschönen Sonntag, ihr Lieben! 
Seit Frühjahr diesen Jahres versuche ich mich am saisonalen Lesen. Inbesondere deshalb, weil ich meinen SuB verstärkt abbauen will. Das heißt nicht, dass die ausgewählten Bücher mein absolutes Must-Read sind, denn es zieht dann ja doch der ein oder andere Neuzugang hier ein, der sogleich geschmökert werden will. Aber falls mich dann wieder dieser ratlose Moment vor dem Buchregal überkommt, habe ich gleich meine Vorabauswahl im Blick. Mein Frühlingsvorhaben könnt ihr nochmal im entsprechend verlinkten Post nachlesen, da ging es noch recht holprig zu. Die Summer Reading List '16 lief da schon besser. Mal sehen wie es mit der Herbstliste läuft. In diesem Beitrag will ich euch berichten, inwieweit ich mein Vorhaben umsetzen konnte und was ich mir nun für die Herbstmonate vorgenommen habe. 
Insgesamt habe ich bis heute sechs Bücher (von 15) von meiner Sommerleseliste streichen können: 
  • Adriana Popescu - Lieblingsmomente
  • Rainbow Rowell - Eleanor & Park
  • Britta Sabbag - Pinguinwetter
  • Marc Levy - Wer Schatten küsst
  • Audrey Carlan - Calendar Girl #1
  • Colleen Hoover - Hope Forever 
Der Herbst hatte seinen Beginn bereits letzten Donnerstag, meine Leseliste werde ich aber noch bis Ende September so fortführen, sodass ich mindestens noch Kerstin Giers Silber - Das dritte Buch der Träume und Wie das Licht von einem erloschenen Stern von Nicole Boyle Rødtnes von der Liste streichen kann. Ansonsten muss ich sagen, dass die Bücher meiner Summer Reading List überwiegend durchschnittlich waren. Lediglich Lieblingsmomente von Adriana Popescu und Eleanor&Park von Rainbow Rowell konnten es bisher so richtig reißen. Die Rezensionen dazu habe ich euch in diesem Beitrag verlinkt. Mein absoluter Oberflop war aber definitiv Calendar Girl #1 von Audrey Carlan, dicht gefolgt von Colleen Hoovers Hope Forever. Aber auch hier sind diese Leselisten wieder klasse, denn es zeigt nur umso mehr, dass man  bestimmten Geschichten einfach  entwächst. Das trifft natürlich nicht auf alle zu, immerhin lag und lag und lag Eleanor&Park hier auch eine ganze Weile herum, Hope Forever aber ebenso und dem konnte ich ja wenig abgewinnen, sodass ich auch für mich beschlossen habe, diese Autorin von meiner Aufmerksamkeitsliste zu streichen. Wir kommen einfach nicht auf einen Nenner. Mit meinem SuB-Abbau bin ich aber so im Großen und Ganzen ziemlich zufrieden.
Das Jahr 2016 hat zwar nur noch 13 Wochen, trotzdem probiere ich mich nochmal an 14 Büchern in der Auswahl. Selbst wenn ich mich so langsam aber sicher dem 2. Staatsexamen nähere und da gerade irgendwie alles zusammen kommt. Aber Lesezeit muss man sich freischaufeln, sodass ich meine Zeit für das Lesen auch nochmal anders managen will. Zudem setzt sich meine Autumn Reading List'16 auch nur zur Hälfte aus SuB-Büchern zusammen. Wer meinen Neuerscheiungsvorfreude-Post gelesen hat, weiß sicher, dass der Oktober ein buchreicher Monat für mich wird. Da diese Bücher erst noch erscheinen, sind sie auf dem Foto noch nicht dabei, in die Liste werden sie aber definitiv aufgenommen, da ich sie definitiv schnellstmöglich lesen will. Hier ist sie also, meine Herbstleseliste:

Gayle Forman - Nur ein Tag 
Von der lieben Inka bekommen, ich bi sehr gespannt und denke, dass der Herbst durchaus die richtige Jahreszeit für solch ein Buch ist. 

Anna McPartlin - Die letzten Tage von Rabbit Hayes 
Ein bisschen Tragik darf es im Herbst dann schon sein. 

Jodi Picoult - Bis ans Ende der Geschichte 
Und ernst muss es auch zugehen. Bildungstechnisch bin ich in den kommenden Monaten sowieso gut unterwegs. 

Dirk Reinhardt - Train Kids 
Ein Geschenk von meiner lieben L., deshalb darf es auch nicht auf dem SuB zerstauben - und wie gesagt, bildungstechnisch bin ich ohnehin gut unterwegs. 

Jonathan Tropper - Der Sound meines Lebens 
Bereits auf der Summer Reading List '16 und auch schonmal reingeschmökert, aber es kam gegen Benedict Wells einfach nicht an. Versuch Nr. 2 also jetzt! 

Meg Wolitzer - Die Interessanten 
Ebenfalls ein Buch, was ich schon seit ... Mai (?) mit mir herumschleppe und zu dem ich bisher noch keinen festen Zugang gefunden habe. Vielleicht ja in den nächsten Wochen? 

Markus Heitz - Totenblick 
Ebenfalls von Inka bekommen und zwar schon im Jahr 2014! Und da Markus Heitz ja nun wieder in aller Munde ist, muss ich einfach nachziehen. Und Thriller gehen ohnehin sehr gut im Herbst. 

Cody McFadyen - Die Stille vor dem Tod 
Es bleibt thrillig und ich freue mich drauf! 

Rick Yancey - Die 5. Welle: Der letzte Stern 
Finale, wohooo! 

Mona Kasten - Begin Again 
Nochmal etwas fürs Herz (hoffentlich). 

Simon Beckett - Totenfang 
Weil zwei Thriller einfach nicht reichen.

Bettina Belitz - Die Diamantkrieger-Saga: La Lobas Versprechen 
Jugendbücher dürfen auch nicht zu kurz kommen. 

Sebastian Fitzek - Das Paket 
Ein MustMustMust-Read!

Justin Cronin - Der Übergang: Die Spiegelstadt 

Finale, wohooo Part II! 

Wie es sich insgesamt mit dieser Leseliste verhält, erzähle ich euch dann Ende Dezember! Auf dass der SuB bis dahin, trotz diverser Käufe, wieder um einiges geschrumpft ist und ich mein Vorhaben gut umsetzen kann - ich bin jedenfalls bester Dinge :-) 

Habt ihr ein Buch aus der Liste gelesen und könnt es empfehlen? Oder führt ihr vielleicht selbst eine Herbstleseliste? Schreibt es mir in die Kommentare! 

Ich wünsche euch einen schönen Start in die neue Woche, wir lesen uns hier am Dienstag wieder! 


Gemeinsam lesen #86: Kerstin Gier - Silber. Das dritte Buch der Träume

Hallo, hallo, hallo ihr Lieben! 
Auch im neuen Jahr weiterhin dabei - heute nehme ich bereits zum 86. Mal (und auch auf Empfehlung der lieben Inka von Lebensleseliebelust, die das wirklich sehr sehr fleißig auf ihrem Blog verfolgt!) an der Gemeinsam lesen-Aktion teil.  Asaviels Bücher-Allerlei, die Schöpferin dieses Projekts, hat zwar aufgehört, aber Schlunzenbücher hat das Projekt quasi adoptiert und führen es nun weiter. 

Bei Gemeinsam lesen handelt es sich um einen Currently Reading-Beitrag, der sich aus vier Fragen zusammensetzt. Drei davon sind immer die gleichen, ergänzend dazu gibt es dann nochmal eine sich stets variierende Frage. Eine schöne Sache, um ein paar Gedanken zum jeweiligen Buch zu teilen, sich über Bücher auszutauschen und vor allem um andere Blogs kennenzulernen! 
Und nun zu den Fragen für diese Woche:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese gerade Silber - Das dritte Buch der Träume von Kerstin Gier und bin aktuell auf Seite 125.

Darum geht's:  
Es ist März, in London steht der Frühling vor der Tür – und Liv Silber vor drei Problemen. Erstens: Sie hat Henry angelogen. Zweitens: Die Sache mit den Träumen wird immer gefährlicher. Arthur hat Geheimnisse der Traumwelt ergründet, durch die er unfassbares Unheil anrichten kann. Er muss unbedingt aufgehalten werden. Drittens: Livs Mutter Ann und Graysons Vater Ernest wollen im Juni heiraten. Und das böse Bocker, die Großmutter von Grayson, hat für die Hochzeit ihres Sohnes große Pläne, allerdings ganz andere als die Braut. Liv hat wirklich alle Hände voll zu tun, um die drohenden Katastrophen abzuwenden …
2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Zu spät."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!) 
Der kalendarische Herbst beginnt zwar schon ab Donnerstag, aber bis zum Monatsende will ich dann doch noch zwei Bücher von meiner Summer Reading List '16 lesen. Ich habe zwar schon ein sehr mulmiges Gefühl beim großen Silber-Finale, eben aufgrund der vielfach negativen Stimmen, andererseits liegt das Buch dann nicht mehr länger auf dem SuB, egal ob es nun ein gutes oder schlechtes Ende nimmt. Diese Reihe ist ohnehin nicht mit der Edelstein-Trilogie vergleichbar, trotzdem hat Silber seinen Reiz auf mich und ich finde die Traumidee wirklich super. Leider hat es nun gut hundert Seiten gedauert, bis ich endlich ein wenig Halt in der Geschichte gefunden habe. Wobei der Wortwitz von Kerstin Gier dies ja schon fast wieder wett macht - der Pilotenmonolog? Ein Traum! Musste gestern in der S-Bahn schon gut schmunzeln. Ich bin gespannt, was die Geschichte noch bereit hält.


4. Auf welches Hobby würdest du ausweichen, wenn es morgen plötzlich keine Bücher mehr gäbe, und deine vorhandenen auch alle nicht mehr da wären?
Das hätte katastrophale Folgen und ich glaube nicht, dass man sich einfach ein anderes Hobby suchen kann. Dann denke ich mir halt selbst Geschichten aus und gebe ich den Anstoß, dass Bücher wieder geschrieben werden, sonst hätte ich ja auch jobtechnisch ein Problem, meine Kids hätten ja nichtmal mehr Schulbücher. Das würde ich nicht auf mir sitzen lassen! Dann muss es eben so wie früher gemacht werden, als man sich Geschichten erstmal nur erzählt hat, bis plötzlich einer auf die Idee kam, die Geschichten aufzuschreiben. Der Buchdruck ist ja schon erfunden, sodass es ein Leichtes ist, Bücher wieder in Umlauf zu bringen. Genius! By the way verfolgt mich mit dieser Frage scheinbar mein Prüfungsstundenthema, am Freitag bringe ich den Kids nämlich genau zu dieser Thematik etwas bei, haha!


Wie schaut es bei euch aus? Würdest du auf ein anderes Hobby umsteigen? Und überdies: Welches Buch begleitet euch in dieser Woche? Schreibt es mir in die Kommentare! :-)

Ich wünsche euch einen superguten Tag! 


Ein paar Worte zu... Rainbow Rowell - Eleanor&Park

 Rainbow Rowell Eleanor&Park (Englische Ausgabe)
Jugendbuch | Taschenbuch, 329 Seiten | Orion Books | Preis: 7,99€ (Preis bezieht sich auf die engl. Ausgabe)  | erschienen am 7. Juli 2014 | ISBN: 9781409157250 | Hier bestellen: Thalia eBook *amazon

Worum geht es?

Eleanor is the new girl in town, and she's never felt more alone. All mismatched clothes, mad red hair and chaotic home life, she couldn't stick out more if she tried. Then she takes the seat on the bus next to Park. Quiet, careful and - in Eleanor's eyes - impossibly cool, Park's worked out that flying under the radar is the best way to get by. Slowly, steadily, through late-night conversations and an ever-growing stack of mix tapes, Eleanor and Park fall in love. They fall in love the way you do the first time, when you're 16, and you have nothing and everything to lose.

Wie hat es mir gefallen?

Before he'd even decided to do it, Park scooted toward the window. 'Sit down', he said. It came out angrily. The girl turned to him, like she couldn't tell whether he was another jerk or what. 'Jesus-fuck,' Park said softly, nodding to the space next to him, 'just sit down.' The girl sat down. She didn't say anything - thank God, she didn't thank him - and he left six inches of space on the seat between them. Park turned toward the Plexiglas window and waited for a world of suck to hit the fan. (S. 9) 
So beginnt sie, die Freundschaft zwischen Park und Eleanor. Zwei Außenseiter, die nichts anderes wollen, als unsichtbar zu sein und die, ohne es zu wissen, für den jeweils anderen das Zentrum des Kosmos werden. Ein tolles Jugendbuch, das ich in den letzten zehn Tagen sehr genossen habe zu lesen, das mich emotional aber auch ganz schön mitgenommen hat. Da ich das Buch in der englischen Originalfassung gelesen habe, soll an dieser Stelle auch nochmal erwähnt sein, dass der Schreibstil einmalig war!

Die Geschichte wird sowohl aus Eleanors als auch aus Parks Sicht erzählt. Der Leser erfährt auf den ersten Seiten jede Menge über die sozialen Umstände, unter denen beide aufwachsen. Eleanor, ein Scheidungskind, zurück bei ihrer leiblichen Mutter, mit drei anderen kleinen Geschwistern und einem alkoholkranken Stiefvater, der nicht nur ihr, sondern der ganzen Familie das Leben zur Hölle macht. Geldsorgen stehen auf der Tagesliste ganz oben, Privatsphäre ist für die heranwachsende Eleanor so gut wie nie vorhanden, und selbst wenn dieses Buch in den 80er Jahren spielt, so hat es mir doch wieder gezeigt, dass die Probleme eines Teenagers schlichtweg zeitlos sind. Nicht nur, dass Eleanor durch ihr soziales Umfeld zuhause seelisch unglaublich mitgenommen ist, sieht man ihr diese emotionale Verarmung auch äußerlich stark an. Das Mädchen ist einfach nur fertig.  

Rainbow Rowell hat hier eine Thematik in den Plot eingeflochten, wovor ich nur meinen Hut ziehen kann. Ich  empfinde dies deshalb als so unglaublich stark, weil wir als Leser in jedem Fall etwas dabei fühlen, wenn wir diese Zeilen lesen. Wir haben sie ja alle erlebt, die Schulzeit, eine Zeit in der du dich als Jugendlicher positionieren musst. Und wir kennen alle diese eine Person X (wenn wir nicht sogar selbst Person X waren), die anders war als alle anderen. Wir kennen auch alle dieses Gefühl, nicht auffallen zu wollen, und sei es nur für einen Moment. Und wir kennen auch diese Menschen, die Angst riechen und sich einen Spaß daraus machen, dich noch ein bisschen seltsamer zu fühlen, nur um sich selbst zu profilieren. Für all diese Außenseiter kann man sich eigentlich nur wünschen, dass sie auf jemanden wie Park treffen, um wenigstens für einen Moment der Ohnmacht zu entkommen. 

Genau das passiert dann nämlich in der Geschichte. Eleanor trifft auf Park und sie finden ohne viele Worte zueinander. Park ist jedoch nicht der reiche Junge von nebenan, der unverschämt gut aussieht und den heldenhaften Ken spielt. Rainbow Rowell bleibt in ihrem Schreiben hier gekonnt bodenständig. Park ist weder Held noch ist sein Vater Dagobert Duck. Tatsächlich hat Park einen Migrationshintergrund, und in den 80er Jahren waren Minderheiten in Amerika auch nochmal ganz anders konstruiert und definiert. Trotzdem ist Park sozial besser gestellt, seine Eltern verdienen mittelmäßig gut und in der Schule ist er insoweit integriert, als dass er einfach in Ruhe gelassen wird. 

Also all das, was Eleanor eigentlich bräuchte und was Park ihr auch versucht zu geben - selbst wenn er dabei zu Beginn häufig in einem Zwiespalt mit sich selbst steht. Es beginnt erst ganz einfach mit dem Leihen von Comics und dem Aufnehmen von Mixtapes, aus kleinen schnell ausgetauschten Wortfetzen werden tolle (und für das Alter doch recht tiefsinnige) Dialoge und kleine Insider, die nur die beiden verstehen - großartig! Aber der Leser nimmt beim Lesen auch dieses Gefühl mit, dass es ganz egal ist, woher du kommst oder wie du ausschaust, es gibt immer wenigstens eine Person, die dich so nimmt, wie du bist. Im Roman selbst wird dies nicht explizit benannt, es schwingt aber mit all den kleinen Gesten mit, die die beiden Protagonisten austauschen. Nichtsdestotrotz arbeitet Rainbow Rowell hier aber auch meiner Meinung nach hervorragend heraus, dass diese eine Person manchmal nicht ausreicht und dass nicht jedes Problem einfach zu lösen ist. Dass diese eine Person vielleicht auch nicht die Kraft hat, all deine Mauern einzureißen und dass davon immer mehr als nur ein Faktor abhängig ist. Was wirklich zählt, ist aber der Versuch. Und das ist die eigentlich starke Message dieser Geschichte, die mir unglaublich gut gefallen und mich emotional auch mitgerissen hat! 

Entgegen vieler anderer Meinungen und auch nach dem Lesen des Nachworts durch die Autorin selbst will ich zudem noch hinzufügen, dass ich das Buchende mehr als passend finde und ich bin ausgesprochen froh, dass es so geendet ist und nicht rosarotwolkenlastig! Ich wünsche mir ja momentan von Literatur sehr, dass es bei all der Fiktionalität trotzdem realitätsnah zugehen soll und Rainbow Rowell hat mit Eleanor&Park meine Erwartungen diesbezüglich mehr als erfüllt. Die Idee der Geschichte ist toll, ich fand es sehr erfrischend mal ein Jugendroman in den 80ern spielend fernab von Facebook und Whatsapp-Gedöns zu lesen, und jeder Mensch jeden Alters und Geschlechts kann sich mit dem Plot in irgendeiner Art identifizieren und auch hineindenken. Aus diesem Grunde habe ich die Geschichte auch mit fünf von fünf Sternen bewertet und kann sie euch nur wärmstens ans Herz legen! 

Lieblinks

Hier findet ihr das Buch auch nochmal auf der Verlagswebsite von Hanser, falls ihr die Geschichte lieber in der deutschen Übersetzung lesen mögt. Wer von euch über einen spotify-Account verfügt, kann sich übrigens das Mixtape, welches Park für Eleanor aufnimmt, dort anhören - einfach "Eleanor&Park" in die Suchmaske eintippen und dann kommt ihr schon zum Autorenprofil von Rainbow Rowell - back to the 80ies! Hier verlinke ich euch noch die offizielle Website der Autorin.



 Ich wünsche euch noch einen wunderschönen Tag! Wir lesen uns hier am Dienstag wieder :-)

Book Wishlist - Auf diese Neuerscheinungen freue ich mich!

Einen wunderschönen guten Tag, meine Lieben! 
Heute ist fast schon ein denkwürdiger Tag, denn solch einen Blogeintrag habe ich in drei Jahren Buchblog-Dasein noch nie geschrieben und veröffentlicht: für mich interessante Neuerscheinungen; Must Haves, die hier in jedem Fall einziehen werden; Bücher, für die ich in den kommenden Wochen regelmäßig die Buchhandlung stürmen werde. Fakt ist ja, dass ich Bücher irgendwie immer brauche und es vergeht auch kein Monat, in dem hier nichts Neues einzieht. Wobei ich in den vergangenen acht Monaten wirklich bemüht war, meinen SuB abzubauen (das war auch gar nicht so... unerfolgreich) und mittlerweile kann ich eine Buchhandlung auch gut ohne eben solches verlassen. 

In den letzten Wochen ist meine Wunschliste jedoch drastisch gestiegen. Ich weiß nicht, was es ist, aber für mich fühlt es sich gerade so an, als würde das der Buchherbst schlechthin werden. Vielleicht haben sich all meine Lieblingsautoren aber auch einfach heimlich getroffen und beschlossen, dass es ab Oktober 2016 supermegagute Bücher regnen muss? Für mich stellt sich jedenfalls schon jetzt dieses geniale Kribbeln im Bauch ein, diese ungemeine Vorfreude auf neue Geschichten aus der Feder toller Schriftsteller und ich muss jetzt genau diese freudige Aufregunge schriftlich zum Ausdruck bringen. You've been warned - mein Konto übrigens auch. Auf diese Bücher freue ich mich wie ein Leberkäs3000 (wo sind die Michi Buchinger-Fans?):

26. September 2016 Cody McFadyen - Die Stille vor dem Tod (Smoky Barrett #5) 

Smoky Barrett ist zurück

An einem kalten Oktobertag werden Smoky Barrett und ihr Team nach Denver, Colorado, gerufen. Im Haus der Familie Wilton ist Schreckliches geschehen: Die gesamte fünfköpfige Familie wurde ermordet, und der Täter hat durch eine mit Blut geschriebene Botschaft Smoky mit der Lösung des Falles beauftragt. Doch das Unheil ist weit größer, denn die Wiltons sind nicht die einzigen Opfer. Insgesamt drei Familien wurden in der gleichen Nacht und in unmittelbarer Nähe voneinander getötet. „Komm und lerne“, lautet die Botschaft an Smoky. Es wird ein grausamer Lernprozess, das Böse in seiner reinsten Form, in seiner tiefsten Abgründigkeit  zu spüren. Smoky gelangt an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Und weit darüber hinaus.


 

Auf dieser Fortsetzung haben die Thriller-Fans unter uns wahrscheinlich alle eine halbe Ewigkeit gewartet. Aus Krankheitsgründen seitens des Autors wurde die Veröffentlichung immer wieder verschoben, teilweise machten auch echt makabre Nachrichten im Netz die Runde, der Autor sei sterbenskrank und könne das Buch gar nicht mehr fertig schreiben. Gottseidank erfreut sich Cody McFadyen insofern bester Gesundheit, als dass der langersehnte fünfte Smoky Barrett-Fall nun kurz vor der Veröffentlichung steht und auch eine Lesereise ist organisiert. Ich freue mich über alle drei Nachrichten sehr!

3. Oktober 2016 Rick Yancey - Der letzte Stern (The Fifth Wave #3) 

Sie kamen, um uns zu vernichten: die 'Anderen', eine fremde feindliche Macht. Vier Wellen der Zerstörung haben sie bereits über die Erde gebracht. Sie töteten unzählige Menschen, zerstörten Häuser und Städte, verwüsteten ganze Landstriche. Sie verbreiteten ein tödliches Virus und schickten gefährliche Silencer, um jedes noch lebende Wesen aufzuspüren. Jetzt ist die Zeit der fünften Welle gekommen, die Vollendung ihres Plans, alles Menschliche auszurotten. Doch noch gibt es Überlebende: Cassie, Ben und Evan werden weiterkämpfen. Sie wollen die Menschheit nicht aufgeben. Und wenn sie sich selbst dafür opfern müssen ...







Eine tolle Dystopie neigt sich ihrem Ende. Letztes Jahr habe ich Band 1 und 2 hintereinander weggesuchtet. Umso gespannter bin ich nun was sich Rick Yancey also großen Boom Bang-Moment ausgedacht hat! Das Buch ist bereits vorgemerkt und macht sich hoffentlich schon bald auf dem Weg zu mir.

14. Oktober 2016 Mona Kasten - Begin Again 

Neuer Name, neue Frisur, neue Stadt: Hunderte Meilen von ihrer dunklen Vergangenheit entfernt will die junge Studentin Allie Harper noch einmal ganz von vorne beginnen. Alles, was ihr für den Neuanfang noch fehlt, ist ein WG-Zimmer. Als sie auf den unverschämt attraktiven Kaden White trifft, ist ihr klar: Dieser Kerl mit seinen Tattoos und der mürrischen Art ist so ziemlich der Letzte, mit dem sie sich eine Wohnung teilen will. Doch als alle Stricke reißen, bleibt Allie keine andere Wahl. Kaden, der eigentlich auf keinen Fall eine weibliche Mitbewohnerin haben wollte, stellt sofort Regeln fürs Zusammenleben auf: keine Gefühlsduselei und schon gar keinen Körperkontakt! Zunächst kein Problem, doch mit der Zeit kommen sich die beiden näher – und irgendwann weiß Allie nicht mehr, ob sie seine Regeln noch einhalten kann ...




Mal etwas weniger düster: Monas erstes Verlagsbuch! Und auch wenn ich mit dem Genre ein bisschen auf Kriegsfuß stehe, bin ich umso gespannter, was ein Verlag noch aus jemanden herauskitzelt, der ohnehin schon sehr tolle Ideen zu Papier bringen kann.

14. Oktober 2016 Simon Beckett - Totenfang (David Hunter #5)

Hunter is back! Sein fünfter Fall führt Dr. David Hunter in die Backwaters, ein unwirtliches Mündungsgebiet in Essex, wo die Grenzen zwischen Land und Wasser verschwimmen. Aber die wahren Gefahren lauern nicht in der Tiefe, sondern dort, wo er sie am wenigsten erwartet. Seit über einem Monat ist der 31-jährige Leo Villiers spurlos verschwunden. Als an einer Flussmündung zwischen Seetang und Schlamm eine stark verweste Männerleiche gefunden wird, geht die Polizei davon aus, Leo gefunden zu haben. Der Spross der einflussreichsten Familie der Gegend soll eine Affäre mit einer verheirateten Frau gehabt haben, die ebenfalls als vermisst gilt: Leo steht im Verdacht, Emma Darby und schließlich sich selbst umgebracht zu haben. Doch David Hunter kommen Zweifel an der Identität des Toten. Denn tags darauf treibt ein einzelner Fuß im Wasser, und der gehört definitiv zu einer anderen Leiche. 




Auch diese Fortsetzung habe ich mir lang herbeigesehnt. Nachdem Der Hof für mich ein absoluter Oberflop war und mich das eShort Katz und Maus jetzt auch nicht vom Hocker reißen konnte, da einfach zu kurz (!), bin ich nun umso gespannter, ob Simon Beckett nach so langer Zeit immernoch den gleichen düsteren Reiz auf mich hat

24. Oktober 2016 Bettina Belitz: Die Diamantkrieger-Saga - La Lobas Versprechen (#2)

Sara kann ihr Glück kaum fassen, als Damir plötzlich in ihr Leben zurückkehrt, obwohl er doch eigentlich den Bund des Schwertes mit einer anderen eingegangen ist. Dass ihre Treffen zunächst geheim bleiben müssen, nimmt Sara in Kauf. Es ist La Loba, bei der sie sich auf eine Aufnahme in den Geheimbund der Diamantkrieger vorbereitet, die erkennt, dass hier etwas nicht stimmen kann. Sara wird auf eine schwere Probe gestellt: Welche Rolle kann und will Damir in Zukunft in ihrem Leben spielen? Und ist sie in der Lage, ihre dunkle Vergangenheit hinter sich zu lassen?








Bettina Belitz hat in diesem Jahr mit der Diamantkrieger-Saga einen tollen Jugendfantasy-Auftakt auf den Markt gebracht, der auf jeden Fall sehr viel Potenzial in sich birgt. Auch wenn ich den ersten Teil noch für recht solide halte, bin ich sehr gespannt, wie sich die Geschichte um Sara und Damir entwickelt und wie viel Tiefgang da noch geht! Außerdem ist das mal wieder seit Langem ein tolles Buchdesign im Jugendbuchgenre.

31. Oktober 2016 Justin Cronin - Die Spiegelstadt (The Passage #3)

Die Zwölf – Wesen der Dunkelheit, Todfeinde der Menschen – sind vernichtet, ihre hundertjährige Schreckensherrschaft über die Welt ist vorüber. Nach und nach wagen sich die Überlebenden aus ihrer eng ummauerten Zuflucht, Hoffnung keimt auf. Auf den Ruinen der einstigen Zivilisation wollen sie eine neue, eine bessere Gesellschaft aufbauen: der älteste Traum der Menschheit. Doch in einer fernen, verlassenen Stadt lauert der Eine: Zero. Der Erste. Der Vater der Zwölf, der den Ursprung des Virus in sich trägt. Einst ein hochbegabter Wissenschaftler, der, seit er seine große Liebe verlor, nur noch von Rachedurst und Wut erfüllt ist. Sein Ziel ist es, die Menschheit endgültig auszulöschen. Seine Truppen sind bereit. Und der Zeitpunkt ist gekommen.Nur Amy vermag ihn jetzt noch aufzuhalten, das Mädchen aus dem Nirgendwo, die einzige Hoffnung der Menschheit. Und so treten sie und ihre Freunde an zum letzten großen Kampf zwischen Licht und Dunkelheit ...



Auf dieses Finale freue ich mich mit am meisten. Mit Justin Cronin hat sich mir im letzten Jahr ein ganz neues Leseerlebnis offenbart - und ja, man kann bei diesem Science-Fiction-Epos nur von einer Offenbarung sprechen! Die The Passage-Trilogie verdient so viel mehr Aufmerksamkeit und Justin Cronin ist für mich einfach nur der Inbegriff von Genie! Nun endlich kommt der dritte und letzte Band Die Spiegelstadt auf den Markt und meine Erwartungen sind natürlich dementsprechend hoch. Aber ich hoffe einfach mal, dass die jahrelange Arbeit (immerhin waren es vier Schreibjahre) sich auszahlen wird. Ist ja bei guten Musikalben genauso - was lange währt, fetzt richtig viel! Oder so, haha ... Mit Veröffentlichung des Buches geht in jedem Fall auch ein Lesungsbesuch einher, wuhu!

26. Oktober 2016 Sebastian Fitzek - Das Paket

Seit die junge Psychiaterin Emma Stein in einem Hotelzimmer vergewaltigt wurde, verlässt sie das Haus nicht mehr. Sie war das dritte Opfer eines Psychopathen, den die Presse den »Friseur« nennt – weil er den misshandelten Frauen die Haare vom Kopf schert, bevor er sie ermordet.
Emma, die als Einzige mit dem Leben davonkam, fürchtet, der »Friseur« könnte sie erneut heimsuchen, um seine grauenhafte Tat zu vollenden. In ihrer Paranoia glaubt sie in jedem Mann ihren Peiniger wiederzuerkennen, dabei hat sie den Täter nie zu Gesicht bekommen. Nur in ihrem kleinen Haus am Rande des Berliner Grunewalds fühlt sie sich noch sicher – bis der Postbote sie eines Tages bittet, ein Paket für ihren Nachbarn anzunehmen.
Einen Mann, dessen Namen sie nicht kennt und den sie noch nie gesehen hat, obwohl sie schon seit Jahren in ihrer Straße lebt ...




Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss, selbst wenn der Veröffentlichungstermin schon früher gesetzt ist - nur ein Sebastian Fitzek kann einfach seine Bücher an einem Mittwoch veröffentlichen. Endlich wieder Fitzek-Time! Zu Sebastian Fitzek brauche ich nicht mehr viel sagen, ich liebe ihn. Punkt! Deshalb ist es natürlich eine Selbstverständlichkeit, dass dieses Buch hier sofort einziehen wird. Und ich freue mich natürlich auch auf dieses Buch wie ein Schnitzel.
 

Das sind sie also, die sieben Bücher die hier definitiv einziehen werden! Gut, dass im Oktober außerdem wieder Herbstferien sind, dann komme ich wenigstens dazu, all diese Bücher auch zu schmöckern... Wie war das? Ich sollte mich so langsam mal mit dem 2. Staatsexamen auseinandersetzen? Quatschikowski, das verdränge ich gekonnt, haha! Ich habe Vorfreude, Leute :-) 

Und was steht auf eurer absoluten Must Buy-Liste? Gibt es Titel aus dieser Auflistung, auf die ihr euch ebenfalls freut? Habe ich etwas wichtiges vergessen? Schreibt es mir in die Kommentare! :-)
 





Sämtliche Buchcoverrechte in diesem Beitrag obliegen dem jeweiligen Verlag.

Gemeinsam lesen #85: Horst Evers - Vom Mentalen her quasi Weltmeister

Hallo, hallo, hallo ihr Lieben! 
Auch im neuen Jahr weiterhin dabei - heute nehme ich bereits zum 85. Mal (und auch auf Empfehlung der lieben Inka von Lebensleseliebelust, die das wirklich sehr sehr fleißig auf ihrem Blog verfolgt!) an der Gemeinsam lesen-Aktion teil.  Asaviels Bücher-Allerlei, die Schöpferin dieses Projekts, hat zwar aufgehört, aber Schlunzenbücher hat das Projekt quasi adoptiert und führen es nun weiter. 

Bei Gemeinsam lesen handelt es sich um einen Currently Reading-Beitrag, der sich aus vier Fragen zusammensetzt. Drei davon sind immer die gleichen, ergänzend dazu gibt es dann nochmal eine sich stets variierende Frage. Eine schöne Sache, um ein paar Gedanken zum jeweiligen Buch zu teilen, sich über Bücher auszutauschen und vor allem um andere Blogs kennenzulernen! 
Und nun zu den Fragen für diese Woche:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese und höre gerade Vom Mentalen her quasi Weltmeister von Horst Evers und bin aktuell auf Seite 27.

Darum geht's:  
Die Welt des Fußballs bietet immer wieder schöne Gelegenheiten, Neues über andere Länder und Völker, über ihre Sitten und Gebräuche zu erfahren. Was macht diese Völker aus? Wie leben die Menschen dort? Was für eine Mentalität haben die so? Welche Geschichte? Welche Eigenheiten? Horst Evers versorgt Sie mit allem, was Sie zur WM über die Nationen dieser Welt wissen müssen. Nicht nur in Bezug auf Fußball, sondern weit darüber hinaus schildert er Sitten und Gebräuche, Eigenarten und Besonderheiten. Übrigens auch von Ländern, die sich noch nie qualifizieren konnten und es wohl auch nie schaffen werden. Warmherzig, liebevoll und schräg nimmt Horst Evers charakteristische Eigenheiten genauso aufs Korn wie Stereotypen oft mit mehr als nur einem Funken Wahrheit. Nach Für Eile fehlt mir die Zeit und Wäre ich du, würde ich mich lieben nun die komischste Völkerkunde, seit Gott den Ball erschaffen hat.
2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Der durchschnittliche Argentinier lebt auf einer Hazienda mitten in der Pampa."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!) 
Via spooks habe ich gesehen, dass auf spotify die ungekürzte Autorenlesung zum Buch Vom Mentalen her quasi Weltmeister von Horst Evers verfügbar ist. Das Buch steht jetzt nicht unbedingt auf meiner Summer Reading List '16, allerdings liegt es schon eine ganze Weile auf meinem SuB. Und auch die WM lässt noch gut zwei Jahre auf sich warten, und trotzdem wollte ich das Buch gerade jetzt vom Stapel ungelesener Bücher befreien, weil es einfach wahnsinnig komisch ist! Und Komisches kommt mir gerade recht, vor allem auf die Ohren :-) Bisher habe ich alle Bücher von Horst Evers gelesen, nur dieses hier und sein erster ernsthafter Krimi warten noch auf mich!


4. Hast du schon Blogs gelesen, bevor du selbst Blogger wurdest?
Ganz klar: ja! Allerdings blogge ich auch nicht erst seit gestern. Selbst wenn dieses Blog hier schon seit über drei Jahren besteht (hammerhart!), war ich vorher etliche Jahre als Privater Blogger auf LiveJournal unterwegs. Spaßeshalber habe ich gerade mal nachgeschaut, denn mein LJ-Account existiert noch (ich befülle nur nicht mehr). Ich blogge schon seit über acht Jahren. Whaaat? Okay, das finde ich selbst gerade richtig krass - also positiv gesehen. Flashback Leute, Flashback: so um 2008 entwickelte sich vor allem die Fashion- und Lifestyle-Blogger-Szene in Deutschland, welche ja heutzutage gar nicht mehr wegzudenken ist, und die ich sehr gerne verfolgt habe, weil es eben neu und originell war. Es gab nur relativ wenige Mädels, die dafür aber in ihrem Tun umso erfolgreicher waren. Einige von ihnen verfolge ich noch heute, beispielsweise Jasmin von Tea&Twigs oder Anna Frost. Buchblogtechnisch gab es zu dieser Zeit für mich nur Kossi, die ich auch heute noch sehr gerne verfolge. Die deutsche Buchblogszene kam meines Dünkens nach auch erst nach ihr so richtig ins Rollen. Bevor ich mich dann selbst dazu entschieden habe, publik zu gehen, habe ich vor allem Inkas Blog verfolgt und dabei ist es auch bis heute geblieben :-)


Wie schaut es bei euch aus? Seit wann lest ihr Blogs und seit wann mischt ihr selbst mit? Und überdies: Welches Buch begleitet euch in dieser Woche? Schreibt es mir in die Kommentare! :-)

Ich wünsche euch einen superguten Tag!