Gemeinsam lesen #25

Hallöchen ihr Lieben! 
Neues Jahr, neue Challenges und Projekte - heute nehme ich zum 25. Mal (und auch auf Empfehlung der lieben Inka von Lebensleseliebelust, die das wirklich sehr sehr fleißig auf ihrem Blog verfolgt!) an der Gemeinsam lesen-Aktion teil.  Asaviels Bücher-Allerlei, die Schöpferin dieses Projekts, hat zwar aufgehört, aber Schlunzenbücher hat das Projekt quasi adoptiert und führen es nun weiter. 

Bei Gemeinsam lesen handelt es sich um einen Currently Reading-Beitrag, der sich aus vier Fragen zusammensetzt. Drei davon sind immer die gleichen, ergänzend dazu gibt es dann nochmal eine sich stets variierende Frage. Eine schöne Sache, um ein paar Gedanken zum jeweiligen Buch zu teilen, sich über Bücher auszutauschen und vor allem um andere Blogs kennenzulernen! 

Und nun zu den Fragen für diese Woche: 
1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Mein letztes Buch für diesen Monat ist Eoin Colfers Artemis Fowl und ich bin aktuell bei 191 Seiten, also fast fertig.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Butler rannte die Treppe hinunter, vier Stufen auf einmal nehmend."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)
Dieses Buch und drei weitere Bände der Reihe habe ich mal per Glücksgriff auf Facebook reserviert! Oder sollte ich sagen Glücksklick? Ein Mädchen hat ihre Buchsammlung aufgelöst und sie bei Verschenk's Erfurt reingestellt. Viele, viele Bücher in einem tadellosen Zustand. Keine Leserillen, kein Raucherhaushalt, die Bücher sind nach wie vor wie neu! Und dafür wollte sie keinen Cent, dafür gab es aber trotzdem einiges an Schokolade von mir :-) Daran muss ich nun immer denken, wenn ich die Bücher zur Hand nehme. Ansonsten finde ich die Geschichte um Artemis Fowl sehr spannend erzählt, man wird sofort ins Geschehen reingeworfen. Lustigerweise fühle ich mich bei Artemis immer an einige meiner Schüler erinnert, da sind auch ein paar zwölfjährige Schlitzöhrchen dabei ;-) Außerdem bin ich schon ganz wild darauf, dass Symbol-Rätsel welches sich durch das gesamte Buch zieht, zu lösen.

4. Was macht für euch eine gute Rezension aus? Was darf in keiner Rezi fehlen und was sollte auf keinen Fall rein?
Puh, eine schwierige Frage, die womöglich jeder anders beantworten wird, alleine schon wegen des Faktums "gut". Was ist denn das Maß aller Dinge für "gut"? Ich freue mich ja bei Rezensionen immer darauf, wenn die Schreiber auch ihre Emotionen beim Lesen Preis geben. Wenn du also geflennt hast, wie ein Hundebaby, dann möchte ich das gerne wissen, haha! Ich denke auch, dass das ein ausschlaggebender Punkt ist, den viele unterschreiben, denn wenn ein Schreiber genau beschreiben kann, was mit ihm beim Lesen passierte, wie es ihm dabei erging etc., und mich all dies überzeugt, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass ich das Buch auch unbedingt lesen will. Ein großer Streitpunkt hingegen ist die Spoiler-Frage: Wie viel Inhalt preisgeben ist okay? Ich gehe da mit den Schreibern mit, die sagen, dass man manche Dinge eben erwähnen muss, damit sie eine Rezension untermauern. "Mir hat das Buch gut gefallen!", reicht da nicht aus. "Ich habe sehr viel gelacht!", gibt jetzt auch nicht sehr viel her. Nur um mal ein paar Beispiele zu nennen. Hinter all diesen Aussagen stellt sich immer die Frage nach dem Warum?. Und wenn man seine Gedanken dann noch gut in Worte verpacken kann, ist eine Rezension immernoch nahezu spoilerfrei. 



Wie ist das bei euch Rezi-Schreibern? Woarauf achtet ihr bei euch und worauf achtet ihr bei anderen? Und was wird bei euch gerade gelesen? Habt ihr auch schonmal solche Glücksgriffe bei Büchern gehabt? Schreibt es mir in die Kommentare! 

Ich wünsche Euch einen tollen Tag und nicht vergessen: Das Geburtstagsgewinnspiel läuft noch bis einschließlich heute Abend, 23.59Uhr - schnell die Chance nutzen, und mitmachen (mit Klick auf den Banner!). 

Ein paar Worte zu... Laura Newman - Coherent

Einen wunderschönen guten Abend ihr Lieben! 
Auch zu später Stunde soll es noch ein paar Worte geben. Denn ich habe soeben Coherent von Laura Newman ausgelesen und bin absolut begeistert! Ich hätte ja nie gedacht, dass mich das Genre Science-Fiction so fesseln könnte. Aber erst einmal...
Ob Smartphone, Tablet oder Computer – über das Internet leben, lieben und kommunizieren wir. Was aber, wenn wir keine Geräte mehr bräuchten, um online zu sein? Was würdest du tun? Genau diese Erfahrung macht die 17-jährige Sophie und gerät schnell in einen rasanten Strudel aus Angst und Faszination. Gejagt von einer geheimnisvollen Organisation begibt sie sich auf eine abenteuerliche Flucht quer über den Globus. Zusammen mit dem smarten Franzosen Jean setzt Sophie alles daran, dem Ursprung ihrer Fähigkeiten und dem Rätsel um ihre Vergangenheit auf die Spur zu kommen. 

(via lauranewman.de/meinebuecher/#coherent)
Lehne ich mich sehr weit aus dem Fenster, wenn ich hier schreibe, dass ich Coherent sogar noch besser finde, als die Nachtsonne? Womöglich ja, denn ich müsste diese Trilogie zunächst einmal beenden (mir fehlen noch Band 2 & 3 auf meiner Read-List), um solch gewagte Aussagen zu treffen - eigentlich. Die Idee um Nachtsonne war top, mir hat der erste Band Flucht ins Feuerland wirklich gut gefallen. Ein sehr lesenswerter Dystopie-Auftakt, aber Coherent toppt das um Längen, nicht nur, weil es sich hierbei weniger um eine Dystopie als vielmehr um ein Thriller/Science-Fiction/Young-Adult/Crime-Jugendbuch handelt! 

Die Geschichte spielt zunächst in einem kleinen Örtchen in Amerika. Wir werden zunächst mit Sophie bekannt gemacht. Sophie ist eigentlich ein recht gewöhnliches Mädchen, wären ihre Eltern nicht vor vier Monaten bei einem Unfall verstorben ... und wären da nicht zeitgleich diese merkwürdigen Fähigkeiten aufgetreten, die Sophie gleichermaßen überfordern aber auch neugierig machen. Auf unerklärliche Weise scheint es zwischen Sophie und einer Vielzahl von technischen Geräte eine Verbindung zu geben, vor allem zu solchen Geräte, die Wlan-fähig sind. Aber Sophie hat nicht sehr viel Zeit, um sich eingehend mit diesem "Problem" zu beschäftigen. Der Schüleraustausch nach Frankreich ruft. Bei all dem Tumult dennoch eine gelungene Abwechslung, denn hier trifft Sophie auf Jean. Er soll der erste sein, der über Sophie's Fähigkeiten erfährt und auch über die Gefahren, die diese mit sich bringen. Denn was Sophie zunächst nicht weiß: Lamar Bishop, ein ehemaliger FBI-Agent, observiert Sophie schon seit geraumer Zeit für einen ominösen Pharmakonzern. 

Das liest sich vielleicht erstmal ein wenig abgefahren, aber die Idee hinter all dem ist wirklich großartig! Tatsache ist: wir leben in einer Gesellschaft, die abhängig von Technik ist. Ein Tag ohne Internet oder das heißgeliebte Smartphone erscheinen uns schon schier unmöglich, fällt eins der genannten Geräte aus, verfällt so manch einer auch gerne in Panik. Wenn ich bedenke, was mein kleines Smartphone so kann ... wozu eigentlich noch ein Computer? Mittlerweile sind ja selbst Uhren an das Internet gekoppelt. Wieso dann nicht eigentlich auch ... Menschen? Was Laura Newman sich da erdacht hat, klingt nach der Lektüre schon gar nicht mehr so abwegig und macht mir persönlich ja auch ein wenig Angst. Denn Fakt ist auch: der Mensch will ja immer höher, weiter und schneller sein - dafür nimmt er auch so einiges in Kauf und geht womöglich auch über Leichen. Gerade was den Bereich der Technik angeht, haben wir das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht. Laura Newman skizziert hingegen eine Möglichkeit dieses Endes und zwar erfolgreich! 

Die Geschichte ist in sich so gut durchdacht! Sie ist ein einziger Pageturner (vor allem wegen der nahtlosen,  unverblümten Schreibsel!) und beinhaltet überdies unvorhersehbare Wendungen und einen ständigen Perspektivwechsel. Langweilig wird es hier beim Lesen also ganz bestimmt nicht. Die Charaktere sind tiefgreifend, Sophie ist als Hauptakteurin sehr greifbar. Sie ist klug, kein naives Dummchen und vor allem ist sie mutig. Jean als zweiter Part sowie Lamar Bishop vervollständigen das Trio. Jean macht einem Franzosen alle Ehre, ist aber vor allem eins: nicht auf den Mund gefallen! Die Figur des Lamar Bishop hingegen glänzt durch eine nicht zu rühmende Vergangenheit. Auch wenn die drei unterschiedlicher nicht sein könnten, sind sie doch Teil dieses großen Puzzles, was sich nach und nach zusammen setzt - nicht zuletzt durch den stetigen Wechsel der Perspektiven, der übrigens auch für den ein oder anderen Cliffhanger sorgt!

Mir hat vor allem gefallen, dass dieser Perspektivwechsel einerseits Fragen aufwarf und andererseits genau diese Fragen auch wieder beantwortete. Was für Sophie erstmal unklar blieb, wurde durch die Perspektive von Jean wieder in ein besseres Licht gerückt und so weiter. Ebenso hatte ich für einen kurzen Moment im letzten Viertel des Buches kurzzeitig das Gefühl, Laura Newman hätte meine Gedanken gelesen, denn als ich mich gefragt habe, wie ein Mensch denn nur so sein kann, fragte sich Lamar Bishop einen Satz weiter genau dasselbe! Was im Umkehrschluss eigentlich nur zeigt, dass Laura Newman sich durchaus in ihre Leserschaft hineinversetzen kann und diese in ihren Annahmen bestätigt. 

Natürlich geht es aber in dieser Geschichte nicht nur um rasante Verfolgungsjagden, die Liebe wird auch abgedeckt. Zu Beginn der Geschichte dachte ich ja, die Romanze würde mehr Platz einnehmen, als angenommen. Und da bin ich ehrlich: das hätte mir definitiv gestunken. Aber auf Laura Newman ist Verlass, der Kitsch-Faktor wurde an keiner Stelle überreizt. Super! Dafür gab es für mich im Buch tatsächlich eine Stelle, die mich emotional schon ergriffen hat. Ich habe zwar nicht geflennt, wie ein Schlosshündchen, aber ich dachte so bei mir: Das Schicksal ist manchmal wirklich kacke! 

Auch wenn der Klappentext eigentlich nicht sehr aussagekräftig ist, die Geschichte ist in jedem Fall sehr lesenswert, auch für all jene, die das Genre Science-Fiction bisher immer gemieden haben! So Leute wie mich beispielsweise, auch wenn Coherent wahrscheinlich eher gutdosierte Science-Fiction ist. Letztlich hat mich Coherent aber so begeistert, dass ich das Genre an sich für mich gar nicht mehr so abwegig finde. 

Coherent von Laura Newman ist mein Juni-Highlight. Eine Woche lang hat mich diese Geschichte begleitet und begeistert - der vorzubereitene Unterricht war da ausnahmsweise mal zweitrangig! Sophie, Jean und Lamar Bishop haben mich ausgesprochen gut unterhalten, bewegt und zum Nachdenken gebracht (war das eigentlich beabsichtigt, Frau Newman? #gesellschaftskritik). Fünf Sterne!

Hier geht es zu Laura Newman's Autorenblog, hier zur Facebookseite! Coherent ist momentan nur als eBook verfügbar, das Taschenbuch folgt aber bald. Hier kannst du Coherent kaufen, wenn du keinen kindle hast! Außerdem sehenswert: Laura's YouTube-Kanal

Habt ein wunderbares Wochenende, 

Zwei Jahre "maaraavillosa" - Verlosung!

Einen wunderschönen guten Tag, ihr Lieben!
Heute vor genau zwei Jahren hatte ich diese wahnwitzige Idee mir so ein Blogdings zu erstellen. Was anfangs noch sehr holprig startete, rückblickend wirklich merkwürdige Themen abhandelte und auch die ein oder andere Layoutveränderung über sich ergehen lassen musste, hat sich nun zu einem doch recht ordentlichem Blogdings gemausert. Eigenlob stinkt ja bekannterweise, aber dennoch möchte ich mal sagen, dass ich heute doch sehr zufrieden bin, in welche Richtung sich dieses einstige Hirngespinst entwickelt hat. Dennoch ist dies nicht mein alleiniger Verdienst. Würde es niemanden geben, der sich die Textereien aus meiner Feder hier durchliest, kommentiert oder gar Leser/-in wird (die Follower-Zahlen sind GIGAGAGANTISCH!), dann wäre das Projekt "Blog" womöglich sehr schnell wieder ad acta gelegt worden. Letztlich tragt ihr als Leserschaft auch eine ganze Menge dazu bei, dass mir das Schreiben meines Blogs so viel Spaß macht, ich vor allem in den letzten 1 1/2 Jahren sehr viel machen und erleben durfte, und mich dies alles zudem dazu veranlasst, mich auch an andere Schreibprojekte heranzuwagen.
Und da ich nie oft genug "Danke!" sagen kann und der Weltttag des Buches schon wieder viel zu lange her ist, dachte ich, ich verlose mal wieder etwas an Euch! Passend zum 2. Geburtstag können gleich zwei von Euch jeweils ein Exemplar von Anna McPartlins Riesenerfolg Die letzten Tage von Rabbit Hayes gewinnen.
Erst wenn das Schlimmste eintritt, weißt du, wer dich liebt.
Stell dir vor, du hast nur noch neun Tage. Neun Tage, um über die Flüche deiner Mutter zu lachen. Um die Hand deines Vaters zu halten (wenn er dich lässt). Und deiner Schwester durch ihr Familienchaos zu helfen. Um deinem Bruder den Weg zurück in die Familie zu bahnen. Nur neun Tage, um Abschied zu nehmen von deiner Tochter, die noch nicht weiß, dass du nun gehen wirst ...
Die Geschichte von Rabbit Hayes: ungeheuer traurig. Ungeheuer tröstlich. (via rowohlt.de)
Ein Buch, was bisher schon viele bewegt hat und was vielleicht auch dich oder dich bewegen wird ;-) 
 
Was ihr dafür tun/beachten müsst:
  • Hinterlasst einen Kommentar (das geht auch anonym ;-) ) unter diesem Blogpost mit einer gültigen Emailadresse und beende den Satz:"Wenn jetzt Sommer wäre, würde ich...!" (damit ich auch etwas schönes zu lesen habe, hihi).
  • Dieses Gewinnspiel richtet sich vor allem an meine Leserinnen und Leser: Gebt im Kommentar bitte auch an, über welche Plattform ihr meinen Blog verfolgt (via Facebook, Twitter, GFC, Bloglovin, Blog-Connect oder via Emailverteiler - eine Plattform genügt schon). Noch kein Leser? Was nicht ist, kann ja noch werden ;-) 
  • Zusatzlos-Jäger? Wenn du für mein Gewinnspiel oder für den Blog wirbst, kriegst du ein Zusatzlos :-)
  • Wenn ihr teilnehmen wollt, allerdings noch keine 18 Jahre alt seid, braucht ihr bei einem möglichen Gewinn unbedingt die Einverständniserklärung eurer Eltern!
  • Die Verlosung läuft bis nächste Woche Dienstag, den 30. Juni 2015, bis 23.59Uhr. Dann wird die Kommentarfunktion ausgeschaltet und der Gewinner via Zufallsgenerator ausgelost. Den Gewinner werde ich dann am Mittwochabend, den 1. Juli 2015, hier auf dem Blog bekannt geben und natürlich auch per Email kontaktieren! (mit Abschicken des Kommentars erklärst Du dich also damit einverstanden, dass ich deinen Vornamen hier auf dem Blog veröffentliche. Alle anderen persönlichen Daten, Adresse etc., werden selbstverständlich nach Beendigung des Gewinnspiels gelöscht!). 
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich!  
  • Teilnehmen dürfen alle mit einem Wohnsitz in Deutschland, Österreich und Schweiz :)  
  • Die Buchgewinne werden unversichert verschickt, also als Buchsendung.


    Ich wünsche euch viel Glück und bedanke mich für euer Dasein :)

Gemeinsam lesen #24

Hallöchen ihr Lieben! 
Neues Jahr, neue Challenges und Projekte - heute nehme ich zum 24. Mal (und auch auf Empfehlung der lieben Inka von Lebensleseliebelust, die das wirklich sehr sehr fleißig auf ihrem Blog verfolgt!) an der Gemeinsam lesen-Aktion teil.  Asaviels Bücher-Allerlei, die Schöpferin dieses Projekts, hat zwar aufgehört, aber Schlunzenbücher und Weltenwanderer haben das Projekt quasi adoptiert und führen es nun weiter. 

Bei Gemeinsam lesen handelt es sich um einen Currently Reading-Beitrag, der sich aus vier Fragen zusammensetzt. Drei davon sind immer die gleichen, ergänzend dazu gibt es dann nochmal eine sich stets variierende Frage. Eine schöne Sache, um ein paar Gedanken zum jeweiligen Buch zu teilen, sich über Bücher auszutauschen und vor allem um andere Blogs kennenzulernen! 

Und nun zu den Fragen für diese Woche: 
1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese gerade Coherent von Laura Newman und bin aktuell, weil es ein eBook ist, bei 13%. 


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Es war kurz nach halb sieben, als Jean aufgebracht vor sich hin fluchend aus der Wohnung stürmte."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)
Laura Newman ist dem einen oder anderen wahrscheinlich gar nicht mehr soooo... unbekannt - der Nachtsonne sei Dank! In den letzten Monaten hat Laura fleißig über YouTube, Instagram und Facebook für ihr neuestes Buch Coherent geteasert. Das Ganze gipfelte dann darin, dass sie nicht nur zig kindle-Gutscheine für ihr neuestes Werk verloste. Nein, am Sonntag wurde zudem auch noch ein Download-Flashmob auf Facebook veranstaltet. Was eine Gaudi, und selbst wenn ich keinen Gutschein gewonnen hätte (ich habe einen gewonnen - DANKE!), hätte das Buch so oder so den Weg in die kindle-App gefunden. Ich wollte das Buch nämlich unbedingt haben! Letztlich verlief die Aktion so gut, dass Laura Newmann mit Coherent in mehreren Kategorien der kindle-Bestseller-Liste einschlug - Gratulation! 

Zur Geschichte selbst möchte ich sagen, dass ich die Idee und die verschiedenen Perspektiven richtig toll finde! Das hatte ich so nicht erwartet und ich finde den Plot auch sehr originell. Da freue ich mich derzeit richtig auf meine abendlichen Lesestunden :-)

4. Schaust du dir generell Buchverfilmungen im Kino oder auf DvD an? Und wenn ja, welche fandest du besonders gut oder besonders schlecht?
Generell schaue ich mir Buchverfilmungen nur an, wenn ich die Bücher selbst auch gelesen habe, mit Ausnahme von Die Tribute von Panem und Herr der Ringe, da habe ich bisher nur die Filme gesehen. Eine wirklich, wirklich schlechte Buchverfilmung fällt mir gerade lustigerweise gar nicht ein. Meist waren die Bücher sehr viel schlechter und der Film konnte da noch so einiges aufwerten. So zum Beispiel bei Twilight (ich habe das ja auch nur wegen Taylor Lautner geschaut)  oder auch Shades of Grey (lass die Geschichte sein, wie sie will, der Film war in Ordnung!). Die Bestimmung fand ich in Buchform so grottig, aber die Filme waren toptoptop. Besonders gut hingegen fand ich bisher immer die Verfilmungen der Schnulzen, also P.S. Ich liebe dich oder auch Die Frau des Zeitreisenden oder aber Zwei an einem Tag. Nicht nur beim Lesen ein wahrer Taschentuch-Magnet, sondern auch bei einer DVD ;-) Richtig gut fand ich aber auch Extrem laut und unglaublich nah mit Tom Hanks, das ist sowohl eine Leseempfehlung als auch ein Filmtipp. Achso, und auch nicht zu vergessen: Das Schicksal ist ein mieser Verräter! Natürlich! Wenig überraschend, aber auch ich will es nennen: Harry Potter ist natürlich auch immer 1. Wahl! 
Und was ist mit Euch? Was lest ihr gerade? Wie handhabt ihr es mit den Buchverfilmungen? Schreibt mir doch mal in die Kommentare, welches für euch die schlechteste Buchverfilmung ever ist!

Ich wünsche Euch einen tollen Tag und Psssssst .... morgen solltet ihr, meine liebsten und tollsten Leser, auch mal hier auf dem Blog vorbeischauen :-) ,

Ein paar Worte zu ... Victoria Scott - Feuer & Flut

Hallöchen ihr Lieben, 
gestern musste die obligatorische Freitagsrezension aus wirklich buchigen Gründen ausfallen. Ich hatte es bis zum derweiligen Zeitpunkt nämlich noch nicht geschafft, Feuer & Flut von Victoria Scott zu beenden. Das war erst gestern gegen 22Uhr der Fall - da lasse ich jedoch meist die Geschichte über Nacht sacken, falls sich meine Meinung zum Buch über Nacht nochmal ändert. Ich danke dem cbt-Verlag tausend Mal für das Zusenden dieses Rezensionsexemplars! Nun aber ...
Die 16. jährige Tella erreicht auf unerklärliche Weise eine Einladung zum Brimstone Breed. Dabei handelt es sich um ein todbringendes Wettrennen durch vier Ökosysteme, beginnend mit den exotischen Gefahren des Dschungels und der sengenden Hitze der Wüste. Am Ende wird es nur einen Sieger geben. Der Preis: ein Heilmittel gegen jede existierende Krankheit auf dieser Welt. Tella's Bruder leidet an einer dieser unheilbaren Krankheiten, weshalb sie nicht zögert und ihr Elternhaus in einer Nacht- und Nebelaktion verlässt, um sich dem Rennen anzuschließen. Doch sie muss sich nicht alleine gegen 120 Teilnehmern behaupten. Jeder Teilnehmer bekommt einen sogenannten Pandora zur Seite gestellt, ein genetisch verändertes Tier. In Tella's Fall ein kleiner Fuchs, mit der Kennung KD-8. Tella hingegen tauft ihn auf den Namen Madox. Nach und nach lernt Tella die Fähigkeiten ihres Pandora kennen und sie "freundet" sich mit Guy an, der mehr über Brimstone Breed zu wissen scheint, als er zugeben mag...
Neben Die rote Königin von Victoria Aveyard und Schnee wie Asche von Sarah Raasch, ist Feuer & Flut von Victoria Scott wohl derzeit ein ebenso gehyptes Buch. Mich hingegen hat die Beschreibung des Letzteren ja sehr angefixt. Ein Heilmittel gegen alle Krankheiten dieser Welt und alles, was du dafür tun musst, ist bei einem Spiel mitzumachen? Das stinkt doch zum Himmel! Ich musste es also unbedingt lesen, die zwiegespaltenen Rezensionen machten mich nur umso neugieriger. Denn von der Beschreibung her liest es sich tatsächlich so wie die Tribute von Panem, nur eben doch wieder anders.

Die Geschichte wird aus der Perspektive der 16. jährigen Tella erzählt. Ein Teenager-Mädchen, dass vor allem viel mit sich selbst beschäftigt ist und ausgiebige Maniküren liebt, sowie die Farbe Lila. Das klingt zunächst erstmal recht oberflächlich, im weiteren Verlauf der Geschichte bekommt der Charakter der Tella aber weitaus mehr Tiefe. Die gegenwärtigen Charakterzüge sind erstmal ganz archetypisch und auch altersgerecht. Warum Tella so ist wie sie ist, klärt sich auch recht schnell auf, denn ihr älterer Bruder Cody fordert sämtliche Rücksichtnahme ein - er ist todkrank. Auch wenn sich das Geschwisterpaar mehr piesakt, als alles andere: als Tella die Einladung zum Brimstone Breed vorfindet, zögert sie keine Sekunde, und ist entschlossen alles erdenkliche für ihren Bruder  zutun, um an das Heilmittel zu gelangen. Mehr Selbstlosigkeit geht bei einem 16. jährigen Mädchen gar nicht. Und ich finde, dass sie all dies auch wieder symapthisch macht und sich viele Leser wohl sehr gut mit ihr identifizieren können. Sie könnte auch das Mädchen von nebenan sein. Nicht zuletzt sollte auch erwähnt sein, dass es sich hierbei eben um ein Jugendbuch handelt, das ist einfach jugendlich(er).

Die Welt, in der Tella aufwächst, unterscheidet sich zudem nicht immens von der unsrigen Welt, was ich auch nochmal hervorheben möchte. Dystopien verlaufen ja meist nach dem Schema, dass die Menschen die eigenen Gesellschaftssysteme zerstören, um dann ein neues System einzuführen. Dann kommt die Rebellion etc. pp. In Feuer & Flut hingegen gibt es so ein neues System, was vermeindlich hinkt, nicht. Stattdessen gab es ein Ereignis in der Vergangenheit, was die Brimstone Breed-Kämpfe veranlasst hat. Allerdings ist auch hier die Tragweite eine andere, denn zunächst betraf dieser Konflikt nur ein Sub-System des großen Ganzen. Sechzig Jahre später brodelt der Konflikt schon nahe an der Oberfläche. Aber ich will nicht zu viel verraten, sonst ärgert ihr euch nur, denn ihr müsst diese Geschichte unbedingt selbst lesen! Ich fand sie nicht nur ganz großartig, sondern auch erfrischend. 

Nicht nur die Idee des universellen Heilmittels war toll ausgewählt - generell ist das ja auch ein Thema, was uns alle irgendwie etwas angeht - sondern auch das Einflechten der sogenannten Pandoras empfand ich als total genial, auch wenn es mich zu Beginn tatsächlich (und auch auf den Hinweis einer Mitleserin!) an Pokémon erinnert hat. Aber auch da wurde nicht einfach nur abgekupfert, da steckt schon ein bisschen mehr in so einem Pandora, als ein Supertrank und ein Poké-Ball. Vor allem sieht Tella die Pandora's nicht nur als Nutztiere an. So setzt sie sich nicht nur für ihren Fuchs Madox in besonderer Weise ein, sondern auch für die Pandoras anderer Mitstreiter. Ich denke, dass das vor allem bei den weiblichen Lesern viele Sympathie-Punkte und "Aw!"-Momente einbringt. Bei mir hat es jedenfalls funktioniert!

Was ich diesbezüglich auch loben möchte, ist der extreme Lesefluss, den dieses Buch inne hat. Es hat sich niemals so angefühlt, als hätte ich an einem Stück fünfzig Seiten gelesen. Die Geschichte um Feuer & Flut zielt nämlich vor allem auf Spannungsbögen ab. Ist der eine Spannungsbogen erstmal vorbei, kündigt sich auch schon wieder ein neuer an, sodass sich die Kapitel für mich wie im Flug weggelesen haben. Und selbst wenn ich noch nie in einem Dschungel oder in einer Wüste gewesen bin, konnte ich Tella in jedem Punkt und in jedem Angstzustand absolut nachempfinden. 

Viele andere Leser schrieben in ihren Rezensionen, dass sie die Geschichte von Tella an einem Tag verschlungen haben. Hätte ich so einen Tag in der letzten Woche gehabt, wäre das wohl ähnlich verlaufen. So musste ich gezwungenerweise immer pausieren, empfand dies nun aber nicht als schlimm, denn mir hat die Geschichte sehr viel Lesespaß bereitet. Der gute Lesefluss ist wohl auch dem tollen Schreibstil zuzuweisen, denn da holpert es in keinster Weise. Und das machte es eben so erfrischend. Feuer & Flut fühlte sich nämlich nicht so schwerwiegend an, wie die letzten Dystopien, die ich in letzter Zeit gelesen habe.

Dennoch habe ich der Geschichte statt supergigantischen fünf, lediglich vier Sterne gegeben, denn mir hat dann doch eine Sache nicht ganz so gut gefallen: Wieso muss denn in solche spannungsgeladenen Geschichten immer Liebe eingeflochten werden? Klar, Guy ist ein cooler, geheimnisvoller Typ, aber muss Tella gleich auf ihn abfahren? Das war mir dann doch zu teeniemäßig und hat mich stellenweise ein bisschen ... naja, nicht genervt, aber mir hat das eben nicht gefallen. Gute Freunde hätten es auch getan, zumal sie ja auch viele Gemeinsamkeiten haben. Aber vielleicht ist dies auch einfach meine persönliche Übersättigung ;-) Und dann hat mir persönlich auch nochmal dieser WOW-Moment gefehlt, der mich sprachlos und emotional wirklich fertig macht. Erst dann ist ein Buch für mich ein wirkliches 5 Sterne-Buch!

Feuer & Flut ist der Auftakt einer Reihe, Salz & Stein wird nächstes Jahr im Frühjahr erscheinen. Im Buch Feuer & Flut selbst müssen wir aber nicht auf einige Auszüge aus dem zweiten Band verzichten, denn gut 15 Seiten sind als Leseprobe gestaltet. Das empfand ich auch als positiv, denn so konnte ich auch hier schon einmal schnuppern und weiß schon jetzt, dass ich diese Reihe in jedem Fall weiter verfolgen werde. Eine Lesempfehlung gibt es für Feuer & Flut von Victoria Scott in jedem Fall, vor allem wenn ihr auf Spannungsbögen und fantastische Tiere steht ;-) 

Hier findet ihr den ersten Band der Reihe auch nochmal auf der Verlagsseite des cbt, hier geht es zur offiziellen Autoren-Seite von Victoria Scott und wer sich für weitere Bücher der Autorin interessiert, darf gerne hier vorbeischauen. 


Ich wünsche euch ein sonniges Restwochenende,

Ein paar Worte zu... Mona Kasten - Schattentraum: Mitten im Zwielicht (2)

Einen wunderschönen guten Tag ihr Lieben! 
Etwas ungewöhnlich für den Mittwoch, aber auch heute soll es ein paar Worte geben. Diesmal zu einem Buch, was ich schon ein wenig länger herbei ersehnt hatte - nicht nur wegen der äußerst gut betriebenen Promotion. Ihr Debüt Schattentraum - Hinter der Finsternis war für ein Erstlingswerk, und überdies als Indie-Autorin, überraschend gut. Gut neun Monate später legt Mona Kasten nun endlich nach, seit letztem Freitag könnt ihr Schattentraum #2 - Mitten im Zwielicht bereits als eBook erwerben. Am Wochenende habe ich den zweiten Band um Gabriel und Emma auf Herz und Nieren geprüft, heute gibt es das Fazit! 

Wem Schattentraum noch gar nichts sagt und wer sich nicht ausversehen selbst spoilern möchte, den verweise ich auf meine Rezension zu Band 1 an dieser Stelle. Außerdem erwähne ich es jetzt schon hier: noch bis Freitag könnt ihr Schattentraum - Hinter der Finsternis als eBook für den Kindle für 0,99€ erwerben. Ein kleines Goodie also schon im voraus, deshalb auch heute die Rezension ;-)! Und nun...
Der siebzehnjährigen Protagonistin Emma ist vor wenigen Monaten schreckliches widerfahren, denn sie verlor ihre Mutter bei einem Autounfall. Nach den ersten Phasen der Trauer beschließen sie und ihr Vater einen Neuanfang zu wagen. Sie kehren ihrem alten Wohnort den Rücken, öffnen ihr Herz für ein neues Städtchen und ziehen mit in das Haus der Großmutter. Emma wird zwar so kein Mutterersatz geboten und auch die tiefsteckende Traurigkeit lässt sich nicht vollends mildern, dennoch ist sie gut abgelenkt. Sie findet sich im Schulleben zurecht, knüpft neue Freundschaften. Sie findet sogar eine neue beste Freundin namens Meggie. Aber auch die Männerwelt lässt sie alles andere als nur kalt. Emma lernt Gabriel kennen und ist ihm umlängst verfallen. Selbst sein dunkles Geheimnis hält sie nicht davon ab, ihm ihr Herz zu schenken und sich der Finsternis hinzugeben. Von den Schatten gezeichnet, zwingt Gabriel sie, ihn zu vergessen. Doch das Vergessen währt nicht lang, Erinnerungen brechen auf und Emma selbst muss feststellen, dass sich auch ihr Innerstes verändert und sie sich somit tatsächlich mitten im Zwielicht befindet...
Nachdem Mona Kasten mit dem ersten Band von Schattentraum einen wirklich guten Plot dargelegt hat, mit einem ebenso guten word building, hatte ich diesbezüglich eigentlich keine Bedenken, dass dies im zweiten Band in irgendeiner Weise abnehmen würde. Diese Annahme bestätigte sich gleich auf den ersten Seiten - super! Obwohl Schattentraum - Hinter der Finsternis nunmehr schon neun Monate her ist, knüpfte die Geschichte in Band #2 nahtlos an. Des Öfteren muss ich bei Fortsetzerbänden dann doch nochmal in Zusammenfassungen nachlesen, worum es eigentlich ging. Bei Schattentraum #2 brauchte ich das gar nicht. Ich als Leserin war sofort wieder im Geschehen involviert, die kleinen Rückblenden halfen dabei, mich wieder in der Geschichte zurecht zu finden. Das kann man sich wie kleine Zahnräder vorstellen, die ineinander übergehen. Aber nicht nur dieser Aspekt machte das Lesen mehr als angenehm. 

Schattentraum #1 beschäftigte sich ja vor allem damit, dass Emma ihre Trauer verarbeiten muss und ihr dabei viele helfende Hände gereicht werden. Nicht nur die Hauptfiguren wurden vorgestellt, sondern auch die Nebendarsteller. Erstmal einen festen Rahmen stecken. Im zweiten Band hingegen bekommt dann alles noch ein wenig mehr Tiefe. Sehr viele haben beim ersten Band kritisiert, dass Gabriel noch zu unscheinbar ist, nicht nah genug. Schön zu lesen, dass diese Kritik scheinbar aufgenommen und umgesetzt wurde, denn in Schattentraum - Mitten im Zwielicht gibt es Gabriel satt! Dabei finde ich es besonders amüsant und schön zugleich, dass Mona ja schon fast ein eigenes Stilmittel mit ihren detaillierten Augenbeschreibungen entwickelt. 50 Shades of Grey war mal, für mich gibt es nur noch 50 Shades of Green Eyes. Das mögen viele problematisch finden, mich hat es wirklich zum Schmunzeln gebracht. Ich finde nämlich, dass auch so viel Hingabe für eine, scheinbar unscheinbare, Augenfarbe erstmal gekonnt sein muss! 

Schade hingegen fand ich, dass andere Personen, denen eine besondere Rolle in Band #1 zutage kam, im Fortsetzer eher in den Schatten gestellt wurden. Emma's beste Freundin Meggie wird zwar unfassbar gut mit in die Geschichte eingeflochten, aber ich habe wirklich die schräge Eleanor vermisst und auch hätte ich mir mehr von Oma "Gram" gewünscht, auch wenn es eine Szene im Buch gibt, in der letztere und Emma ein wirklich bewegendes Gespräch führen. Insgesamt ist das zwar schade, aber ich kann halt irgendwie doch nicht alles haben. 

Was ebenso noch ein wenig holperig erscheint, mir lustigerweise in Band #1 aber gar nicht aufgefallen ist, sind die Übergänge. Es machte beim Lesen öfters den Eindruck, als hätte Mona beim Schreiben so viele Dinge im Kopf, die sie unbedingt noch in die Szene mit einbinden wolle. Diese Einfälle sind auch in keinster Weise schlecht, denn ist sie dann erstmal im nächsten Szenenabschnitt angekommen, ist das Geschriebene für mich unglaublich intensiv und tiefgreifend, vor allem auf emotionaler Ebene. Ich kann dann jeden Satz und jeden Gedanken nachvollziehen. Das liegt nicht zuletzt daran, als dass Mona sehr gut mit Worten jonglieren kann. Das hatte ich bereits in Schattentraum - Hinter der Finsternis besonders hervorgehoben. Am Heranzoomen hapert es also in keinster Weise, nur den Blick schweifen lassen, das geht noch besser! 

Um nochmal kurz auf den Inhalt einzugehen: Die Wendung, die die Geschichte nun im zweiten Band nimmt, Emma's Entwicklung und so weiter, finde ich entgegen der negativen Kritiken gar nicht mal so schlecht und ich habe damit auch, überraschenderweise, null gerechnet. Plot Twists kann Mona also auch, wirklich gut! Und auch in Mitten im Zwielicht steckt wieder sehr viel von Mona's Person selbst drinn, zum Beispiel die Erwähnung von gern gehörten Bands und so weiter. Aber auch der Fantasy-Aspekt wurde wieder vollends ausgeschöpft. Vor allem die Beschreibungen der dunklen Seite oder auch einzelne Handlungen waren wirklich sehr durchdacht, ausgereift und toll erzählt. Was mir ein bisschen gefehlt hat, waren die sexy times, die Mona öfters mal in ihren Videos erwähnt hatte. Die habe ich mir irgendwie sexier vorgestellt. Aber in Bezug darauf, dass die Geschichte für eine sehr viel jüngere Zielgruppe erdacht ist, ist das Geschriebene ja doch schon wieder ganz süß - Romantasy eben. Zu guter Letzt: Cover und Buchtitel müssen nicht ausschweifend analysiert werden, da reicht das Kürzel "pp": passt prima! Mein Bücherregal freut sich schon auf dieses schöne Stück Buch.

Letztlich habe ich Schattentraum - Mitten im Zwielicht wieder vier Sterne gegeben. Ich möchte auch hier noch einmal betonen, dass Bücher von Indie-Autoren einfach anders gelesen werden müssen und nicht mit Stories aus großen Verlagshäusern, hinter denen ein RIESEN-Team steht, zu vergleichen sind. Und das ist nicht immer nur Fluch, manchmal ist es auch Segen, denn da wird mir als Leser eben kein "perfektes" Buch vorgelegt, sondern noch eines, an dem man Entwicklung feststellen kann. Und Mona Kasten entwickelt sich in eine ganz tolle Richtung und ich hege keine Zweifel daran, dass sie mal eine wahnsinns Autorin wird, denn diesen Titel trägt sie schon jetzt zurecht. Wer sich für Romantasy a la Kerstin Gier, einen originellen Plot und Wortstärke begeistern kann, dem wird auch Schattentraum gefallen. Den zweiten Band gibt es nicht nur via amazon als mobi-Datei, Hugendubel versorgt euch mit der epub-Version!

Liebe Mona, ich danke dir vom Herzen, dass du mir wieder ein Leseexemplar zukommen lassen hast und ich freue mich schon jetzt wie ein Schnitzel auf Band 3, denn du kannst auch wahnsinns Cliffhanger schreiben ;-)

Mona Kasten ist auf YouTube gleich zwei Mal vertreten. Hier findest du sie als "normale" YouTuberin, und wenn du hier klickst, kannst du an ihrem Autoren-Alltag teilhaben (da gibt es auch süße Katzen!). Facebook hat sie auch, also lass doch einen Daumen da und meine persönliche Empfehlung gleich hinten dran: Mona's pinterest-Account!

Habt einen wunderbaren Tag, wir lesen uns am Freitag wieder :-)

Gemeinsam lesen #23

Hallöchen ihr Lieben! 
Neues Jahr, neue Challenges und Projekte - heute nehme ich zum 23. Mal (und auch auf Empfehlung der lieben Inka von Lebensleseliebelust, die das wirklich sehr sehr fleißig auf ihrem Blog verfolgt!) an der Gemeinsam lesen-Aktion teil.  Asaviels Bücher-Allerlei, die Schöpferin dieses Projekts, hat zwar aufgehört, aber Schlunzenbücher und Weltenwanderer haben das Projekt quasi adoptiert und führen es nun weiter. 

Bei Gemeinsam lesen handelt es sich um einen Currently Reading-Beitrag, der sich aus vier Fragen zusammensetzt. Drei davon sind immer die gleichen, ergänzend dazu gibt es dann nochmal eine sich stets variierende Frage. Eine schöne Sache, um ein paar Gedanken zum jeweiligen Buch zu teilen, sich über Bücher auszutauschen und vor allem um andere Blogs kennenzulernen! 

Und nun zu den Fragen für diese Woche: 

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese gerade Feuer & Flut von Victoria Scott und bin aktuell auf Seite 40. 


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Ihre Worte schnüren mir die Kehle zu."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)
Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, im Monat Juni keine neuen Reihen zu beginnen, sondern mal einige davon abzuarbeiten! Wieso scheitern solche Vorhaben bei mir eigentlich immer kläglich? Ich konnte bei diesem Buch einfach nicht "Nein" sagen. Nicht nur der Klappentext klingt verheißungsvoll, auch das Cover ist umwerfend. Ich bin noch nicht so weit vorangeschritten, da ich gestern Abend erst mit dem Lesen begonnen habe (das Orange Is the New Black-Staffelfinale - Season 3 - hat mich halt gefesselt, haha), aber es geht sehr rasant zu und dieses Tempo bleibt mir, so hoffe ich, auch auf den nächsten 400 Seiten erhalten. Von der Grundidee ähnelt es ein bisschen den Tribute von Panem-Büchern. Nur scheint die Protagonistin Tella sehr viel jünger zu sein (zumindest macht sie einen sehr jungen, naiven Eindruck). Mir gefällt es bisher jedenfalls sehr gut :-) 

4.Was tust du gegen eine richtige Leseflaute? Hast du irgendwelche Tricks, diese zu überwinden oder zwingst du dich sogar zum Lesen?
Mein letztes Lesefläutchen ist gottseidank schon ein Weilchen her (auf Holz klopf) und was mir persönlich immer hilft, ist tatsächlich das Genre zu wechseln und ein anderes Buch zu beginnen, wenn es wirklich ganz akut ist. Wenn du bei einem dicken Buch festhängst und es gefühlt null vorwärts geht, hilft es auch, wenn du dir mal ein dünneres Buch zur Hand nimmt. Bei einigen Büchern mit unnötigen Längen versuche ich mich dann einfach zum Weiterlesen zu motivieren, es kann ja gen Ende noch richtig spannend werden (meist stimmt das dann auch). Eine Phase, wo ich wochenlang kein Buch angefasst habe, gab es schon etlich lang nicht mehr, was natürlich super ist. Aber es gibt durchaus so Phasen, in denen ich weniger lese und mehr Serien schaue und umgekehrt. Das hängt aber meistens damit zusammen, wie viel ich uni-/schultechnisch zutun habe. Manchmal will ich mich lieber berieseln lassen.

Und was ist mit Euch? Was lest ihr gerade? Habt ihr Feuer & Flut von Victoria Scott bereits gelesen? Und wie steht es mit der vierten Frage? Was ist euer Geheimrezept bei Leseflauten? Schreibt es mir in die Kommentare!

Ich wünsche Euch einen tollen Tag,

Ein paar Worte zu ... Skoobe

Hallöchen ihr Lieben! 
Heute habe ich ein paar Worte zu skoobe-App für euch. Vor etwas mehr als einem Monat wurde ich gefragt, ob ich die App der eBook-Flatrate kostenlos testen wolle. Von einigen anderen Buchbloggern weiß ich, dass sie vom genannten Buchportal hellauf begeistert sind, ich hingegen stand der ganzen Sache eher skeptisch gegenüber, bereits Ende letzten Jahres wurde mir die App angepriesen. Ich habe mir zwar einen eReader angeschafft und nutze diesen auch nach wie vor mehr als fleißig, aber bis dato hat mir die Onleihe-App vollkommen ausgereicht. Zu meinem Tolino und auch zur Onleihe-App habe ich einen extra Beitrag verfasst, diesen findest du hier. Das Angebot von skoobe kam also kaum bis gar nicht für mich infrage, zumal ich mir auch immer die Frage gestellt habe, ob ich überhaupt so viele eBooks im Monat lese, dass sich ein Abo der Flatrate lohnen würde. Daher mein besonderer Dank an das Unternehmen für das Schnupper-Angebot! 

Was ist skoobe & was kostet es? 
Skoobe ist das Palindrom (rückwärtsvgeschriebenes Wort) von eBooks! Das sagt nun eigentlich schon alles - es geht also um eine eBook-App. Skoobe versteht sich selbst als Eintrittskarte in die digitale Welt der Bücher. Hier habt ihr die Möglichkeit in über 120.000 eBooks unterschiedlicher Genres zu stöbern und immer das beste Buch für euch zu finden (laut Werbetext). Dafür braucht es lediglich ein Smartphone oder Tablet. eReader vertragen sich mit der App dann, wenn sie Android-basiert sind. Die Skoobe-App ist dem Portal der Onleihe also recht ähnlich, nur dass es eben an keine Bibliothek gekoppelt ist. Ihr zahlt stattdessen einen monatlichen Festpreis und dann kann der fröhliche Lesespaß beginnen - Skoobe ist also quasi das Spotify für Buchliebhaber. Die Preise sind hierbei staffelbar, das Basic-Paket ist das günstigste. Wer mehr Leistung will, muss dementsprechend auch mehr zahlen. Vorteil: Das Abo kann immerhin monatlich gekündigt werden. Hier einmal die genaue Auflistung (© Skoobe):

Ich durfte für den Blog die Basic-Variante testen und muss sagen, dass ich nun nach diesen 30 Tagen doch eher mäßig begeistert bin. Aber erstmal auf Anfang: Die Installation der App klappte ohne weitere Komplikationen. Zunächst meldet ihr euch auf der Homepage von Skoobe mit einer gültigen Emailadresse an. Im nächsten Schritt hinterlegt man die gewünschten Zahlungsinformationen. Nun muss die App nur noch auf euer Tablet oder Smartphone - das geht via GooglePlay oder dem iOS-Store - und dann steht das Portal vollends zur Verfügung. Für das Schnupperpaket musste ich keine Zahlungsinformationen angeben, das heißt, nachdem die Testzeit abgelaufen war, hatte ich keinen weiteren Zugriff mehr und das war es dann auch. Ich erwähne das deshalb, weil ich eigentlich die Möglichkeit hätte, euch ebenfalls so ein Testabo zu schenken. Was mich jedoch daran stört ist die Tatsache, dass ihr Zahlungsinformationen angeben sollt und das möchte ich einfach nicht. Denn dann müsstest ihr daran denken, bei Nichtgefallen euer Abo zu kündigen, sonst verlängert sich das Angebot automatisch und euch wird das Geld vom jeweiligen Konto abgebucht (wen das nicht stört und wer das Angebot trotzdessen nutzen möchte, der schreibe eine Email an: maaraavillosa@gmail.com mit dem Betreff: skoobe und der Code findet auf diesem Wege zu euch ;-) ). 

Nun aber weiter. Nachdem die Katze im Sack war, musste ich erstmal stöbern. Und da traf dann doch sehr schnell Ernüchterung ein, denn ich hatte so einige Autoren auf dem Schirm, von denen ich sehr gerne etwas gelesen hätte ... die aber nicht im System vorhanden waren. Derzeit schwärmen ja so einige über die Autorin Samantha Young - eines ihrer Bücher? Nur auf Spanisch. Und was ist mit Größen wie Sebastian Fitzek? Gar nicht erst vorhanden. Cecelia Ahern? Nur zwei Bücher. Harry Potter? ... Lassen wir das. Die Antwort von Skoobe darauf: Nicht jeder Verlag arbeitet mit dem Flatrate-Portal zusammen. So könnt ihr The Selection von Kiera Cass zum Beispiel auch nur auf Spanisch lesen. Ist dann aber doch ein Verlag mit von der Partie (zum Beispiel der Goldmann-Verlag) darf man sich über aktuelle Bücher, wie zum Beispiel Rick Yancey's Das unendliche Meer (The Fifth Wave #2), freuen! Die Medaille hat also durchaus zwei Seiten. 

Ich habe mich also mal quer durch die Genre's gewühlt und dabei das ein oder andere Buch auch ausgeliehen ... beziehungsweise wollte ich das ein oder andere ausleihen. Aber bei drei eBooks ist erstmal Schluss: 
Heißt also, ich kann nur drei eBooks in meine Mediathek aufnehmen, kommt ein weiteres hinzu, muss ich eines der zuvor abgelegten eBooks zurückgeben - "unbegrenzt lesen" liest sich für mich irgendwie anders? Eine Funktion, die ich wirklich sehr umständlich finde, gerade wenn ich in verschiedene Bücher reinlesen möchte. Und nun kommt der Urlaubsaspekt hinzu. So ein eReader bietet sich ja gerade für Urlaubsfahrten an. Kein Platz für 10 Romane im Koffer? Kauf dir einen eReader - und ich kenne durchaus Menschen, die so viel in ihren Urlauben lesen! Aber wenn ich mir der Skoobe-App beispielsweise nur drei eBooks zur selben Zeit lesen kann, ist das doch sehr einschränkend. Was mich zum nächsten Punkt bringt: mit dem Basic-Paket kann ich lediglich 24 Stunden offline lesen, was daheim ja durchaus machbar ist, es sei denn das Internet fällt gerade aus. Wird diese Zeit überschritten, hat man keinen Zugriff mehr auf sein eBook. Möchte ich unbegrenzt offline sein, kostet mich das deshalb schon 14,99€. Fünf Euronen mehr, nur damit ich mich 30 Tage lang nicht ins Wlan einloggen muss und auf Kurztrips trotzdem Lesespaß habe? Ich bitte euch, das ist jetzt kein Hammerdeal. 

Zurück zu den Vorteilen, denn ich habe dann doch noch ein Buch gefunden, was ich über die App gelesen und auch schon oben erwähnt habe: Das unendliche Meer von Rick Yancey (die Rezi dazu gibt es hier). Was ich tatsächlich sehr löblich an der Lesefunktion finde, ist die generelle Formatierung und das Voranschreiten der Seitenzahlen. Denn da bewegt sich beim Lesen auch mal was (bei Tolino blättere ich mindestens 234626x und bin gefühlt immernoch beim selben Stand). Außerdem wird dir angezeigt, wie viele Seiten es noch bis zum nächsten Kapitel sind. Ein schönes Goodie, was sich andere eBook-Apps mal abschauen könnten. 

Letztlich hat mich all dies aber nicht zum Abo-Kauf der Flatrate überzeugt. Denn dafür habe ich die App nicht ausreichend genutzt - ich habe genau ein Buch mit Skoobe in den letzten 30 Tagen gelesen, sehr mager. Zudem bin ich mit der Onleihe-App vollkommen zufrieden und da habe ich keine versteckten Kosten, mal abgesehen von meinem Bibliotheken-Jahresbeitrag (der sich ja auch bei Schülern und Studenten äußerst gering hält). Ich würde nicht vollkommen vom Abo der Skoobe-App abraten, der Gedanke dieses Flatrate-Systems ist schon super. Dennoch solltet ihr euch fragen, ob ihr tatsächlich so viele eBooks im Monat lest, dass sich ein knapp 10€-Basic-Abo bereits lohnen würde. Des Weiteren: Nicht jedes Buch jedes Autors ist bei Skoobe vorhanden. Das sollte man durchaus wissen. Und was mich ebenso vom Abo abgehalten hat, sind negative Stimmen zu Skoobe - die existieren neben den positiven nämlich auch noch. Vor allem stehen hier die Neuzugänge bei Skoobe im Fokus: zu viele Ratgeber, viel zu wenig Romane in den letzten Wochen. Wer Ratgeber-Liebhaber ist, für den ist das sicher super! Wer hingegen der Belletristik verfallen ist, könnte sich womöglich auch ärgern. Daher Augen auf bei der eBook-App-Wahl :-) 

Ich hoffe, für euch war dieser Beitrag hilfreich? Was haltet ihr von Skoobe? Nutzt ihr es? Wenn ja, vielleicht gibt es ja noch ein paar überzeugende Pro-Argumente!  Nochmals vielen lieben Dank an Skoobe selbst für das Schnupperpaket. 

Wir lesen uns hier am Dienstag wieder! Kommt gut in die neue Woche, 

Ein paar Worte zu ... Laura Dave - Ein wunderbares Jahr

Hallöchen ihr Lieben! 
Vor etwa zwei Wochen erreichte mich Überraschungspost aus dem Hause Lovelybooks in Zusammenarbeit mit dem Blanvalet-Verlag. Denn dort läuft gerade die Aktion #blanvaletsommer. Mehr zur Aktion erfahrt ihr hier - es gibt auch tolle Aufgaben und am Ende winken einige Gewinne. Viele Buch-Blogger haben also so ein tolles Päckchen bekommen, unter anderem auch die liebe Anka von Anka's Geblubber. Ihren Beitrag dazu verlinke ich euch hier - auch wenn bei ihr die Überraschung nicht ganz so geglückt ist. 

Im Päckchen fand ich alles vor, was man für einen schönen Sommertag im Freien braucht: Eine tolle Strandtasche, FlipFlops, einen organic IceTea, Sonnenmilch, Lesezeichen en masse und natürlich ein buchiges Highlight - Laura Dave's Ein wunderbares Jahr. Wie mir das gefallen hat, will ich euch heute schreiben :-) 
Georgia Ford steht plötzlich, noch in ihrem Brautkleid, in der Taverne ihres Bruders. Eigentlich hätte sie in dieser Woche heiraten sollen, doch bei der Brautkleidanprobe muss sie ein dunkles Geheimnis über ihren Zukünftigen erfahren. Sie entschließt sich kurzer Hand zur "Flucht", zurück zum Weingut in Kalifornien, zurück in ihr Elternhaus, in den sicheren Schoß der Familie. Doch auch dort geht es drunter und drüber, bei den Fords liegt so einiges im Argen. Und vor allem geht es um das Fortbestehen des Weinguts. Es ist, wie ihre Familie sagt, durchweg kompliziert...
 So viel erst einmal zum Inhalt. Die Protagonistin Georgia Ford, die gleichzeitig als Ich-Erzählerin in Erscheinung tritt, nimmt die Leserschaft mit nach Kalifornien, auf das Weingut ihrer Eltern. Ein tolles Setting übrigens! Wir werden also sofort ins Geschehen geworfen und stehen mit ihr zusammen in der Taverne ihres Bruders - im Brautkleid. Zunächst erfährt man gar nicht so schnell, was eigentlich zwischen ihr und ihrem fast Angetrauten Ben geschehen ist oder was sie dazu bewegt hat, eine Woche vor ihrer Hochzeit abzuhauen. Georgia's Brüder fragen zwar nach, allerdings mit sehr viel Distanz. Und auch die Mutter ist überrascht, dass die Tochter plötzlich in der Tür steht, aber nicht etwa, weil die Hochzeit vielleicht abgesagt wird. 

Es ist kompliziert - so wird es im Roman öfters betont. Und das ist es tatsächlich. Die Brüder von Georgia sind sich uneins, die Mutter dreht ein wenig frei und der Vater schafft die Arbeit auf dem Weingut nicht mehr. Georgia's Beziehungs-/Hochzeitsdilemma rückt nach und nach in den Hintergrund. Der Fokus rückt mehr und mehr auf das Weingut, was es zu retten gilt. Das kleine Stückchen heile Welt für Georgia. Und somit lernt Georgia tatsächlich, was es heißt glücklich zu sein und wen oder was man zum Glücklich sein braucht. 

Allerdings muss ich sagen, dass das Buch, beziehungsweise dessen Geschichte meine Erwartungen, die ich auch laut Klappentext gehegt hatte, nicht gänzlich erfüllen konnte. Dabei war der Start des Buches jetzt gar nicht mal so sehr das Problem. Auch wenn ich als Leserin in die Ausgangssituation reingeworfen wurde, hat es mir zu Beginn doch recht gut gefallen. Was mir jedoch gar nicht gefallen hat, beziehungsweise was mich stutzen ließ, war eben diese stetige Distanz zwischen den Familienmitgliedern, insbesondere der Mutter gegenüber Georgia. Letztlich wird Georgia eigentlich gar nicht richtig angehört, so hatte ich das Gefühl. Und zu der Sache mit Ben - der Typ hat es einfach mal dezent verkackt und ist überdies vor allem eins, nämlich dreist und selbstverliebt. Aber irgendwie habe ich das mehr so gesehen, als die Ford-Familie selbst. Denn die waren alle mit ihren eigenen Problemen beschäftigt, die natürlich nicht gerade irrelevant sind. 

Aber es ist eben tatsächlich alles sehr kompliziert und wirr. Letztlich geht es dann vor allem um das Wein-Gut der Eltern. Georgia's Vater schafft den Erhalt einfach nicht mehr, die Konkurrenz ist entsprechend groß. Aber Georgia weiß, dass es womöglich der größte Fehler ihres Vaters wäre, wenn er das Wein-Gut verkaufen würde und so legt sie alles daran, dies zu verhindern. Diese Absätze im Buch empfand ich als besonders wertvoll und interessant. Und auch, wenn es teilweise sehr viel Wirtschaft beinhaltete, kam ich gut mit und konnte die jeweiligen Handlungsbereitschaften nachvollziehen. Gleichzeitig wurden hier auch immer Rückblicke geschaffen, wie das Weingut eigentlich entstanden ist, und wie sich die Eltern von Georgia kennen gelernt haben. Das war auch sehr schön zu lesen und sie waren fast meine Highlights im ganzen Buch.

Dann stieß ich aber auf eine Aussage im Buch, die ungefähr so lautete: Ich will hier jetzt kein Denver-Clan-Drama drauß machen. Und das war einer der Momente, wo ich einfach dachte:"Naja, warum machst du denn dann eines drauß?" Je mehr sich das Buch nämlich dem Ende zuneigte, desto dramatischer und intrigenvoller wurde es. Und das fand ich wirklich blöd. Denn das machte die Figuren im Buch auch so unnahbar und oberflächlich, die waren einfach nicht greifbar, selbst wenn sie nebeneinander saßen und ein Bierchen tranken. Die Distanz blieb. Und Probleme können ja so manche Geschichte sehr gut würzen, bei anderen Geschichten reicht es aber, wenn man sich auf 2-3 Konflikte beschränkt.

Und was ich mich dann die ganze Zeit über gefragt und auch schon auf twitter diskutiert habe: So schön das Cover auch ist, warum denn jetzt Weinbergpfirsiche? Sahen Weintrauben nicht gut genug aus? Denn im Buch werden mit keinem Wort Pfirsiche erwähnt und auch der englische Titel spricht von Trauben und das Buchcover schreit es schon fast - 800 Grapes. Ich vermute ja stark, dass es was mit dem Ende auf sich hat, aber das ist auch nur so eine Theorie von meiner Seite. Aber bei dem Cover bleibt es nicht, auch den Titel kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Warum benennt man denn ein Buch in Ein wunderbares Jahr, wenn die Handlung sich in etwa einer Woche vollzieht. Ich hätte es ja noch verstanden, wenn es Wunderbare zehn Jahre geheißen hätte, denn solange braucht es, bis ein Weingut einen Ertrag bringt. Aber Ein wunderbares Jahr? Das erschließt sich mir noch immer nicht. 

Letztlich habe ich dem Buch drei Sterne gegeben. Ein wunderbares Jahr von Laura Dave ist ein Buch, was man tatsächlich mal auf einer Wiese lesen kann, während man sich dabei sonnt. Es war nun nicht abgrundtief schlecht und eine nette Lektüre für Zwischendurch, aber es war nun eben auch nicht so gut, dass es mich emotional vollkommen mitgerissen hätte.  Dafür war es einfach zu kompliziert, zu wirr, es gab zu viele Figuren mit Denver-Clan-Problemchen und eben die anhaltene Verwirrung zwecks Buchtitel und -cover. 

Dennoch: Ich bedanke mich vielmals beim Team von Lovelybooks für diese tolle Überraschungspost! Ich habe mich sehr darüber gefreut, Teil dieser Bloggeraktion zu sein :-) 

Hier geht es zur Homepage der Autorin und hier verlinke ich euch das Buch auch nochmal auf der Verlagsseite von Blanvalet

Ich wünsche Euch ein tolles, sonniges Wochenende! Wir lesen uns am Sonntagabend wieder, dann mit einer kleinen Review zur Skoobe-App! Bis dann, 

Ausgepinselt: Marmorierte Nägel ... mit Alufolie


Einen wunderschönen guten Tag ihr Lieben! 
Man mag es kaum glauben, aber ich habe mir doch tatsächlich mal wieder einen Nagellack gekauft. Und sogar noch einen heißbegehrten: essie's suite retreat. Hätte es bei Müller Drogerie in der vergangenen Woche keine 20% Rabatt auf ALLE Nagellacke gegeben, dann wäre das gute Stück wohl nicht bei mir eingezogen. Alle Zeichen standen also wirklich auf Nagellack! Schon so manches Mal habe ich im Mai erwähnt, dass mich nagellacktechnisch derzeit so gar nichts reizt. Wenn ich mir Inspirationen für ein nettes Design suchen möchte, wird mir meist Ombré Nails vorgeschlagen. Aber das ödet mich ja so dermaßen an. Bis ich bei pinterest auf eine äußerst interessante Idee gestoßen bin, einen Marmor-Look auf die Nägel zu zaubern. Das Water-Marble-Design finde ich an sich auch immer schön, aber es ist auch enorm zeitaufwändig. Pinterest schlug mir etwas vollkommen anderes vor: Alufolie! 

Und da kam dann auch der neue essie-Lack gleich zum Einsatz, sowie ein schönes Glitter aus dem Hause KIKO. Außerdem fast in jedem Haushalt vorhanden: die gute alte Alufolie.
 Und so geht's: 
 Eure Nägel lackiert ihr mit einer Basisfarbe eurer Wahl, diese lasst ihr dann gut trocknen. Die Alufolie (das muss nur ein kleines Stück sein) zerknautscht ihr zu einem grobzackigen Etwas. Dann sucht ihr euch noch eine nette Farbe für das Marmorieren aus, welche ihr auf eine Unterlage tröpfelt, zum Beispiel Alufolie oder ein Blatt Papier oder was gerade als Unterlage dienen kann. Dann tunkt ihr euer Alu-Etwas in den Lack und tupft damit dann über eure Nägel. 

Das macht ein wenig Sauerei, aber mit Q-Tipps und etwas Nagellackentferner ist das schnell behoben. Alles gut trocknen lassen, einen Topcoat drüber und fertig: 

Sicherlich sieht das Design mit Kontrastfarben genauso cool aus, aber auch knallige Farben in Kombination mit einem satten Gold stelle ich mir sehr hübsch vor. Außerdem hat jeder Nagel ein anderes Muster, langweilig wird es hier also ganz bestimmt nicht. Übrigens gibt es viele Nagellackfeen, die sich, statt Alufolie, mit Frischhaltefolie austoben und ebenso schöne Designs zaubern. 

Ich hoffe, euch hat dieser Beitrag gefallen. Wenn ihr noch ein paar ausgefallene Nageldesigns kennt, dann schreibt sie mir doch gerne in die Kommentare! 

Habt noch einen wunderbaren Tag,