Ein paar Worte zu... Wolfgang Haupt - Salziges Blut

Hallöchen, ihr Lieben :) 
Vor einiger Zeit teilte ich bei Facebook ein Gewinnspiel, organisiert von den Autoren Anna Herzig und Wolfgang Haupt. Gewinnen konnte man ihre neuesten Bücher Er & Sie. Anatomie einer Liebe (Anna Herzig) sowie Salziges Blut (Wolfgang Haupt). Letzteres wurde mir dann freundlicherweise und ganz überraschend als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Warum ich Salziges Blut von Wolfgang Haupt vor allem ganz bestimmten Lesern empfehle, könnt ihr in dieser Rezension nachlesen, aber zunächst...
Der Personenschützer Felix Horvat bekommt einen Anruf: Seine beste Freundin und Polizistin Andrea hat ein mit Säure verätztes Opfer am Tatort vorgefunden, auf dessen Handrücken dieselbe tätowierte 5 zu erkennen ist, die auch Felix trägt. Felix war früher in einer Jugendgang und scheinbar hat es jemand auf die ehemaligen Mitglieder abgesehen. Er ermittelt auf eigene Faust und wird von den Geistern seiner Vergangenheit heimgesucht. Als Felix‘ Familie ins Visier der Verbrecher gerät, muss er sich an den Einzigen wenden, der jetzt noch helfen kann: Darius, alter Freund, gefährlicher Junkie und selbst Träger einer 5. Gemeinsam mit Andrea kommt sie einer hochexplosiven Mischung aus Drogengeschäften, Ex-Militärs und Verrat auf die Spur …
Prinzipiell muss ich sagen, dass das Buch wirklich kein schlechtes ist, die guten Kritiken sind durchaus gerechtfertigt, aber ich bin womöglich einfach nicht die richtige Zielgruppe dafür! Ungewöhnlich für einen Thriller, so finde ich, war schon der Prolog, denn der wird aus Sicht eines Pferdes erzählt. Gepaart mit einem doch recht komplexen Erzählstil brauchte es für mich doch seine Zeit, bis ich mich im Buch zurecht finden konnte. 

Leider machten es mir die jeweiligen Buchfiguren nicht leichter. Auch wenn der Protagonist Felix Hovert eigentlich der Vorzeigetyp wäre, was dunkle Vergangenheit und extreme Verschlossenheit angeht, war er für mich jemand, mit dem ich mich nur sehr wenig identifizieren konnte. Das ging mir übrigens mit den anderen Figuren im weiteren Verlauf der Geschichte ebenso - vielleicht war das ja Absicht des Autors? All die Unnahbarkeit und Härte, die Felix' Charakter ausmachen und auch im Verhalten der anderen Charaktere verflochten sind, war mir persönlich jedenfalls schon fast zu unnahbar und zu hart. Ich konnte damit ungefähr genauso wenig anfangen, wie mit Vin Diesel in irgendwelchen Action-Filmen. Was natürlich nicht heißt, dass Vin Diesel ein schlechter Schauspieler ist, oder aber Wolfgang Haupt ein schlechter Autor. 

Ganz im Gegenteil, nur habe ich eben keinen Zugang zur Geschichte gefunden. Was mir ebenfalls Schwierigkeiten bereitet hat, war die Thematisierung des Balkankrieges. Ich habe mich (leider) nie damit auseinander gesetzt und war bis zu diesem Buch auch noch nicht mit dieser Angelegenheit konfrontiert gewesen. Für mich waren lediglich die Stellen wieder gänzlich klar und auch spannend geschrieben, in denen Opa Werner über die Nachkriegszeit erzählte und klare politische Positionen bezog, sich aber trotzdem dem Multikulti innerhalb der Jugendgruppe, in der auch Felix Horvat Mitglied war, öffnete. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Salziges Blut für all jene ein spannender Thriller ist, wenn er oder sie denn auch Hintergrundwissen zum Balkankrieg hat oder besonders starkes Interesse eben genau dafür hegt. 

Da meine Lesezeit derzeit ja sowieso eher begrenzt ist und man für dieses Buch durchaus auch eine gewisse Konzentration braucht, um all die roten Fäden zu verstehen, blieb bei meinem Lesen leider zu viel auf der Strecke. Hatte ich erstmal ein Kapitel beendet und musste den Lesefluss unterbrechen, hat es mich beim nächsten Leseansatz unglaublich viel Zeit gekostet, um wieder einen festen Stand in der Geschichte zu bekommen. Vielleicht hätte ich das Buch zu einem ruhigeren Zeitpunkt lesen sollen, um mich vollends darauf einzulassen. So ging mir jedenfalls auch der AHA!-Effekt der Geschichte flöten. Total schade. 

Salziges Blut von Wolfgang Haupt und ich haben zu diesem Zeitpunkt einfach nicht sehr gut miteinander harmoniert. Vom Buchkauf abraten möchte ich dennoch nicht! Denn es hat durchaus etwas sehr positives, wenn mit dem Grad des komplexen Erzählstils gespielt wird, und konzentrierts Lesen ist nur in den seltensten Fällen schlecht. Vielleicht interessiert die Grundthematik ja den ein oder anderen von euch, denn insgesamt schneidet das Buch in den Kritiken sehr gut ab und ist bei dem richtigen Leser bestimmt auch sehr gut aufgehoben ;-) 
Hier findet ihr Salziges Blut auch nochmal auf der Verlagsseite. Wolfgang Haupt hat auch eine Facebook-Page, schaut da gerne mal vorbei! Interesse am Buch? Das eBook gibt es beispielsweise bei snapload.Und wer es in Print lieber mag, der klicke bitte Hier :-)


Ich wünsche euch einen schönen Abend, wir lesen uns hier morgen zum gemeinsamen Lesen wieder :-) 


Ein Tag in Venlo - Impressionen

 
Einen wunderschönen ersten Advent, ihr Lieben! 
Wer Märkte mag, wird Venlo lieben - mit diesem Wissen machten die Lieblingsmitbewohnerin und ich uns letztes Wochenende auf den Weg in die niederländische Provinz Limburg, welche an NRW grenzt. Venlo ist eine Stadt dieser Provinz, die vor allem im Ruhrgebiet als Einkaufsort sehr beliebt ist. Jeden Samstag findet auf dem Venloer Nolenspein ein Großmarkt statt. Es gilt: nimm so viel mit, wie in deinen Gefrierschrank passt! Aber auch sonst ist Venlo wirklich ein schickes 100.000-Seelenstädtchen mit ganz entzückenden Gassen und Häusern.  
Vom Parkplatz direkt an der Maas geht es in wenigen Schritten in die schnuckelige Innenstadt Venlos. Dort ist es zu dieser Jahreszeit auch schon gemütlich-weihnachtlich dekoriert. In den Morgenstunden geht es noch gemächlich auf den Gassen zu. Aber sobald der Gong Markt-Zeit schlägt, strömen die Touristen nur so ein. Auf jeden Fall sollte man Halt im Warenhaus Die 2 Brüder von Venlo machen. 
Zwar hat sich seit dem stetigen Abbau der Grenzen ein Preisvorteil stark verringert, günstigen Kaffee, Tee oder Blumen bekommt man hier aber immernoch! Drei Riesenorchideen für 10 läppsche Euronen sind da nur eines von vielen Beispielen. Da kann man schonmal ruhig ein wenig eskalieren. Noch viel spannender ist nur der eigentliche Wochenmarkt! 
Massig Brot, Käse, Fleisch- und Fischwaren werden hier verkauft, die Obst- und Gemüsehändler geizen nicht mit ihren Mischbeuteln. Da kann man schon leicht schwach werden und sich dafür verfluchen, kein Kühlhaus bei sich zuhause stehen zu haben. Nebst Esswaren werden aber auch Kleider, Schmuck und Stoffe angeboten. Ganz große Auswahl auf gefühlt kilometer langen Tische, alles zu kleinen Preisen. Die Lieblingsmitbewohnerin war jedenfalls im Stoffhimmel ;-) 
Auch sehr praktisch: direkt am Ende des Nolenspein befindet sich eine Action-Filiale, ein Non Food-Discounter, der vor allem in Sachen Haushalt, Dekoration und Büromaterial punkten kann. Für die Schule habe ich mich dort mit einer kompletten Materialbox eingedeckt. Stifte, Kleber, bunte Pappe (in unterschiedlichen Formen und Größen), Kreide, Stempel, Schnellhefter, Bastelzubehör und Vertretungsmaterial sowie natürlich auch eine Aufbewahrungsbox. Ich habe für alles nette 18,03€ bezahlt. In Deutschland wäre ich vermutlich in einem normalen Schreibwarenladen mindestens drei Mal so viel los geworden. Die gute Nachricht für alle Bürobedarf-Liebhaber: Action siedelt so nach und nach auch immer mehr in Deutschland an.
Die besten Pommes der Stadt gibt es beim Koala-Express in der Geldersepoort 19, das Geschäft ist gar nicht zu übersehen und die Pommes sind megalecker, vor allem aber erst wegen der guten Mayo!
Richtig gut brunchen kann man übrigens im Restaurant Cafe Central, das liegt direkt am Markt vor dem Venloer Rathaus. Aber nicht nur essenstechnisch gibt es in Venlo viel zu entdecken, auch ein bisschen Sightseeing kann sich lohnen. So findet man in den Straßen nebst schöner Architektur auch ganz putzige Bücher-Antiquariate oder aber einen echten britischen Warenladen! 

Unbedingt besuchen sollte man auch die Martinikerk! Und Fahrrad fahren ist in den Niederlanden natürlich ein Muss.  
Insgesamt ist Venlo in der niederländischen Provinz Limburg einen Tagesausflug mehr als wert, vor allem weil wir nicht nur so viel Essen für so wenig Geld mitgenommen haben, sondern auch jede Menge neuer Eindrücke bei bestem Wetter genießen konnten! Wahrscheinlich ist nur die limburgische Hauptstadt Maastricht schöner. Die wird in jedem Fall auch noch besucht und ganz oben auf der Liste steht nun sowieso erstmal Amsterdam :-) 

Ich hoffe, euch haben die Eindrücke aus Venlo gefallen. Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche! Wir lesen uns hier schon morgen wieder :-) 

Ein paar Worte zur... Judith Merchant-Lesung im Bonner Thalia im Metropol

Einen wunderschönen guten Abend, ihr Lieben! 
Gestern ergab es sich mehr oder weniger spontan, dass ich am späten Nachmittag doch noch nach Bonn gefahren bin, um mir die Lesung der Regio-Autorin Judith Merchant anzusehen. Diese fand im wunderwunderwunderschönen Bonner Thalia-Metropol statt (oder Metropol-Thalia?), ein ehemaliges Art-Déco-Kino zu Zeiten der Weimarer Republik. Die Buchhandlung erstreckt sich in diesem prunkvollen Gebäude über ganze vier Etagen und ist alleine wegen des schicken Innenlebens auf jeden Fall mal einen Besuch wert (hier geht es zu weiteren Bildern). Die Lesung selbst fand im Kuppelsaal des Gebäudes statt, ebenfalls eine wunderschöne Location! 
Hier stellte Judith Merchant gestern einstündig ihren neuen Kriminalroman Rapunzelgrab vor (sie war schon öfters zu Gast im Bonner Thalia), der dritte Band ihrer Rheinkrimi-Reihe und der erste, der sich nun nichtmehr mit sagenumwobenden Geschichten beschäftigt, sondern ein Märchen aufgreift. Mir wurde das Buch ja im September freundlicherweise vom Droemer Knaur-Verlag zugesandt, sodass ich die Autorin da erstmals so richtig auf dem Schirm hatte. 

Darum geht es in Rapunzelgrab: 
Ein Märchenmord! Das ist Kriminalhauptkommissar Jan Seidels erster Gedanke, als er zum Tatort nach Rheinbach gerufen wird. Am Fuße des verwunschenen Hexenturms liegt eine Frauenleiche mit langen blonden Zöpfen. Bald stellt sich heraus, dass das Opfer an einer rätselhaften Krankheit litt: dem Rapunzelsyndrom. Die Ermittlungen führen zu einem Zirkel von Schriftstellern, die einiges zu verbergen haben. Und zu einem Roman, der besser nie geschrieben worden wäre.

Leider habe ich es bisher noch nicht geschafft, das Buch zu lesen, dennoch hat mir die gestrige Lesung so sehr gefallen, dass ich nun sicherlich in naher Zeit dazu greifen werde! Die Autorin mit den feurroten Haaren legte gleich flott los und las in einer theaterähnlichen Kulisse die ersten Seiten aus Rapunzelgrab. Schon da ist mir Merchants Vorlesestil sehr positiv aufgefallen, im Stimmen imitieren ist sie jedenfalls sehr talentiert. Die Vorlese-Sequenzen waren insgesamt angenehm kurz, dazwischen erzählte die Autorin einzelne Anekdoten zur Entstehung des Krimis. 
So kommen ihr Buchideen beispielsweise beim Bahnfahren, wenn man ganz ungeniert Leute beobachten und ihren Gesprächen lauschen kann. Bei einer Bahnfahrt fiel ihr eine Frau auf, die sehr langes Haar hatte, allerdings auch einige kahle Stellen darunter, die sie scheinbar mit Edding ausmalte. Daraufhin warf Judith Merchant die google-Kiste an und stieß auf die Impulsstörung Trichotillomanie (Menschen, die sich absichtlich ihre Körperhaare ausreißen) - die Idee für Rapunzelgrab war geboren. 

Nicht neu, aber doch immer wieder besonders, ist auch die Idee des Buches im Buch. So rechnet Rapunzelgrab auch ordentlich mit der Buchbranche an sich ab, geht es doch nebst einem ominösen Schriftstellerzirkel auch um einen ganz speziellen Autoren namens  Niklas Schreck - ob der Nachname wohl absichtlich so gewählt wurde? Vorstellbar ist es jedenfalls, da der Kriminalroman auch sonst nicht mit gutem Zynismus, schwarzem Humor und jeder Menge Sarkasmus geizt. 
Laut Judith Merchant kann Rapunzelgrab durchaus auch unabhängig von den Vorgänger-Bänden Nibelungen-Mord und Loreley singt nicht mehr  gelesen werden, bei Gefallen könne man ja auch zu den ersten beiden Teilen greifen. Neue Projekte sind derzeit zwar geplant, aber so richtig möchte sich Merchant noch nicht festlegen, ob ein weiterer Teil der Rheinkrimis folgt oder der Fokus nun auf einen Einzelband gelegt werden solle. Ich bin jedenfalls sehr gespannt und freue mich nun über ein weiteres signiertes Büchlein in meinem Regal. Vielleicht konnte ich ja auch einige von euch auf Judith Merchant aufmerksam machen :-)

Hier findet ihr Rapunzelgrab nochmal auf der Verlagsseite. Darüber hinaus nochmal ein besonderer Dank an die Thalia-Buchhandlung in Bonn, insbesondere an die Mitarbeiter, die dort wirklich unglaublich nett, witzig und zuvorkommend sind :-) 

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend und ein erholsames Wochenende! 

Gemeinsam lesen #45: Victoria Scott - Salz&Stein

Hallöchen ihr Lieben! 
Neues Jahr, neue Challenges und Projekte - heute nehme ich schon zum 45. Mal (und auch auf Empfehlung der lieben Inka von Lebensleseliebelust, die das wirklich sehr sehr fleißig auf ihrem Blog verfolgt!) an der Gemeinsam lesen-Aktion teil.  Asaviels Bücher-Allerlei, die Schöpferin dieses Projekts, hat zwar aufgehört, aber Schlunzenbücher hat das Projekt quasi adoptiert und führen es nun weiter. 

Bei Gemeinsam lesen handelt es sich um einen Currently Reading-Beitrag, der sich aus vier Fragen zusammensetzt. Drei davon sind immer die gleichen, ergänzend dazu gibt es dann nochmal eine sich stets variierende Frage. Eine schöne Sache, um ein paar Gedanken zum jeweiligen Buch zu teilen, sich über Bücher auszutauschen und vor allem um andere Blogs kennenzulernen! 

Und nun zu den Fragen für diese Woche:


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese gerade Salz & Stein von Victoria Scott und bin aktuell, weil es ein eBook ist, bei 25%

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Ich erzähle Harper die ganze Geschichte."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!) 

Ich war ja seit Feuer & Flut der festen Überzeugung, dass es sich hierbei um den Beginn einer Trilogie handeln würde. Gestern wurde ich bei Instagram und danachiger Recherche eines Besseren belehrt. Feuer & Flut und Salz & Stein bleiben eine Dilogie! Das finde ich ja schon fast schade (und das, obwohl ich ja eigentlich eine Verfechterin dieser ganzen Endlos-Reihen bin), denn der zweite Band, oder vielmehr Tella geht mir mit ihren Schwärmereien irgendwie etwas auf die Nerven - es wäre so ein typisches Buchsandwich-Phänomen. Was mich im ersten Band schon störte, wird gnadenlos fortgeführt und noch weiter ausgereizt. Da ich aber noch relativ am Anfang der Geschichte bin, hoffe ich, dass sich der Mittelteil, beziehungsweise das Finale dafür prächtig entwickelt. Da schwärmen ja bereits jetzt schon einige :-) Zur Rezension von Feuer&Flut geht es übrigens hier entlang!

4. Wie würdest du mit den Charakteren deiner aktuellen Lektüre zurecht kommen, wenn diese plötzlich real wären und wie würden deine Freunde sie aufnehmen?
Mit Tella würde ich höchstwahrscheinlich weniger gut zurecht kommen, wobei man hier auch zwischen der Band-Eins-Tella und Band-Zwei-Tella unterscheiden muss. Letztere geht derzeit jedenfalls gar nicht. Mit den Pandoras hingegen geht schon sehr viel mehr - ich möchte bitte auch so ein fuchsiges Dingsbumstierchen haben!


Wie ist das bei euch? Plötzlich lebendig gewordene Buchcharaktere, wie wäre es? Und überdies: was liest Du gerade? Schreibt es mir in die Kommentare! 

P.S. Ich weiß, ich bin derzeit eine ganz schrecklich-unzuverlässige Buchbloggerin. Ich hoffe, ich habe am Donnerstagnachmittag ein bis zwei Stunden Zeit, um hier mal wieder rumzuwerkeln, immerhin wartet auch noch eine Rezension darauf, fertig geschrieben zu werden. Derzeit gestaltet sich mein Tag ungefähr so: Unterrichten an sich (was super ist!), Unterricht planen und abends wie eine Tote ins Bett fallen, haha! Und am vergangenen Wochenende hat mich die Lieblingsmitbewohnerin besucht. Nebst Bücher-Outlet-Eskalation (Neuzugänge-Post folgt!) waren wir auch im wunderschönen Venlo, ein kleines Städtchen in den Niederlanden - wollt ihr einen Städtebericht dazu haben? Und natürlich ging es am Samstagabend auch in Mockingjay II. Habt ihr den Film schon gesehen? Wie hat er euch gefallen? So jetzt aber genug mit dem Privaten Schnack :-) 

Ich wünsche Euch einen wahnsinnig schönen Tag! 

Gemeinsam lesen #44: Mehrgleisiges Lesen/Hören

Hallöchen ihr Lieben! 
Neues Jahr, neue Challenges und Projekte - heute nehme ich schon zum 44. Mal (und auch auf Empfehlung der lieben Inka von Lebensleseliebelust, die das wirklich sehr sehr fleißig auf ihrem Blog verfolgt!) an der Gemeinsam lesen-Aktion teil.  Asaviels Bücher-Allerlei, die Schöpferin dieses Projekts, hat zwar aufgehört, aber Schlunzenbücher hat das Projekt quasi adoptiert und führen es nun weiter. 

Bei Gemeinsam lesen handelt es sich um einen Currently Reading-Beitrag, der sich aus vier Fragen zusammensetzt. Drei davon sind immer die gleichen, ergänzend dazu gibt es dann nochmal eine sich stets variierende Frage. Eine schöne Sache, um ein paar Gedanken zum jeweiligen Buch zu teilen, sich über Bücher auszutauschen und vor allem um andere Blogs kennenzulernen! 

Und nun zu den Fragen für diese Woche:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese gerade Salziges Blut von Wolfgang Haupt und bin da aktuell, weil es ein eBook ist, bei 44%. Außerdem lese ich immer wieder ein bis zwei Kapitel in Mein neues Leben als Mensch von Jan Weiler (aktueller Stand: Seite 46). Und beim Abwaschen höre ich gerade Er ist wieder da von Timur Vermes und gesprochen von Christoph Maria Herbst und befinde mich derweil nicht mehr bei Kapitel 26, sondern schon bei Kapitel 31 (von 72 Kapiteln)

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Salziges Blut: "Felix ist einen halben Millimeter vor dem Filter, als das Handy einen Piepton ausspuckt: Mach auf, ich steh vor deiner Tür."

Mein neues Leben als Mensch: "Gestern ist mir ein Ei explodiert, heute krümelt mein Mixer." (das könnte auch ein Zitat aus meinem Leben sein, haha!)

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!) 

Ich bin mal wieder mehrgleisig unterwegs. Morgens im Zug lese ich Salziges Blut, abends im Bett dann ein paar Seiten in Mein neues Leben als Mensch und beim Abwaschen und Wäsche zusammen legen, oder generell Aufräumen darf dann Christoph Maria Herbst ran. Bei Salziges Blut habe ich immer wieder Schwierigkeiten, mich in der Geschichte zurecht zu finden, wobei das gar nichtmal so sehr an der Schreibe Wolfgang Haupt's selbst liegt, sondern vielmehr an dem Buchsatz, den mein Tolino da ausspuckt. Der ist bei normaler Verlagseinstellung nämlich schon sehr knapp und eng bemessen, sodass ich beim Lesen immer wieder stocke. Das ist leider für den Lesefluss doch ein bisschen schade. 

Mein neues Leben als Mensch beschert mir derzeit die abendlichen Lacher. Ich liebe Jan Weiler, genauso wie Horst Evers ... wobei, vielleicht mag ich den Weiler sogar ein bisschen lieber. Er ist wieder da von Timur Vermes ist ebenso böse witzig, ist aber womöglich auch nicht unbedingt jedermanns/jederfraus Geschmack, vor allem im Hinblick der doch recht ernsten Thematik. Da müsst ihr bestenfalls einfach mal selbst reinhören oder reinlesen. 

4. Warst du schon jemals oder bist du aktuell in einen Buchcharakter verliebt?
Sind wir alle nicht schonmal einem Buchcharakter begegnet, der all die Ideale in sich vereint, die wir als erstrebenswert empfinden? Für mich hat das ja weniger etwas mit Verliebtsein zutun, sondern eher mit einer besonderen Art von Identifikation zu eben jener Buchfigur, weil die sich eben mit meinen Vorstellungen deckt. Was ich dann im Umkehrschluss natürlich ganz besonders toll finde (ohne Frage lässt sich ein Buch natürlich mehr genießen), allerdings bleibt der Teenager Rumhüpf Bookcrush Heiße Wangen-Effekt dann doch eher aus ;-) Bei Buchverfilmungen ist das dann schon wieder etwas ganz anderes, da ist die Liste lang und länger, haha. Ryan Gosling in The Notebook beispielsweise - ohja!


Wie ist das bei euch? Habt ihr sogenannte bookcrushes? Und überdies: was liest Du gerade? Schreibt es mir in die Kommentare! 

Ich wünsche Euch einen wahnsinnig schönen Tag! 

Ein paar Worte zu... Annika Bühnemann - Liebe ist Vertrauen (Novelle)

Einen wunderschönen Sonntag, ihr Lieben! 
Bereits mehrmals in dieser Woche auf meinem Blog und sämtlichen social media-Seiten gesichtet und heute kommt dann auch gleich die Rezension zu Liebe ist Vertrauen von Annika Bühnemann. Ein weihnachtliches eShort, beziehungsweise eine weihnachtliche Novelle, mit der ihr auch ganz nebenbei noch etwas Gutes tun könnt. Aber erstmal...
Von “Frohen Weihnachten” ist Carolin weit entfernt. Nicht nur, dass sie bis zum Hals in Schulden steckt – sie verliebt sich zudem in Raphael, den charmanten Assistenten ihres Auftraggebers, obwohl sie den Männern abgeschworen hat. Doch Raphael verschweigt ihr etwas, das Caros Vertrauen zu erschüttern droht.

Ich hatte es bereits im letzten Gemeinsam lesen-Post erwähnt: ich bin jetzt nicht unbedingt die absolute ChickLit-Leserin und Liebesromane sind definitiv kein Must Read bei mir, aber ab und an empfinde ich diese Bücher dann doch als sehr erfrischend, vor allem wenn man wochenlang in einem anderen Genre gewohnt hat. Vor dem Hintergrund dessen, dass ich einfach total gerne Annika Bühnemann's Blogartikel Vom Schreiben leben lese und ihren YT-Kanal gespannt verfolge, bin ich dann auf ihre Charity-Aktion #LiV gestoßen. Dies meint, dass alle zwischen dem 7. November 2015 bis 17. November 2015 generierten Einnahmen aus dem Verkauf von Liebe ist Vertrauen zu 100% an eine Elterninitiative krebskranker Kinder in Oldenburg gespendet werden. Da hier natürlich ein paar Euronen zusammen kommen sollen und ich sowieso auf der Suche nach einer Weihnachtsgeschichte war, wanderte die Kurznovelle postwendend auf dem eReader und ich bin positiv überrascht, wie gut mir Liebe ist Vertrauen mir dann doch gefallen hat. 

Die Geschichte wird aus Sicht der selbstständigen Caro erzählt. Ungewöhnlich hierbei war für mich nun nicht unbedingt Caro's Selbstständigkeit an sich, sondern dass sie es in einem Beruf ist, der ja meist von Männern dominiert wird - nämlich als Malerin. Sofort stellte ich mir eine ziemlich toughe Frau vor, die nur leider mit argen Geldproblemen zu kämpfen hat, denn selbstständig zu sein ist schließlich immer mit einem gewissen finanziellen Risiko verbunden. Liebestechnisch ist Caro auch eher von Enttäuschungen geprägt, weshalb tatsächlich alles gerade nicht so einfach ist. Trotzdem: Caro lässt sich nicht unterkriegen und ich war beim Lesen doch sehr erleichtert, dass das Problem zwar explizit benannt wurde, ein nicht enden wollendes Jammern darüber aber gottseidank ausblieb. 

Caro macht eben weiter und zieht überdies einen recht lokrativen Job bei einem reichen Unternehmer an Land, bei dem sie zufällig auch den selbsternannten Hausmeister Raphael kennen lernt. Ein gewiefter Typ Mann, dem Caro nicht gänzlich widerstehen kann, obwohl sie sich eigentlich geschworen hat, die Männergeschichten erstmal unter den Tisch zu kehren. Gerade die Passagen der beiden Figuren empfand ich als besonders gelungen, da sie nur so vor Situationskomik übersprudeln, ganz viel Wortwitz inklusive, der durch eine saloppe, nicht ganz so ernste Schreibweise unterstützt wird. 

Natürlich kann man bei einer Novelle von 82 Seiten nun keinen sensationellen Tiefgang erwarten. Die Geschichte in Liebe ist Vertrauen ist daher ohne Frage kurzweilig und man ahnt dann doch relativ schnell, worauf das Ganze hinaus läuft. Ich finde aber, dass Annika Bühnemann diesen Verlauf sehr souverän beschrieben hat, auch wenn das Ende mir persönlich ein bisschen zu abrupt war - aber es ist eben auch nur eine Kurznovelle. Gut unterhalten hat sie mich aber dennoch, deshalb gebe ich Annika Bühnemann's Liebe ist Vertrauen vier von fünf Sternen und kann definitiv eine Kaufempfehlung an all jene aussprechen, die Fans von ChickLit oder aber auf der Suche nach kurzweiliger Abwechslung sind. Überdies gibt es im Nachwort jede Menge Leseproben der anderen Bücher, die Annika Bühnemann geschrieben hat und ich persönlich habe schon Auf die Freundschaft ins Auge gefasst.
Hier verlinke ich euch nochmal das Buch auf amazon mit dem Hinweis, dass Liebe ist Vertrauen momentan sogar für nur 0,99 Euronen zu haben ist. Außerdem ist LiV Teil der Antologie Hoffnung - Vertrauen - Vergebung, eine eShortsammlung der Autorinnen Annika Bühnemann, Sarah Saxx und Frieda Lamberti (das Buch verlinke ich euch hier). Hier geht es nochmal zur offiziellen Website der Autorin und auch bei Facebook ist Annika immer fleißig unterwegs. Hier geht es zum YouTube-Kanal und hier zur Inspirationsseite Vom Schreiben leben (nicht nur für angehende Autoren hilfreich!). 

Ich wünsche euch einen entspannten Sonntagnachmittag und einen guten Start in die neue Woche! Wir lesen uns hier am Dienstag wieder :-)

Ein paar Worte zu... Julia Adrian - Die Dreizehnte Fee. Erwachen (#1)

Einen wunderschönen guten Tag, meine Lieben!
Überall stark im Gespräch und äußerst gehyped: Julia Adrian's Die Dreizehnte Fee - Erwachen (#1). Ich ließ mich ebenfalls vom Hype anstecken und ja, auch das Cover hat mich zum eBook-Kauf bewegt. Aber wie das manchmal mit gehypten Büchern und Coverkäufen so ist: letztlich sollte ja doch nur der Inhalt überzeugen und das war bei mir leider Fehlanzeige. Aber erst einmal... 
Ich bin nicht Schneewittchen. Ich bin die böse Königin. Für tausend Jahre schlief die Dreizehnte Fee den Dornröschenschlaf, jetzt ist sie wach und sinnt auf Rache. Eine tödliche Jagd beginnt, die nur einer überleben kann. Gemeinsam mit dem geheimnisvollen Hexenjäger erkundet sie eine Welt, die ihr fremd geworden ist. Und sie lernt, dass es mehr gibt als den Wunsch nach Vergeltung. »Kennst du das Märchen von Hänsel und Gretel?«, frage ich flüsternd. Er braucht mir nicht zu antworten, er weiß, dass nicht alle Märchen wahr sind. Nicht ganz zumindest. Es gibt keine Happy Ends, es gab sie nie. Für keine von uns.

Ich war wirklich positiv gestimmt, was die Geschichte angeht und war auch in Hinblick auf die Genre-Wahl Sagen&Märchen sehr gespannt, was Julia Adrian sich da hat einfallen, doch leider wurden meine Erwartungen an Die Dreizehnte Fee so gar nicht erfüllt. Rückblickend betrachtet frage ich mich tatsächlich, ob wir alle dasselbe Buch gelesen haben, denn ich weiß noch immer nicht, warum man dieses Buch nun lieben sollte? Recht unspektakulär startet die Geschichte mit der Dreizehnten Fee, die aus ihrem Schlaf erwacht, plötzlich an ihrer Seite ein Lustmolch namens Hexenjäger und alles steht im Zeichen der Rache. Die Antwort auf das Warum? muss mir irgendwie entgangen sein. 

Was folgt sind verschiedenartig veränderte bekannte Märchen: Die sieben Zwerge, Hänsel und Gretel, natürlich Dornröschen sowie auch Die Schneekönigin. Lustigerweise erinnerte mich letzteres immer wieder eher an Disney's Die Eiskönigin... nur eben ohne Olaf. Aber mit pikanten Erotikszenen. Ein Olaf wäre mir da aber eindeutig lieber gewesen, Entfremdung hin oder her. Nicht nur, dass ich Julia Adrian diese "Alles muss düster sein"-Schreibe nicht abgenommen habe, ging mir das eingebaute Young Adult-Erotik-Dingsbums gehörig gegen den Strich - ich habe ja mit allem gerechnet, aber nicht damit. Bei der Erotik blieb es allerdings nicht. Die Dreizehnte Fee steckte daraufhin ja dann auch noch in einem Liebes-Rache-Wirrwarr, was mir ebenso schleierhaft war. Hin und her gerissen zwischen spätpubertärer Teenager-Verliebtheit und dem Drang nach Vergeltung soll dann ja laut Klappentext eine tödliche Jagd beginnen. Auch das kann ich für mich einfach nicht bestätigen. 

Der Schreibstil ist wunderbar detailliert und oft auch sehr poetisch, keine Frage, aber mir persönlich fehlte es an vielen Stellen, gerade in Hinblick auf das Genre Sagen&Märchen, an Dynamik! Alles plätscherte vermeindlich düster vor sich hin und es plätscherte und plätscherte... Auch die Figuren selbst konnten es nicht gerade reißen. Diese blieben für mich sehr unnahbar und blass, ja fast schon unantastbar. Das kann ja in vielen Geschichten auch gar nicht so schlecht sein, vor allem wenn noch weitere Bände folgen. Ich habe jedoch die ganze Zeit darauf gewartet, endlich anbeißen zu können. Dass mich einfach irgendwas so richtig packt und nicht mehr loslässt. Das gewisse Etwas eben. Dialoge und Handlungen erschlossen sich mir an vielen Stellen ebenso wenig. Ich hatte auch gerade bei den Gesprächen immer das Gefühl, dass alle doch nur aneinander vorbeireden und kein gesagtes Wort auf das andere aufbaut. Was vermutlich Tiefe suggerieren sollte, war für mich einfach ein Kratzen an der Oberfläche und ich war tatsächlich froh, und das hatte ich auch schon lange nicht mehr, dass ich dieses eBook dann beenden konnte. 

Leider ist das Buch für mich ein absoluter Flop, geschuldet vor allem der Young Adult-Elemente und dem nicht ersichtlichen roten Faden. Eine tödliche Jagd stelle ich mir persönlich einfach anders vor und auch die Charaktere wahren mir einfach sehr fern. So schön die Cover dieser Reihe doch sind, ich werde die Folgebände von Die Dreizehnte Fee von Julia Adrian nicht weiterfolgen und kann leider nur zwei Sterne für die Aufmachung (im eBook selbst gab es noch schöne Illustrationen) und dem Schreibstil an sich geben. Schade, aber das war wirklich nicht Meins.
Hier findet ihr das Buch auch nochmal bei neobooks. Mir hat das Buch zwar nicht gefallen, aber dafür der lieben Alex, ihre Rezension verlinke ich einmal hier. Hier geht es zum Folgeband Entzaubert. Und hier könnt ihr die offizielle Website von Julia Adrian besuchen

 Ich wünsche euch ein wunderbares Wochenende, macht es hübsch und wir lesen uns hier am Sonntag wieder :-)

Gemeinsam lesen #43: Annika Bühnemann - Liebe ist Vertrauen

Hallöchen ihr Lieben! 
Neues Jahr, neue Challenges und Projekte - heute nehme ich schon zum 43. Mal (und auch auf Empfehlung der lieben Inka von Lebensleseliebelust, die das wirklich sehr sehr fleißig auf ihrem Blog verfolgt!) an der Gemeinsam lesen-Aktion teil.  Asaviels Bücher-Allerlei, die Schöpferin dieses Projekts, hat zwar aufgehört, aber Schlunzenbücher hat das Projekt quasi adoptiert und führen es nun weiter. 

Bei Gemeinsam lesen handelt es sich um einen Currently Reading-Beitrag, der sich aus vier Fragen zusammensetzt. Drei davon sind immer die gleichen, ergänzend dazu gibt es dann nochmal eine sich stets variierende Frage. Eine schöne Sache, um ein paar Gedanken zum jeweiligen Buch zu teilen, sich über Bücher auszutauschen und vor allem um andere Blogs kennenzulernen! 

Und nun zu den Fragen für diese Woche:
1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese gerade Liebe ist Vertrauen von Annika Bühnemann und bin aktuell, weil es ein eBook ist, bei 43%

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Ich hatte nie einen Kater, wenn ich feiern war und am nächsten Tag aufwachte."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!) 

Ich bin ja eigentlich nicht so die Chick-Lit-Leserin, aber ich liebe Annika Bühnemann! Sie hat eine ganz tolle, motivierende Website (Vom Schreiben leben) und ich schaue mir auch sehr sehr gerne ihre YT-Videos an. Letzte Woche rereleaste sie ihre Weihnachtsnovelle Liebe ist Vertrauen. Dazu hielt sie auch eine sympathische Live-Lesung (die verlinke ich euch mal hier). Das Besondere an dieser Novelle ist nun, oder eher das Besondere an Annika Bühnemann, dass alle zwischen dem 7. November 2015 bis 17. November 2015 generierten Einnahmen aus dem Verkauf von Liebe ist Vertrauen zu 100% an eine Elterninitiative krebskranker Kinder in Oldenburg gespendet werden. Und da sollen ja auch einige Euronen zusammen kommen, daher auch meine Bitte: wenn ihr Chick-Lit mögt oder auf der Suche nach einer kleinen, leichten Weihnachtsgeschichte seid und überdies auch noch günstige 1,99€ erübrigen könnt, dann klickt euch zu amazon und kauft das eBook für einen guten Zweck (oder verschenkt es)! Es lässt sich auch ganz angenehm lesen und ist eine kleine lockerflockige Lektüre für Zwischendurch, ich genieße sie zumindest zu diesem Zeitpunkt sehr :-)

4. Wählst du bestimmte Bücher abhängig von der Jahreszeit aus?
Nein. Ich kann auch im Winter ein Sommerbuch lesen oder im Sommer einen blutrünstig kalten Thriller. Und wenn mir jetzt nach Osterhasen zumute ist, dann würde mich der Herbst keinesfalls daran hindern, solch ein Buch auch zu lesen und umgekehrt. Für dieses Jahr hatte ich mir lediglich überlegt einen Buchadventskalender zu lesen. Wenn dieser dann weihnachtlich angehaucht ist, breche ich mir aber auch kein Bein, nur weil es dann zufällig in die Jahreszeit passt ;-)


Wie ist das bei euch? Lest ihr saisonal? Und überdies: was liest Du gerade? Schreibt es mir in die Kommentare! 

Ich wünsche Euch einen wahnsinnig schönen Tag! 

Buchige Neuzugänge der letzten Wochen (Okt. und Nov. '15)

Einen wunderschönen Sonntagabend, ihr Lieben! 
Trotz Umzug sind hier in den letzten Tagen so einige neue Bücher eingezogen. Ich weiß auch nicht, wie ich das immer hinkriege und ich freue mich ja auch immer über neue Bücher. Aber wenn ich mir meinen wachsenden SuB ansehe und meine derzeitige Lesegeschwindigkeit, dann habe ich schon etwas Mitleid mit meinen Schätzen, die teilweise schon Monate und Jahre darauf warten, gelesen zu werden. Eine SuB-Sanktion ist im neuen Jahr wirklich mehr als fällig!

Aber erstmal zu den Neuzugängen: 
Während es bei den Printbüchern noch verhältnismäßig wenig neue Errungenschaften waren, durfte auf dem eReader dann schon ein bisschen mehr einziehen. 
Buchcoverrechte unterliegen dem jeweiligen Verlag/Autor

sowie 
Einige dieser Bücher habe ich ja bereits angelesen. Gerade auf Silber #3 habe ich mich sehr gefreut, dann blieb es leider liegen und nun sind die Buchmeinungen teilweise so unterirdisch kritisch, dass ich mich gar nicht traue, weiterzulesen, aus Angst vor einer finalen Enttäuschung. Laura Newman's Another Day In Paradise wurde meinerseits ebenfalls heiß erwartet, aber auch hier brauche ich irgendwie den richtigen Lesemoment derzeit. Zur Beruhigung: Die Kritiken fallen hier wesentlich besser aus, als bei Kerstin Gier! Ganz unverhofft hingegen war das Leseexemplar zu Salziges Blut von Wolfgang Haupt - nochmals vielen lieben Dank dafür und ja, auch das muss ich noch immer lesen, aber ich freue mich auch schon sehr darauf. Arg gehyped und stark bei mir gefloppt ist Die Dreizehnte Fee von Julia Adrian. Leider hat das so gar nicht meinen Geschmack getroffen und ich war wirklich froh, als ich das eBook heute morgen beenden konnte. Was mir nicht gefallen hat und welche Erwartungen ich eigentlich hatte, erzähle ich euch dann in einigen Worten am kommenden Freitag. 
 
Das bringt mich nun zu einem kleinen Buchtipp für den guten Zweck: Ich bin ja eigentlich nicht so die Chick-Lit-Leserin, aber ich liebe Annika Bühnemann! Sie hat eine ganz tolle, motivierende Website (Vom Schreiben leben) und ich schaue mir auch sehr sehr gerne ihre YT-Videos an. Letzte Woche rereleaste sie ihre Weihnachtsnovelle Liebe ist Vertrauen. Dazu hielt sie auch eine sympathische Live-Lesung (die verlinke ich euch mal hier). Das Besondere an dieser Novelle ist nun, oder eher das Besondere an Annika Bühnemann, dass alle zwischen dem 7. November 2015 bis 17. November 2015 generierten Einnahmen aus dem Verkauf von Liebe ist Vertrauen zu 100% an eine Elterninitiative krebskranker Kinder in Oldenburg gespendet werden. Und da sollen ja auch einige Euronen zusammen kommen, daher auch meine Bitte: wenn ihr Chick-Lit mögt oder auf der Suche nach einer kleinen, leichten Weihnachtsgeschichte seid und überdies auch noch günstige 1,99€ erübrigen könnt, dann klickt euch zu amazon und kauft das eBook für einen guten Zweck (oder verschenkt es)! 
 
Insgesamt sind also wieder sieben neue Bücher hier eingezogen, wobei zwei von diesem Stapel schon wieder weggelesen wurden. Und trotzdem hält sich mein SuB bei 69 Büchern. Ich bin ja schon froh, dass er den Grenzbereich 70 noch nicht übersprungen hat, aber ich kann bei der wenigen Lesezeit derzeit auch nichtmal mehr dafür garantieren - ohje! Ich nehme mir dennoch weiterhin vor, wie ein Weltmeister zu lesen und werde mir überdies schonmal in den kommenden Wochen überlegen, wie ich da im neuen Jahr verfahren will. Weitere neue Bücher sollten in den kommenden Wochen erstmal nicht einziehen, zumindest gibt es neben Laura Newman's Jonah (erscheint wohl an Nikolaus) kein Buch, was ich ganz dringend unbedingt jetzt haben muss. Aber man soll den Tag ja bekanntlich nicht vor dem Abend loben, haha!  

Welche Bücher durften denn bei euch in den letzten Wochen einziehen und was sagt euer SuB-Stand derzeit? Auf welche Neuerscheinungen freut ihr euch im November/Dezember und was steht noch auf eurem to-buy-Zettel? Schreibt es mir in die Kommentare :-)
 
Ich wünsche euch noch einen schönen Abend und einen guten Start in die kommende Woche! Wir lesen uns hier am Dienstag wieder :-) 

Ein paar Worte zur... Michael Tsokos-Lesung in Dortmund

Einen wunderschönen guten Tag, ihr Lieben! 
Am Mittwochabend ging es für mich nach Dortmund zur Michael Tsokos-Lesung in der Mayerschen Buchhandlung. Michael Tsokos ist wahrscheinlich der deutsche Rechtsmediziner schlechthin. Ein richtiger Macher mit einer ausgesprochen gut gefüllten Vita. Rechtsmedizin, verschiedene leitende Positionen, Danksagungen durch die Bundesrepublik Deutschland, regelmäßige Kolumnen, Fernsehmoderationen... ja, selbst neben Jan Josef-Liefers durfte Tsokos mal eine Rolle in einer TV-Produktion für das ZDF spielen (das würde Tsokos übrigens nicht nochmal machen, haha!). Den Thriller-Fans ist er womöglich vor allem durch das Buch Abgeschnitten ein Begriff, welches in Zusammenarbeit mit Sebastian Fitzek entstanden ist. Aber bereits vorher hat Michael Tsokos mehrere Sachbücher auf den Markt gebracht (Deutschland misshandelt seine Kinder beispielsweise und überdies eine Buchempfehlung!). Am 1. Oktober 2015 erschien nun der erste True-Crime-Thriller Zerschunden aus seiner Feder (in Zusammenarbeit mit Andreas Gössling), aus dem er am vergangenen Mittwochabend unterhaltsam las. 

Darum geht es: 
Ein Serienkiller, der europaweit in der Nähe von Flughäfen zuschlägt. Er ist schnell, er ist unberechenbar, und er ist nicht zu fassen. Seine Opfer: Alleinstehende Frauen, auf deren Körper er seine ganz persönliche Signatur hinterlässt. Ein Fall für Rechtsmediziner Fred Abel vom Bundeskriminalamt, der plötzlich tiefer in den Fall involviert ist, als er möchte. Denn der Hauptverdächtige ist ein alter Freund, dessen kleine Tochter im Sterben liegt.

Ich habe mir das Buch Zerschunden erst am Tag der Lesung gekauft, ich wusste also noch nicht, was mich erwarten wird und dennoch kann ich hier gleich sagen: so eine Tsokos-Lesung lohnt sich auf jeden Fall, ist aber nichts für zarte Gemüter ;-) Und hier sei auch gesagt, dass ich ja schon auf vielen Lesungen war und wirklich kein Lesungs-Ei dem Anderen gleicht. Sarah Kuttner tritt mit Hündchen auf, Kerstin Gier bringt Rasierschaum-Ken mit und Sebastian Fitzek spielt mit den Gästen Fitzek versenken. Michael Tsokos hingegen setzt auf ein audiovisuelles Leseerlebnis. 
Mit Leinwand, Beamer und Laptop im Schlepptau näherten wir uns der Geschichte um den Rechtsmediziner Fred Abel, Buchtrailer inklusive. Der Clue bei dieser ganzen True-Crime-Sache? Der Fall beruht auf einer wahren Begebenheit, den Fall hat es wirklich so gegeben, und auch viele Dialoge sind nicht nur pure Fiktion. Auch die Schauorte sind real und so kamen wir Zuhörer und Zuschauer zwischen gelesenen Seiten auch in den "Genuss" echter Tatortbilder. In Zeiten von The Walking Dead sollte eigentlich nichts mehr schockieren, aber die Bildern taten es dennoch, weil es sich hier eben um die pure, nackte Realität handelte. Natürlich wurden die Bilder so ausgewählt, dass man sich tatsächlich der breiten Öffentlichkeit zeigen kann und trotzdem gewinnt man ein völlig anderes Verständnis davon, was Kriminalisten und Rechtsmediziner tagtäglich zu Gesicht bekommen.
Aber es sollte auch um die Arbeit der Rechtsmedizin allgemein gehen, Tsokos' Spezialgebiet. Und wo taucht die Rechtsmedizin besonders spektakulär auf? Natürlich im Fernsehen. Criminal Minds, CSI Miami, Sleepy Hollow ... Zu sehen bekamen wir eine Bandbreite von Clips, die szenisch ganz toll und unterhaltsam aufbereitet waren, aber - so Tsokos - an der Realität meist natürlich hart vorbeischlittern. Diese Art von Aufklärung erfolgte aber stets mit einem Augenzwinkern und ein paar lustigen Kommentaren, die Lacher waren da jedenfalls ganz klar auf Tsokos' Seite.
In Zerschunden finden sich zudem auch einige autobiographische Inhalte des Autors wieder, so zum Beispiel Freundschaften aus Bundeswehr-Zeiten, die natürlich auch bebildert wurden. Tsokos' Kommentar zum Bild unten:"Da war ich auch noch 30kg leichter!", und aus dem Publikum ertönte "Süß!", was dem Autor dann doch ein wenig schmeichelte. 
Rundum eine tolle und interessante Lesung in Sachen Rechtsmedizin, wenngleich für meinen Geschmack ein bisschen zu viel aus dem Buch vorgelesen wurde. Ich freue mich trotzdem auf den True-Crime-Thriller Zerschunden und kann euch eine Lesung mit Michael Tsokos gerade wegen des multimedialen Einsatzes und den interessanten Hintergründen nur wärmstens empfehlen! 
Für Tsokos/Fitzek-Fans: eine weitere Zusammenarbeit mit Sebastian Fitzek ist geplant, auch eine Idee gibt es schon, aber die beiden finden nie einen passenden Termin zur Umsetzung ;-) Ob sich Tsokos auch weiterhin den Thrillern widmet? Ganz klar: Ja! Zersetzt, der zweite Band aus dieser True-Crime-Thriller-Reihe, hat bereits ein Cover und einen Klappentext und wird vorraussichtlich am 1. April 2016 erscheinen (wieder in Zusammenarbeit mit Andreas Gössling).

Ich hoffe, euch hat dieser Einblick gefallen und ich wünsche euch ein tolles Wochenende, wir lesen uns hier am Sonntag wieder!