Ein paar Worte zu... Gavriel Savit - Anna und der Schwalbenmann

Einen wunderschönen guten Tag, ihr Lieben! 
Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, welches bereits seit Dezember bei mir verweilt. Das Literaturhaus Politycki&Partner war so freundlich mir Gavriel Savit's Anna und der Schwalbenmann aus dem cbt-Verlag zuzusenden. Offiziell erscheint das Buch morgen, am 29. Februar 2016. Doch bereits seit letzter Woche kann das Buch in vielerlei Buchhandlungen und Online-Portalen bestellt und erworben werden. Gleichzeitig gilt dieses Jugendbuch im Holocaust Historical Fiction-Bereich schon jetzt als die Herzensangelegenheit für das Jahr 2016. Ob ich das genauso sehe? Das könnt ihr nun erfahren, doch zunächst...
Krakau, 1939. Anna ist noch ein Kind, als die Deutschen ihren Vater mitnehmen, einen jüdischen Intellektuellen. Sie versteht nicht, warum. Sie versteht nur, dass sie allein zurückbleibt. Und dann trifft Anna den Schwalbenmann. Geheimnisvoll ist er, charismatisch und klug, und ebenso wie ihr Vater kann er faszinierend viele Sprachen sprechen. Er kann Vogellaute imitieren und eine Schwalbe für sie anlocken. Und er kann überleben – in einer Welt, in der plötzlich alles voller tödlicher Feindseligkeit zu sein scheint. Anna schließt sich dem Schwalbenmann an, lernt von ihm, wie man jenseits der Städte wandert, sich im Wald ernährt und verbirgt. Wie man dem Tod entkommt, um das Leben zu bewahren. Aber in einer Welt, die am Abgrund steht, kann alles gefährlich werden. Auch der Schwalbenmann.

Schnell und unweigerlich wird man in die Geschichte hineingeworfen. Anna befindet sich für wenige Stunden in der Obhut von Dr. Fuchsmann, einer der dieselbe Sprache spricht wie die Soldaten der Gestapo. Ihr Vater würde bald wieder kommen, er müsse in der polnischen Akademie zu einer Debatte - doch dem ist nicht so. Vom Hörsaal geht es ins Gefängnis, von da aus in ein Internierungslager. Zurück bleibt Anna, bei einem Mann, der die Sprache der Gestapo spricht. 
"Papa", sagte Anna, "warum lachen sie über diesen Mann?". Annas Vater antwortete nicht. Der Soldat drehte sich um. "Weil", sagte er, "dieser Mann kein Mann ist, Kleine. Er ist ein Jude." Anna erinnerte sich genau an diesen Satz, denn er veränderte ihre Welt. Sie hatte gedacht, sie wusste, was Sprache war, wie Sprache funktionierte, wie die Menschen verschiedene Wörter aus der Luft sogen, um damit Dinge einzufangen. Aber das hier war komplizierter." (S. 17f)
Um Schwierigkeiten aus dem Wege zu gehen, setzt Dr. Fuchsmann Anna auf die Straße. Hoffnungsvoll wartet sie weiter auf ihren geliebten Vater, doch er wird nicht kommen. Stattdessen erscheint der Schwalbenmann, eine kuriose Gestalt, die von Beginn an eine große Faszination auf Anna ausübt. Diese "Bewunderung" geht soweit, dass Anna dem Schwalbenmann nicht mehr von der Seite weicht, bis zum bitteren Ende. 
"Hör gut zu" sagte er und stieß erneut einen langsamen Seufzer aus. "Diese Welt von heute ist ein sehr, sehr gefährlicher Ort." Seine Stimme klang plötzlich kalt und abgemessen. (S. 49) 
Bücher aus dem Bereich Holocaust Historical Fiction sind durchaus keine leichte Kost, und so ist es auch bei Anna und der Schwalbenmann. Doch dieses Buch punktet vor allem dadurch, dass es versucht das greifbar zu machen, was für uns heute immernoch unbegreiflich scheint. Und zwar nicht einfach, indem es das wiederbelebt, was nicht in Vergessenheit geraten darf, sondern indem es sich dem Ganzen ja schon fast philosophisch annähert, transportiert durch die Figur des Schwalbenmannes. Es gibt kaum Zeilen, in denen kein Wort unbedacht gewählt wurde, kein Kapitel in dem es nicht tiefgründig zugeht. Denn immerhin sehen wir die Welt aus Anna's Sicht, aus der Sicht eines Kindes. Wie soll man einem unschuldigen Geschöpf all den plötzlichen Hass klar machen? Erzählte Bilder sind hier eine Möglichkeit, die der Schwalbenmann stets ergreift. 
"Sie sehen aus wie junge Männer, oder? Aber das sind sie nicht. Die, die von Westen kommen - sie sind Wölfe. Und die, die von Osten kommen, sind Bären. Sie verkleiden sich als junge Männer, weil sie sich als Menschen leichter an Orten der Menschen bewegen können, auf Straßen und in Städten. [...] Die Wölfe und Bären mögen keine Menschen, und wenn sie einen Grund finden, dir wehzutun, dann werden sie es tun. Sie sind hier, weil sie die Welt mit ihrer eigenen Art bevölkern wollen. Sie versuchen, sich so viel PLatz wie möglich zu schaffen, und das tun sie, indem sie die Menschen loswerden, und dazu kannst du jederzeit gehören." (S.86f)
Gleichzeitig sind Passagen wie diese so gut beschrieben, dass sie in Jugendlichen, denn für die ist ja dieses Buch vorrangig gemacht, keiner Ohnmacht nahe sind. Ich meine nicht, dass diese Textzeilen beschönigen würden, das tun sie nicht. Ganz im Gegenteil. Die Grausamkeiten dieser Zeit stehen immernoch in den Seiten, jedoch eben in anderer Weise transportiert. Berührend sind sie allemal und so manches Kapitel ließ mich mit offenem Munde zurück.   
"Deswegen sind wir hier. Es gibt einen Vogel in diesem Land, einen extrem seltenen Vogel, der sehr, sehr gefährdet ist. Es ist nur noch ein einziger seiner Art übrig. Und ich möchte ihn retten. Die Wölfe und die Bären wollen ihn auch unbedingt finden, weil er köstlich schmeckt und weil er der letzte ist, und sie glauben, wer ihn frisst, wird sehr, sehr stark." (S. 101)
Auch liest man dieses Buch mit einem stets wachsamen Gefühl, schön ist das nicht, doch zeigt es eben das, was Anna und der Schwalbenmann in dieser Zeit sein müssen: wachsam. Gavriel Savit hat es sowohl sprachlich als auch metaphorisch geschafft, dass ich mich äußerst gut in die Hauptfiguren einfinden konnte. All dies ließ mich emotional kein bisschen kalt. Ob dieses Buch auch in Hinblick auf Schule eine gute Lektüre wäre? Jein. Zwar sprechen viele ökonomische Aspekte (Schriftgröße, Aufmachung, Seitenanzahl) dafür, allerdings könnte das stetige Analysieren der philosophisch-geschriebenen Bilder bei den Schülerinnen und Schülern unserer Zeit massive Unlust erzeugen. Besser wäre wohl eine Einbettung einzelner Kapitel in den Unterricht, vielleicht sogar ein jenes, welches ich hier kurz zitiert habe. Ob das Buch für 14+ zu empfehlen wäre? Das hängt meiner Meinung nach ganz von der geistigen Reife der oder des 14. Jährigen ab. Wir haben es bei Anna und der Schwalbenmann nicht mit einer Mainstream-Lektüre zutun, das hier geht sehr viel tiefer. Würde ich die Geschichte generell empfehlen? Ganz klares Ja! 

Anna und der Schwalbenmann von Gavriel Savit hat in jedem Fall den Stempel Herzensangelegenheit/Herzensbuch 2016 verdient, alleine gegen das Vergessen! Sprachlich bewegt sich diese Geschichte auf unglaublich hohem Niveau, so wie ich es selten bei einem Jugendbuch dieses Genre's erlebt habe. Alle Achtung vor dem Autor und natürlich auch der Leistung der Übersetzerin Sophie Zeitz. Literatur über den Holocaust ist nicht für jeden etwas, dieses Buch schwimmt ganz klar gegen den derzeitigen literarischen Trend und das ist es, was dieses Buch so besonders macht! Fünf von fünf Sternen dafür.

An dieser Stelle nochmals vielen lieben Dank an das Literaturhaus Politycki&Partner sowie an den cbt/Randomhouse für das Zusenden dieses Leseexemplars! 
Hier findet ihr das Buch auch nochmal auf der Verlagsseite. Gavriel Savit ist hier offiziell zu finden. Außerdem verlinke ich euch hier auch nochmal eine top review aus The Guardian zum Buch! Mehr zum Literaturhaus Politycki&Partner könnt ihr hier erfahren.

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche, wir lesen uns hier am Dienstag wieder! 



 

Ein paar Worte zu... Ursula Poznanski - Saeculum

Einen wunderschönen guten Tag, meine Lieben! 
Letzten Freitag gab es mein eher enttäuschtes Fazit zu Ursula Poznanski's Layers. Mit Saeculum hingegen konnte mich die Autorin schon wieder mehr überzeugen. Denn das jugendbuchschreiberische Können wie schon in Erebos war für mich auch hier wiederzufinden. Aber zunächst... 
Fünf Tage im tiefsten Wald, die nächste Ortschaft kilometerweit entfernt, leben wie im Mittelalter – ohne Strom, ohne Handy –, normalerweise wäre das nichts für Bastian. Dass er dennoch mitmacht bei dieser Reise in die Vergangenheit, liegt einzig und allein an Sandra.
Als kurz vor der Abfahrt das Geheimnis um den Spielort gelüftet wird, fällt ein erster Schatten auf das Unternehmen: Das abgelegene Waldstück, in dem das Abenteuer stattfindet, soll verflucht sein. Was zunächst niemand ernst nimmt, scheint sich jedoch zu bewahrheiten, denn aus dem harmlosen Live-Rollenspiel wird plötzlich ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit. Liegt tatsächlich ein Fluch auf dem Wald?
Was mir in Layers insgesamt gefehlt hat und ich durch Erebos einfach gewohnt war, habe ich bei Saeculum definitiv wieder bekommen: ein ziemlich authentisches Szenario unter Jugendlichen! Alles beginnt auf einem regelmäßig stattfindenen Mittelaltermarkt. Der Medizinstudent Bastian bandelt mit der geheimnisvollen Sandra an - eins kommt zum nächsten und schon wohnt er einem zunächst spaßigen Ritual bei. Jährlich finden in Sandra's Clique sogenannte Reenactments statt, die volle Dröhnung Mittelalter in einem abgelegenen Wäldchen, schön weit weg von jeglichen Netzsystemen und vor allem der Zivilisation. 

Was erstmal völlig harmlos klingt, entwickelt sich doch recht bald zu einem perfiden Psychospiel, dem ich mich als Leser eigentlich null entziehen konnte. Ursula Poznanski nimmt die Leserschaft sprachlich und bildlich in ihre Klauen, das suggeriert sicherlich auch schon das baumknorrige Cover, welches ich überdies sehr gelungen finde. Mit Bastian wurde eine strukturierte männliche Hauptfigur geschaffen, die durch Scharfsinn überzeugt. Immerhin studiert der Junge Medizin, dem ist also durchaus Köpfchen zuzutrauen und das beweist er in Saeculum ständig. 

Doch dann geschehen merkwürdige Dinge in diesem Wald und wenn ein so analytischer Mensch wie Bastian seinem eigenen Verstand nicht mehr traut, kann ich ruhigen Gewissens sagen, dass Poznanski ihren Job außerordentlich gut gemacht hat - denn so wird die Leserschaft auch ständig in die Irre getrieben. Ist das jetzt noch real, oder sind der abergläubischen Doro (ebenfalls ein Teil der Clique) die angemischten Kräuter zu Kopf gestiegen? Ich fühlte mich beim Lesen ständig im Zwiespalt: Big Brother oder Blair Witch Projekt ... oder eine gute Mischung aus beidem? Die Kapitel im Buch waren für mich auf jeden Fall gänsehautlastig! 

Als es dann auch noch so weit kommt, dass die Jugendlichen ihren Lagerplatz aus mehreren Gründen verlassen müssen und eigentlich nur immer mehr in ihr Verderben rennen, war ich wirklich sehr gespannt, wie Ursula Poznanski denn das nun auflösen würde. Alles nur ein Aberglaube oder ist da tatsächlich ein Fluch am Werk? Das müsst ihr natürlich selbst lesen! Ich für meinen Teil kann aber sagen, dass ich solch eine Auflösung nicht erwartet hätte, obwohl die gänzlich schwarzen Seiten als Zwischenabschnitte im Buch doch direkt darauf hinarbeiten. Aber das habe ich nun erst im Nachhinein registriert und beim Lesen selbst vollkommen falsch zugeordnet. Ein feiner Schachzug!

Dennoch: bei all dem positiven Sog gibt es doch eine Kleinigkeit zu bekritteln. Ein nicht unwesentlicher Aspekt in der Geschichte war dann doch sehr vorhersehbar. Musste das so? Und auch die Auflösung war schon ... heftig! Aber die Jugendlichen gehen in Saeculum insgesamt unweigerlich an ihre Grenzen, so darf es im Nachhinein eigentlich nicht wundern, dass dann auch die Beweggründe grenzwertig sind. 

Ich habe Saeculum von Ursula Poznanski für einen guten Jugendbuch-Thrill mit vielen Irrungen und Wirrungen sowie Gänsehaut-Feeling insgesamt vier Sterne gegeben! Ich kann es euch in jedem Fall empfehlen und vergesst auch nicht, Erebos zu lesen :-) 
Hier findet ihr Saeculum auch nochmal auf der Verlagsseite. Außerdem ist Ursula Poznanski auch auf Facebook unterwegs. Auf Instagram ist sie ebenfalls sehr aktiv - für all jene die Bilder gerne mögen! Für die Klassiker unter euch: hier die offizielle Website der Autorin :-) 

Ich wünsche euch einen guten Start ins Wochenende! Wir lesen uns hier zu einer weiteren Rezension am Sonntag wieder :-) 

Gemeinsam lesen #56: Bettina Belitz - Diamantkrieger-Saga - Damirs Schwur

Hallöchen ihr Lieben! 
Auch im neuen Jahr weiterhin dabei - heute nehme ich bereits zum 56. Mal (und auch auf Empfehlung der lieben Inka von Lebensleseliebelust, die das wirklich sehr sehr fleißig auf ihrem Blog verfolgt!) an der Gemeinsam lesen-Aktion teil.  Asaviels Bücher-Allerlei, die Schöpferin dieses Projekts, hat zwar aufgehört, aber Schlunzenbücher hat das Projekt quasi adoptiert und führen es nun weiter. 

Bei Gemeinsam lesen handelt es sich um einen Currently Reading-Beitrag, der sich aus vier Fragen zusammensetzt. Drei davon sind immer die gleichen, ergänzend dazu gibt es dann nochmal eine sich stets variierende Frage. Eine schöne Sache, um ein paar Gedanken zum jeweiligen Buch zu teilen, sich über Bücher auszutauschen und vor allem um andere Blogs kennenzulernen! 

Und nun zu den Fragen für diese Woche:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese gerade Diamantkrieger-Saga - Damirs Schwur von Bettina Belitz und bin aktuell auf Seite 97

Darum geht's:
Die 17-jährige Sara hat ihre Seele an die Hydra verkauft – jene düstere Unterwelt, für die sie als Meisterdiebin arbeitet und wertvollen Diamantschmuck aus den Villen der Reichen stiehlt. Was mit den Diamanten geschieht, interessiert Sara nicht – bis der mysteriöse Damir in den Katakomben der Unterwelt auftaucht. Die beinah magische Anziehungskraft zwischen den beiden weckt in Sara übermenschliche Fähigkeiten, von denen sie bisher nichts ahnte. Die Fähigkeiten einer Diamantkriegerin. Ein gefährlicher Wandlungsprozess setzt ein, an dessen Ende Sara sich entscheiden muss, auf welcher Seite sie steht: auf der des Lichts oder des Schattens.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

""Es tut mir leid, Sara."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!) 
Dieses wunderhübsch aufgemachte Buch ist mein erstes von Bettina Belitz, obwohl Splitterherz noch auf meinen SuB liegt. Ich danke dem Verlag recht herzlich für das Zusenden dieses Rezi-Exemplars! Sehr auffällig ist diesmal tatsächlich der gute Schreibstil, der mich durch die Seiten begleitet - einerseits malerisch, andererseits wieder knallhart realistisch. So ganz konnte ich die Welt, in der die Geschichte um Sara spielt, noch nicht ausmachen und einordnen. Vieles spricht für ein hier und jetzt-Geschehen, andere Elemente sind wieder so fantastisch, dass es auch locker ein zukünftiges Szenario in einer anderen Welt sein könnte. Mir gefällt diese Mischung jedenfalls unglaublich gut und das Buch holt mich zumindest qualitativ aus meinem Mini-Lesetief. Zwar habe ich in diesem Monat viel gelesen, dennoch habe ich auch unendlich viele Bücher wieder beiseite gelegt, weil sie mich nur wenig an sich reißen konnten. Mein derzeitiger Currently Reading-Stapel zählt eigentlich fünf Bücher, so viel also dazu. 

4. Würdest du gerne mal in einer Buchhandlung übernachten und wie würdest du es dir vorstellen?

Ich rechne jetzt schon mit einem Aufschrei: Nein, ich würde nicht gerne in einer Buchhandlung übernachten, auch wenn ich mich unheimlich gerne in welchen aufhalte und nach neuen Büchern stöbere. Am liebsten schlafe ich jedoch in meinem Bett neben meinen eigenen Geschichten, die in meinen Bücherregalen auf mich warten und das sind nicht gerade wenig. Eine Nacht in einer Buchhandlung würde ja nur dazu führen, dass meine Wunschliste womöglich größer wird, und ich in andere Bücher reinlesen kann. Aber das kann ich ja tagsüber auch? Eine Nacht in einer Buchhandlung würde sich meiner Meinung nach nur lohnen, wenn es sich hierbei um eine besondere Buchhandlung handelt. So eine gibt es in Maastricht/Niederlande! Die sogenannte Dominicanenkerk ist eine zur Buchhandlung umgestaltete Kirche und sie zählt zu den schönsten Buchhandlungen dieser Welt.


Wie ist das bei euch? Würdet ihr gerne im Buchschlaraffenland übernachten? Und überdies: Was lest ihr gerade? Schreibt es mir in die Kommentare! 

Ich wünsche Euch einen wunderbaren Tag, wir lesen uns hier am Freitag wieder :-)

Ein paar Worte zu... Timur Vermes/Christoph Maria Herbst - Er ist wieder da (Hörbuch)

Einen wunderschönen guten Tag, meine Lieben!
Weiter geht es mit einer weiteren (Hör-)Buchmeinung, diesmal zu einem doch eher kritisch zu sehendem Hörbuch: Er ist wieder da von Timur Vermes eingesprochen von Comedian Christoph Maria Herbst. Mir hat das Hörbuch wirklich gut gefallen, aber zunächst...
Sommer 2011. Adolf Hitler erwacht auf einem leeren Grundstück in Berlin-Mitte. Ohne Krieg, ohne Partei, ohne Eva, im tiefsten Frieden, unter Tausenden von Ausländern. 66 Jahre nach seinem vermeintlichen Ende strandet er in der Gegenwart und startet gegen jegliche Wahrscheinlichkeit eine neue Karriere – im Fernsehen. Dieser Hitler ist keine Witzfigur und gerade deshalb erschreckend real. Und das Land, auf das er trifft, ist es auch: zynisch, hemmungslos erfolgsgeil und auch trotz Jahrzehnten deutscher Demokratie vollkommen chancenlos gegenüber dem Demagogen und der Sucht nach Quoten, Klicks und „Gefällt mir“-Buttons. Eine Persiflage? Eine Satire? Polit-Comedy?


Er ist wieder da ist womöglich eines der kontroversesten fiktionalen Romane zu jener Zeit. Darf Deutschland über Hitler lachen?, fragt sich so manch einer. Ist das nicht eine Verharmlosung des Holocaust? Nein, so meine ich. Mit Er ist wieder da ist Timur Vermes ein äußerst gutes Werk im Bereich der politischen Satire gelungen, welches nicht nur die historische Person Adolf Hitler so dermaßen durch den Kakao zieht, sodass sich der Leser/Zuhörer den Bauch vor Lachen halten kann und ihm im schlimmsten Fall auch in manchen Ansichten zustimmt. Und das ist der Punkt. Gleichsam wird nämlich auch starke Kritik an unserer heutigen Gesellschaft ausgeübt, sodass dieses Lachen, was uns eben noch die Bäuche halten ließ, uns nun unwohl aufstößt und vielleicht sogar im Halse stecken bleibt. Und man denkt sich: Nun bin ich selbst auf das Gequatsche hereingefallen! An dieser Stelle sei gesagt: Christoph Maria Herbst hat seinen Sprecherjob sehr gut gemacht.

"Chancenlos gegenüber dem Demagogen", so steht es im Klappentext - bezogen auf unser Jetzt und Hier könnte dieser Satz nicht treffender sein, denn so frage ich mich beim Einschalten der Nachrichten in letzter Zeit eigentlich ständig, wie taub und blind mancher Mensch wohl sein mag, woher all dieser Hass kommt und ob wir denn aus der Vergangenheit nichts gelernt haben?  Die Menschen in Er ist wieder da halten die Figur Adolf Hitler für nichts weiter als einen grandiosen Schauspieler. Und so schimpft er weiter seine Parolen, wie ein kleiner aufgeplusteter Rohrspatz und hat damit auch noch kommerziellen Erfolg, denn es sind die Menschen, die dem Ruf folgen. Die Aussage "Das was da vor über 70 Jahren geschehen ist, wird sich nicht wiederholen!" passt hierzu eigentlich ziemlich gut, denn diese Parolen sind aus heutiger Sicht, mit unserem guten Verstand (den unterstelle ich jetzt einfach mal meinen Lesern) ja eigentlich unglaublich lächerlich. Und gerade weil sie mit Leichtfertigkeit so hingenommen werden, weil so leichtfertig mit dem aktuellen politischen Diskurs in unserer Medienlandschaft umgegangen wird, ist diese Thematik nicht weniger gefährlich.

Mindestens regt Er ist wieder da zum Nachdenken an, doch dazu, und da stimme ich den Kritikern des Buches zu, braucht es auch das nötige historische Hintergrundwissen. Hat man dieses nicht, weiß man gewisse Ereignisse nicht einzuordnen, so wird man das Buch möglicherweise nicht als literarische Bereicherung  empfinden. Auch grenzt Er ist wieder da sehr wohl an Geschmacklosigkeit, damit muss man umgehen können. Aber so ist das eben immer mit Satire. Wer denkt, er hätte hier ein leichtes komödiantisches Buch vor sich, dem sei gesagt, dass es nicht so ist. Man muss schon hinter die Passagen und Phrasen blicken können, um erstens den Witz zu verstehen und um zweitens die eigentliche Kritik zu erkennen. 

Ich habe dem Buch insgesamt vier Sterne gegeben. Es ist grenzwertig und gleichzeitig veranschaulicht es einen langsamen Prozess, den wir auch aus Werken wie Die Welle von Morton Rhue oder Animal Farm von George Orwell kennen.
Hier findet ihr das Hörbuch auch nochmal auf der Verlagsseite. Ein Sprecherprofil zu Christoph Maria Herbst gibt es dort auch, er hat übrigens auch weitere Hörbücher eingesprochen. Er ist wieder da wurde auch verfilmt, allerdings sind die Kritiken hier weniger gut. 

Anmerkung: Die Kommentarfunktion ist für diesen Beitrag deaktiviert, da ich den ominösen "Ich bin kein Nazi, aber..."-Menschen auf meinem Blog keine Plattform bieten möchte :-)

Ich wünsche euch noch einen wunderbaren Tag, ihr Lieben! Wir lesen uns hier am Dienstag wieder :-) 

Ein paar Worte zu... Ursula Poznanski - Layers

Hallöchen meine Lieben! 
Die letzte Rezension ist schon wieder ein Weilchen her und ich schulde euch noch die eine oder andere Buchmeinung aus den vergangenen Lesemonaten. Aber aufgeschoben ist ja bekanntlich nicht aufgehoben, daher folgen nun erstmal ein paar Worte zu Layers von Ursula Poznanski! 
Seit Dorian von zu Hause abgehauen ist, schlägt er sich auf der Straße durch – und das eigentlich recht gut. Als er jedoch eines Morgens neben einem toten Obdachlosen aufwacht, der offensichtlich ermordet wurde, gerät Dorian in Panik, weil er sich an nichts erinnert: Hat er selbst etwas mit der Tat zu tun? In dieser Situation bietet ihm ein Fremder unverhofft Hilfe an und Dorian ergreift die Gelegenheit beim Schopf – denn das ist seine Chance, sich vor der Polizei zu verstecken. Der Unbekannte engagiert sich für Jugendliche in Not und bringt Dorian in eine Villa, wo er neue Kleidung, Essen und sogar Schulunterricht erhält. Doch umsonst ist nichts im Leben, das erfährt Dorian recht schnell. Die Gegenleistung, die von ihm erwartet wird, besteht im Verteilen geheimnisvoller Werbegeschenke – sehr aufwendig versiegelt. Und als Dorian ein solches Geschenk nach einem unerwarteten Zwischenfall behält, wird er von diesem Zeitpunkt an gnadenlos gejagt. 

Layers war mein zweites Buch von Ursula Poznanski und leider hatte ich mir ein bisschen mehr von der Geschichte erwartet. Nachdem mich Erebos wirklich positiv überrascht hat - denn Computerspiele sind eigentlich gar nicht so mein Thema - hatte ich doch recht hohe Erwartungen an Layers. Denn alleine der Titel verspricht es ja schon: Viele Schichten, hinter die es zu blicken gilt. 

Obdachlosigkeit, ein vermeindlicher Mord, ein attraktives Angebot, um sich vor der Polizei zu verstecken und ein fragwürdiges Geheimnis. Dies alles sind Elemente, die einen guten Thriller ausmachen und auch der flüssige Schreibstil sorgte dafür, dass ich mich sogleich in der Geschichte zurechtfinden konnte und mich die Grundthematik auch nicht ganz kalt ließ. Seid Bob, der Streuner tue ich mich wirklich sehr schwer, was Obdachlosigkeit angeht (lest die Bücher von James Bowen!). Und so ergriff mich auch die spezielle Lage von Dorian. Der emotionale Aspekt traf bei mir also voll ins Schwarze, mein Mitleidsgefühl war geweckt, weshalb ich das Buch auch erstmal eine Zeit lang auf dem Lesetisch liegen lassen musste. 

Doch irgendwann will man ja wissen wie es weiter geht und es geht definitiv rasant weiter. Von der bloßen Idee bis zur Umsetzung hat da sehr vieles sehr gut gepasst, für mich hakte es dennoch und zwar im Ende! Keine Angst, es folgt kein Spoiler, aber auch nach dem Lesen von Saeculum (die Rezension folgt noch) frage ich mich wirklich, wie es Frau Poznanski schafft, so ein beinahe magisches, science-fiction geladenes Bild zu bauen und es dann mit Rumsen und Kabummsen in die Gegenwart zu katapultieren? Gespickt mit einer schrecklich einfachen, normalen, gegenwärtigen Erklärung ... die meiner Meinung nach so null zu dem gigantischen Feuerwerk vorher passt? Für mich fühlte sich das Ende beim Lesen sehr sehr falsch an und ließ mich tatsächlich mit einem "Das war es jetzt?"-Gefühl zurück, obwohl vorher alles so stimmig war. Das Setting, die Sprache, die Idee, die interessante Figurenkonstellation ...

Sicherlich sind gegenwärtige Bezüge immer superklasse, gerade im Jugendbuch-Genre (und in Erebos hat es ja auch wunderbar gepasst). Aber hier war das  ganz ausnahmsweise nicht der Deckel zum Topf. Total schade, und nun kann ich auch die zwiegespaltenen Rezensionen nachvollziehen. Für mich ist Layers definitiv nicht das beste Buch von Ursula Poznanski und ich bin auch ein bisschen froh, dass ich die Elerias-Trilogie noch nicht gelesen habe, sonst wäre ich vermutlich dreimal so enttäuscht. Vielleicht habe ich es einfach nicht verstanden, die Schichten besser zu lesen.

Layers von Ursula Poznanski ist eine durchschnittlich gute Geschichte mit einer ausgeklügelten Idee und einem tollen Setting, nur das Ende hat mir die Story leider etwas madig gemacht und mich unzufrieden zurückgelassen. Ein Buch von Frau Poznanski was man lesen kann, was man aber nicht unbedingt sofort als erstes gelesen haben muss - vielleicht dann doch lieber erstmal Erebos oder die Elerias-Trilogie. Insgesamt habe ich drei Sterne vergeben. 
Hier findet ihr das Buch auch nochmal auf der Verlagsseite, außerdem ist Ursula Poznanski auch auf Facebook unterwegs. Auch auf Instagram ist sie sehr aktiv - für all jene die Bilder gerne mögen! Für die Klassiker unter euch: hier die offizielle Website der Autorin :-)
 
Ich wünsche euch einen wunderbaren Start ins Wochenende denn #hochdiehändewochenende ! Wir lesen uns hier am Sonntag zu einer weiteren Nachhol-Rezension wieder :-)

 

Gemeinsam lesen #55: Gabriella Engelmann - Goldmarie auf Wolke 7

Hallöchen ihr Lieben! 
Auch im neuen Jahr weiterhin dabei - heute nehme ich bereits zum 55. Mal (und auch auf Empfehlung der lieben Inka von Lebensleseliebelust, die das wirklich sehr sehr fleißig auf ihrem Blog verfolgt!) an der Gemeinsam lesen-Aktion teil.  Asaviels Bücher-Allerlei, die Schöpferin dieses Projekts, hat zwar aufgehört, aber Schlunzenbücher hat das Projekt quasi adoptiert und führen es nun weiter. 

Bei Gemeinsam lesen handelt es sich um einen Currently Reading-Beitrag, der sich aus vier Fragen zusammensetzt. Drei davon sind immer die gleichen, ergänzend dazu gibt es dann nochmal eine sich stets variierende Frage. Eine schöne Sache, um ein paar Gedanken zum jeweiligen Buch zu teilen, sich über Bücher auszutauschen und vor allem um andere Blogs kennenzulernen! 

Und nun zu den Fragen für diese Woche:
Buchcoverrechte unterliegen dem jeweiligen Verlag

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese gerade Goldmarie auf Wolke 7 von Gabriella Engelmann und bin, weil es ein eBook ist, aktuell bei 46%. 

Darum geht's:
Marie schwebt auf Wolke 7, als sie einen Job im Laden Traumzeit ergattert. Traumhaft ist vor allem auch der Ire Dylan, den sie dort kennen lernt. Dann geschehen plötzlich viele magische Dinge, die Marie sich nicht erklären kann. Die mysteriöse Nives spinnt ihre Schicksalsfäden und im Leben von Marie und ihrer Stiefschwester Lykke ist bald nichts mehr, wie es einmal war. 
(via Arena) 

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"'So, so, du hast heute also eine Verabredung mit einem jungen Mann, der dir offenbar gefällt, und anstatt einfach glücklich über diese Einladung zu sein, schlägst du dich nun mit Gewissensbissen herum.'" 

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!) 
Dies ist mein erstes Buch von Gabriella Engelmann und gleichzeitig handelt es sich hierbei um eine lockerleichte Adaption des Märchens Frau Holle. Kein SuB-Buch diesmal, aber es lachte mich in der Onleihe so an, und ich brauche derzeit einfach ein paar seelenstreichelnde Bücher. Mir gefällt es jedenfalls bisher richtig gut und es lässt sich durch den fließenden Schreibstil auch sehr zügig lesen. Es ist definitiv kein Buch, was ausschließlich nur zur Weihnachtszeit passt. Auch jetzt kann es einem die abendlichen Lesestunden noch versüßen! Die Rotkäppchen-Adaption Küss den Wolf habe ich mir ebenfalls bereits in der Onleihe vorgemerkt.


4. Man sympathisiert oder verschießt sich in Serien schnell in den Antagonisten, wie sieht es bei dir in Büchern aus? Bösewicht hui oder pfui?
Meist sind die Bösewichte ja eigentlich erst die interessanten Figuren in einem Buch/Film/Comic etc. pp., denn nichts ist spannender, als zu erfahren, wieso ein Bösewicht überhaupt zu einem geworden ist. Während der gute Held der Geschichte rüberkommt wie geleckt, hat ein Bösewicht so seine Ecken und Kanten, mögen sie auch noch so boshaft und teuflisch sein. Deshalb ein ganz klares HUI für den ultimativen Bösewicht, denn ohne ihn wären unsere Buchwelten nur halb so aufwühlend :-)


Wie ist das bei euch? Wo sind die Anhänger der Antagonisten? Und überdies: Was lest ihr gerade? Schreibt es mir in die Kommentare! 


Ich wünsche Euch einen wunderbaren Tag, wir lesen uns hier am Freitag wieder :-)

Buchige Neuzugänge im Januar 2016

Einen wunderschönen guten Tag, ihr Lieben!
Da habe ich im Neuzugänge-Post für den Dezember 2015 noch groß rumgetönt, dass ich ja ach so buchkauffrei bin und dann ... ja, dann kamen sie, die Mayersche Weiße Buchwochen, und der Buchoutlet winkte auch noch fröhlich mit irgendwelchen Sonderangeboten und dann entlud sich auch noch ständig der Akku meines kleinen Tolino. Von den Aktionsangeboten von amazon reden wir später... kurzum, es waren wieder sehr viele Bücher, die hier im Januar einzogen! 
Veit Etzold begegnete mir in den letzten Wochen vermehrt auf anderen Blogs, sodass ich da nun doch unbedingt mal in die Bücher reinschnuppern möchte. Hugh Howey's Silo habe ich einige Male bei der lieben Mona von KleineMonii gesehen und es bei den Weißen Buchwochen für schlappe 2,50€ einsacken können, als Hardcover, wuhu! Jennifer L. Armentrout's Dämonentochter hingegen war ein typischer Fehlkauf in einem Habenhabenhaben-Moment, denn es ist der zweite Band dieser Reihe. Aber alles nur halb so schlimm: In der Onleihe gibt es den ersten Band zum Buch. Schande über mein Haupt, aber ich habe Der kleine Prinz noch nie gelesen, also durfte auch dieses kleine Büchlein bei den Weißen Buchwochen bei mir einziehen. ehr gefreut habe ich mich über Die Ankunft von Ally Condie, denn es war ja mein Vorhaben während der Buchschnäppchen-Wochen einige Reihen zu vervollständigen. Das ist mir dann auch bei der Mayerschen gelungen! 

J. Lynn's Wait for You habe ich bei der lieben Franzi von aefkays-world-of-books gewonnen, nochmals vielen lieben Dank! Und dann gab es noch ein paar Schnäppchen bei amazon. Hollys Manuskript habe ich bei einer lieben Bloggerkollegin erblickt und ich fand den Inhalt der Kurzgeschichte so spannend, dass das eBook bei mir einziehen durfte. Günstig gab es auch den ersten Teil der Abnormen-Reihe von Marcus Sakey. Auch wenn ich Eleanor&Park immernoch nicht gelesen habe, konnte ich ach beim eBook-Schnapper Fangirl von Rainbow Rowell nicht wegsehen.

Auch einziehen durfte ein neuer Tolino. Denn mein jetziger Tolino hat seit einigen Wochen die feine Angewohnheit sich innerhalb kürzester Zeit einfach zu entladen. Zuhause in der Nähe einer funktionierenden Steckdose ist das alles okay, aber unterwegs? Die Garantie ist natürlich bereits rum, wie das dann mit technischen Geräten so ist. Gerne hätte ich diesen Kauf noch etwas vor mir hergeschoben, aber ich lese auch unglaublich viel auf dem Weg zur Schule und meine Schultasche hat nicht immer Platz für einen dicken Wälzer - Probleme eines Buchliebhabers! 


Mir wäre es ja ein großes Anliegen, wenn ich nun bis zur Buchmesse tatsächlich keine neuen Bücher kaufen würde, die Aktionswochen enden gottseidank auch. Ich erwarte lediglich noch ein Rezensionsexemplar. Nun muss es wieder verstärkt an den SuB rangehen!

Welche Bücher durften denn bei euch in den letzten Wochen einziehen? Und auf welche Neuerscheinungen freut ihr euch? Schreibt es mir in die Kommentare :-)

Habt einen wunderbaren Sonntag/Valentinstag! Wir lesen uns hier am Dienstag wieder.

12 von 12 im Februar 2016



Hallöchen, meine Lieben! 
Wie bereits in meinem buchigen Jahresrückblick berichtet, folgt heute schon der zweite Beitrag zum Fotoprojekt 12 von 12. Neues Jahr, neue Projekte und so! Gern angeschaut habe ich mir das Ganze bei der lieben Karo von momentaufnahmen. An jedem 12. eines Monats wird eben genau dieser Tag bildhaft dokumentiert und abends in 12 Bildern (deshalb 12 von 12) auf dem Blog präsentiert. Was das soll? Spaß machen natürlich! Weitere Informationen findet ihr auf dem Blog Draußen nur Kännchen. Und nun folgt... 
Nachdem das letzte 12 von 12 aus Krankheitsgründen ja eher weniger spektakulär war, kommt heute ein typischer Freitag. Das ist nämlich einer der Ref-Tage, an dem ich nicht in aller Herrgott's Frühe aufstehen muss. Und ja, es geht noch sehr viel früher als 6.40Uhr, haha. 
Unter der Woche esse ich morgens immer Porridge! Einige Zeit lang hatte ich da eine Mischung von Alnatura, jetzt rühre ich morgens selbst die Haferflocken an.  
MySpace-Zeiten lassen grüßen, aber ich finde, dass zum heutigen 12 von 12 ruhig mal ein OOTD drin ist, haha!
Auf dem Weg in die Schule den Geistesblitz gehabt: heute ist Release-Day des neuen Albums von Bosse! #endlichwiedertanzen
Der Freitag war diesmal etwas länger, denn wir Refis haben heute unseren eigenen (Smartboard-)Raum bekommen. Die Stuhlreihen mussten der Sitzordnung angepasst werden und die Böden und Tafeln wurden gefegt und gewischt. 
Um 17Uhr endlich zuhause angekommen, ging es auch gleich wieder los, denn mir wurden Blumen geschickt! 
Auf dem Weg...
Sind die nicht SCHÖN? Ich freue mich sehr!
Irgendwie wollte ich eigentlich noch Sport machen, aber die Jogginghose und die Kuschelsocken haben eindeutig gewonnen. 
Am Schreibtisch sitze ich dennoch ein Weilchen, ein Elternbrief muss noch formuliert werden.
So und nun noch ein Gute Nacht-Tee und ...
... Charmed auf Netflix US suchten!

An dieser Stelle vielen lieben Dank für euer Feedback zum letzten 12 von 12. Ich wünsche euch eine gute Nacht, ihr Raketen! 


Hier findet ihr übrigens alle Teilnehmer des heutigen 12 von 12 :-) Habt einen schönen Abend, wir lesen uns hier am Sonntag wieder!

Gemeinsam lesen #54: Ally Condie - Die Auswahl / Sabaa Tahir - Elias&Laia

Hallöchen ihr Lieben! 
Auch im neuen Jahr weiterhin dabei - heute nehme ich bereits zum 54. Mal (und auch auf Empfehlung der lieben Inka von Lebensleseliebelust, die das wirklich sehr sehr fleißig auf ihrem Blog verfolgt!) an der Gemeinsam lesen-Aktion teil.  Asaviels Bücher-Allerlei, die Schöpferin dieses Projekts, hat zwar aufgehört, aber Schlunzenbücher hat das Projekt quasi adoptiert und führen es nun weiter. 

Bei Gemeinsam lesen handelt es sich um einen Currently Reading-Beitrag, der sich aus vier Fragen zusammensetzt. Drei davon sind immer die gleichen, ergänzend dazu gibt es dann nochmal eine sich stets variierende Frage. Eine schöne Sache, um ein paar Gedanken zum jeweiligen Buch zu teilen, sich über Bücher auszutauschen und vor allem um andere Blogs kennenzulernen! 

Und nun zu den Fragen für diese Woche:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese noch immer Die Auswahl (Matched #1) von Ally Condie und bin mittlerweile auf Seite 232.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Der Aufstieg ist schon fast zu leicht." 

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!) 
Ganz recht, bereits letzte Woche habe ich euch dieses Buch vor die Nase gehalten. Das hat vor allem den Grund, dass ich wegen einer etwas aufwändigeren UB-Planung so gar nicht zum genussvollen Lesen kam. Doch nun steht alles, die Abfrage-Smiley's wurden heute Nacht auch noch fertig gebastelt und der UB findet morgen statt, sodass ich spätestens dann wieder einigermaßen beim Lesen entspannen kann und nicht panisch aufschrecke, weil mir noch irgendwas zur Nilüberschwemmung zu Zeiten des Alten Ägyptens einfällt. Aber ich hatte ja bereits zu Beginn des Jahres gesagt, dass mein Lesejahr vor allem eben wegen solcher Ereignisse eher an zweiter Stelle steht, von daher ist es schon okay. Zum Buch selbst kann ich eine Woche später nun aber sagen, dass es mir wirklich sehr gut gefällt, auch wenn es weniger actionlastig, dafür aber sehr wortgewaltig ist. Ich bin gespannt, ob mich das Ende überrascht und ob ich dann gleich zum zweiten Band greife!

Außerdem habe ich das Hörbuch
zu Elias&Laia von Sabaa Tahir angefangen, kann aber mal so gar nicht mit den Synchronstimmen. Besonders die Stimme von Laia kreischt ganz fürchterlich in den Ohren - grausig. Mal schauen, ob ich dieses Hörbuch noch beende, Spaß macht es jedenfalls nicht, es zu hören. 


4. Kommst / Kamst du über die Karnevalstage viel zum Lesen, oder hast du lieber eine Runde gefeiert? :)
Diese Frage habe ich ja bereits teilweise schon in Frage 3 beantwortet. Zwar gab es zum Karneval auch schulfrei, aber den Spruch "Lehrer haben immer frei" kann ich nach diesem intensiv-langen Schreibtischwochenende wahrhaftig nicht bestätigen :-) Ein Glässchen Wein (oder auch zwei) und ein netter Sonntagsspaziergang durfte(n) es aber trotzdem sein, haha! 


Wie ist das bei euch? Sind hier richtige hardcore Karnevalisten unter euch? Und überdies: Was lest ihr gerade? Schreibt es mir in die Kommentare!