Gemeinsam lesen #12

Hallöchen ihr Lieben! 
Neues Jahr, neue Challenges und Projekte - heute nehme ich zum 12. Mal (und auch auf Empfehlung der lieben Inka von Lebensleseliebelust, die das wirklich sehr sehr fleißig auf ihrem Blog verfolgt!) an der Gemeinsam lesen-Aktion teil.  Asaviels Bücher-Allerlei, die Schöpferin dieses Projekts, hat zwar aufgehört, aber Schlunzenbücher und Weltenwanderer haben das Projekt quasi adoptiert und führen es nun weiter. 

Außerdem: Das hier ist jetzt der 200. Eintrag auf meinem Blog. 200 Mal Geschreibsel meinerseits. Totaler Wahnsinn! 

Bei Gemeinsam lesen handelt es sich um einen Currently Reading-Beitrag, der sich aus vier Fragen zusammensetzt. Drei davon sind immer die gleichen, ergänzend dazu gibt es dann nochmal eine sich stets variierende Frage. Eine schöne Sache, um ein paar Gedanken zum jeweiligen Buch zu teilen, sich über Bücher auszutauschen und vor allem um andere Blogs kennenzulernen! 
Und nun zu den Fragen für diese Woche:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese immernoch von Alexandra Bracken Die Überlebenden (The Darkest Minds #1) und bin aktuell auf Seite 220.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Kugeln gingen über uns nieder, kein Schnee."

  3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)
Ich glaube, ich habe Leseflaute. Oder das Buch kann mich einfach nicht packen. Ich kann mittlerweile fast Bergfest feiern, aber es haut mich einfach nicht um. Ich warte noch auf den großen Pageturner und hoffe, dass mich die Geschichte noch irgendwie ergreift. Es wäre so schade drum.

4. Gibt es ein buchiges Event in diesem Jahr auf das ihr euch
besonders freut, oder gab es mal was in der Vergangenheit, was euch so sehr begeistert hat,
dass ihr es euch ganz bald mal wieder wünschen würdet?
In diesem Jahr war die Leipziger Buchmesse 2015 definitiv das Buchevent, dem ich entgegen gefiebert habe, aber auch auf die Erfurter Frühlingslese war ich ganz gespannt. Dies ist, neben der Erfurter Herbstlese, das Literaturevent in Thüringen und zieht sich mit zahlreichen Lesungen bekannter und weniger bekannter Autoren bis in den Sommer, ab September geht dann die Herbstlese an den Start. Man kann also schon sagen, dass Thüringen das ganze Jahr über mit Lesungen lockt. Vor zwei Wochen war ich bei der Lesung von Stefan Schwarz, nächste Woche wird die Poetry Slam-Saison für den Monat April eingeläutet! Ansonsten plane ich gerade, ob ich an der FBM 2015 teilnehme, sollte dies klappen, wird das natürlich das nächste buchige Event in diesem Jahr, auf das ich mich tierischst freue :-)

Und ihr so? Was sind eure buchigen Lieblingsevents? Und was macht ihr gegen den Virus der Leseflaute? Kann man sich dagegen impfen lassen? Schreibt es mir in die Kommentare!

Mein Tolino - eBooks & Tab-Talk

Einen wunderschönen sonnigen Sonntag ihr Lieben! 
Wie nicht anders zu erwarten, habe ich es natürlich nicht geschafft Die Überlebenden von Alexandra Bracken bis heute fertig zu lesen. Ich glaube, ich kämpfe gerade gegen eine massive Leseflaute an. Ich bin jetzt bei knapp 170 Seiten (von 550) und es geht gefühlt so gar nicht vorwärts. Aber mir fehlt auch momentan einfach die innere Ruhe, um so ein Buch zu lesen. Aber jetzt habe ich erstmal zwei Wochen Osterferien und da hoffe ich auf ein wenig mehr Lesevergnügen! Nichtsdestotrotz ist es wunderbar, so tolle aufmerksame Leser und Leserinnen wie euch zu haben. Denn ihr stattet mich durch euer Nachfragen immer mit genügend Schreibstoff aus. So auch an diesem Wochenende, als ich einen kleinen Plausch mit der lieben Anika von Ani's Bücherlounge hatte. Denn diese hat mich ganz intensiv über mein Tolino Tab 7 ausgefragt und da ich diese Fragen seit Einzug dieses kleinen Technikwunders öfters gestellt bekomme und ich euch ohnehin mal darüber berichten wollte, wieso ich nun plötzlich mit auf den eBook-Zug gesprungen bin, kommt nun heute eben dieser, schon längst fällige, Eintrag! Wenn Du trotzdem einen Lesetipp, zum Beispiel für die Ferien, brauchst, dann schaue doch mal bei dieser Rezension vorbei ;-)
Warum eBooks? 
Ich will nicht unbedingt sagen, dass ich das Tolino Tab 7 hauptsächlich für den Blogkram gekauft habe, aber genau dieser Aspekt hatte bei der Kaufentscheidung einen erheblichen Anteil. Denn seit gut einem halben Jahr hat es sich hier auf den Blog so eingebürgert, dass ich neben gestandenen Autoren mit großem Verlag im Rücken auch Bücher von Autoren lese, die vom ersten Satzzeichen bis zur Vermarktung ihres Buches alles, aber wirklich alles selbst machen: den Self Publishern. Viele bringen nebst eBook auch Printversionen ihrer Bücher raus, aber natürlich haben diese Leute ein weitaus geringeres Kontingent an Rezensionsexemplaren zur Verfügung. Ein eBook kann da kostenmäßig viel geringer ins Gewicht fallen. Und mir ist es persönlich auch erstmal egal, ob ich ein Rezensionsexemplar als Print oder eBook bekomme. Ich lese es ja wegen der Geschichte, und wenn mir das Buch so sehr gefallen hat, dass ich es noch einmal lesen würde, dann wandert es definitiv auch nochmal ins physische Buchregal und da unterstütze ich den oder die Autorin auch gerne. 
Aber nicht nur die self publishing-Szene war ein Grund für den Tab-Kauf, sondern auch die Veränderungen in der Verlagslandschaft. Selbst wenn die eBook-Käuferzahlen momentan wieder zurückgehen, haben Verlage erkannt, dass self-publishing in Kombination mit eBooks gerade ein heißes Gesprächsthema sind. So hat der Ullstein Verlag im Sommer vergangenen Jahres den e-publishing Verlag Forever beziehungsweise Midnight ins Leben gerufen. Die tollen Geschichten bekommt man eben nur als eBook! Aber selbst namenhafte Autoren bringen Spin Off's ihrer gefeierten Werke nur als eBook heraus, irgendwie kommt man da also nicht wirklich drum herum.
Naja, und dann zählt natürlich auch der Bequemlichkeitsfaktor mit rein: immer mit Buch! Aber manchmal ist die Handtasche halt zu klein, um einen dicken Wälzer mit sich rumzuschleppen. Und 30€ am Flughafenschalter mehr bezahlen, weil dein Reisegepäck hauptsächlich aus Büchern besteht? Ein eBook wird natürlich nicht (um hiermit gleich mal den massiven Gegnern den Wind aus den Segeln zu nehmen, haha!) das tatsächliche Buch ersetzen können. Ich stecke meine Nase auch lieber ins Papier, als auf die Mattscheibe. Aber eReader-Besitzer wissen um die Vorteile dieses kleinen technischen Wunders: Im Dunkeln lesen, kein unbequemes Lesen mehr (die, die Vom Winde verweht - über 1200 Seiten - gelesen haben, wissen was ich meine!), die Schriftgröße kann sogar dem blindesten Maulwurf angepasst werden. Die eBook-Leser ärgern sich spätestens dann, wenn der Akku leer ist, aber auch dies dauert seine Zeit. 
Warum Tolino und warum kein richtiger eReader? 
 Zwischen Tab und eReader bestehen natürlich auch nochmal massive Leseunterschiede. Während ein tatsächlicher eReader allein von der Displayqualität wie ein tatsächliches Buch daher kommt, hinkt das Tab natürlich weit hinterher, denn das hat nicht das für eReader typische e-Ink inne. Aber ein Tab ist dafür eben ein kleines Multitalent an Funktionen. Auf dem eReader kannst du eben nur lesen. Also machte ich mir wirklich wochenlang Gedanken, was denn nun besser ist, was ich mit dem Gerät anstellen will. Und vor allem: für welchen Hersteller entscheide ich mich? Zur Auswahl standen die kindle-Produkte von amazon oder aber die eReader aus dem Hause Tolino. Herzlichen Dank auch nochmal an Jasmin, die mich wirklich optimal auf die Tolino-Welt vorbereitet hat, denn letztendlich entschied ich mich für diesen Hersteller. Was mir an amazon so stinkt, ist eben die Eingeschränktheit, die es mir aufdiktiert. Da habe ich null Muße zu. Und ich möchte selbst entscheiden, wo ich mir mein Buch kaufe, muchas gracias! Und warum kein reiner eReader? 
Irgendwie wusste ich schon während meiner Überlegungen, dass ich ein Spielzeug haben möchte. Etwas womit ich weitaus mehr machen kann als nur lesen. Zum Beispiel mein Netflix-Abo vollends ausschöpfen. Das mache ich nämlich, wenn ich nicht gerade mit dem Tolino Tab lese und am Laptop sitze und zum Beispiel Blogeinträge schreibe. Dann läuft mein kleines Tab hier zu Höchstformen auf und spielt mir sämtliche Folgen der jeweiligen Serie ab, die ich gerade schaue. 
Vor Weihnachten hat unser Hugendubel dann auch noch eine Werbeaktion um das Tab 7 veranstaltet und das Ding war damit gegessen. Im Prinzip habe ich mir also ein großes Smartphone geholt, mit dem ich aber auch gut lesen kann. Wenn Euch die technischen Daten zum Gerät interessieren, verlinke ich Euch hier die Herstellerseite. Für mein Tab brauchte ich dann noch ein Schutzcase sowie entspiegelnde Schutzfolien. Und weil mir das noch nicht genug Schutz war, habe ich mir von der Nähfee noch eine fancy Stoffhülle gewünscht. Tja, und dann wurde fröhlich alles auf das Tab geladen, was ich zum Lesen und rumspielen brauche. Meine liebste Verknüpfung hierbei ist die Onleihe-App! Die Onleihe ist ein Zusammenschluss vielervielervieler Bibliotheken in Deutschland, die ihr e-Angebot eben zur digitalen Ausleihe zur Verfügung stellen. Diese App ist an deine Stadtbibliothek gebunden. Du bezahlst also lediglich die Bibliotheken-Jahresgebühr und kannst neben der physischen Ausleihe nun auch online ausleihen. Für mich persönlich die beste Buch-App, die auch bei den eReadern von Tolino funktioniert. Du kannst dort mithilfe von Genre-Bezeichnungen im Katalog blättern. Wenn dir ein eBook zusagt oder du ein Buch findest, in das du sowieso schonmal reinlesen wolltest, leihst du es dir per Touch für 21 Tage aus. Sind die 21 Tage abgelaufen, löscht sich das Dokument automatisch von deinem Gerät (ein Juhu für alle, die auch immer Bücher zu spät abgeben). Momentan habe ich ein Kochbuch und einen Krimi ausgeliehen, den ich mir aber nochmals ausleihen muss, weil ich es einfach nicht geschafft habe, ihn zu lesen. 
 Ansonsten habe ich durch diese App zum Beispiel die komplette Labyrinth-Trilogie von Rainer Wekwerth lesen können, oder die Legend-Trilogie von Marie Lu. Zuletzt hatte ich mir Abgründig von Arno Strobel ausgeliehen und gelesen. Also durchaus aktuelle Bücher! 
Und so sieht es dann aus, wenn ich die eBooks mit der Tolino-App öffne. Natürlich kann man auch hochkant mit dem Tab lesen ;-)  Ansonsten mag ich mein Tab auch so sehr, weil ich darüber auch die kindle-App öffnen kann. Wir hatten das ja schon: ich will selbst entscheiden, wie ich an meine Bücher komme. 
Ansonsten habe ich noch die App Moonreader drauf. Das ist nochmal ein zusätzliches eReader-Programm, falls ich doch mal ein Buch bekomme, welches sich, aus welchen Gründen auch immer, erstmal nicht mit der kindle- oder tolino-App öffnen lässt. Denn von der Moonreader-App kann ich das eBook dann an die genannten anderen Verknüpfungen weiterleiten. Seit der Veröffentlichung von After Passion ist die Schreibplattform Wattpad
 ein großes Gesprächsthema. Ich habe mir die Verknüpfung im Dezember auf das Tab geladen und ein paar Mal drinn gestöbert, aber bei so vielen Geschichten ist es tatsächlich schwer, wirklich gute Stories zu finden. Daher staubt diese Anwendung gerade etwas ein!


Ansonsten habe ich noch mein eMailkonto mit dem Tab verknüpft, als auch goodreads. YouTube ist ebenso wie Netflix ein Muss. Lediglich die Facebook-App ist nicht in Benutzung und Spiele findet ihr hier ebenso wenig.

Ich würde insgesamt schon sagen, dass sich mein Leseverhalten gerade in den ersten Monaten mit dem Tab stark verbessert hat und ich sehr viele eBooks gelesen habe. Momentan gucke ich aber mehr Serien mit dem Tab, als das ich darauf lese, weil einfach unfassbar viele Printbücher bei mir eingezogen sind, die nun erstmal weggelesen werden müssen. Nichtsdestotrotz stöbere ich alle zwei, drei Tage mal in der Onleihe rum und denke mir:"Und das könntest du mal lesen, und das, und das ... OH UND DAS!" Aber ihr kennt das ja, zu wenig Lebenszeit... Gerne würde ich mir auch irgendwann einen richtigen eReader zulegen, aber das hat jetzt erstmal noch Zeit.

Habt ihr einen eReader? Welchen habt ihr und wie findet ihr ihn? Was haltet ihr generell von eBooks? Schreibt es mir in die Kommentare! 

Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche! Lasst Euch nicht von der Zeitumstellung verwirren ;-)

Neuzugänge XXL ... und wie ich mein Fastenvorhaben über den Haufen warf!

 
Hallöchen ihr Lieben! 
Achjaaaa, es ist immer wieder klasse, wie ich meine eigenen Vorhaben breche. Ich hatte ja schon gewusst, dass der März ein buchiger Monat wird, aber so buchig? Ich würde ja gern der Buchmesse die Schuld in die Schuhe schieben, aber: I like books and I can not lie! So zogen also ziemlich viele Bücher bei mir ein, die ich Euch heute zeigen möchte :-) 
Vor der Messe zogen erstmal ganz unverfänglich ein paar Rezensionsexemplare bei mir ein. Laura Newman's Nachtsonne - Flucht ins Feuerland habe ich dann auch schnell gelesen und auch schon für euch rezensiert. Ganz besonders habe ich mich über Love Letters To The Dead von Ava Dellaira gefreut, welches ich auch sogleich verschlungen und ebenfalls für euch rezensiert habe. Momentan lese ich an dem dystopischen Auftakt Die Überlebenden von Alexandra Bracken. Etwas schwere Kost, aber durchaus interessant zu lesen. Wenn ich mit dem Lesen zügig vorwärts komme, könnt ihr die Rezension dazu dann am Sonntag lesen. 
 Während der Leipziger Buchmesse 2015 wurde es dann wirklich gefährlich. Überall, aber wirklich überall Bücher über Bücher. Es war so klar, dass ich da nicht mit nur einem Buch rausgehe. Weil Messe war und die Lesung kurz bevor stand, durfte von Stefan Schwarz Ich kann nicht, wenn die Katze zuschaut bei mir einziehen - derzeit eine aberwitzige Gute Nacht-Lektüre bei mir. Weil alle darüber sprechen und ich ja stets mitreden will, zog Colleen Hoover's Hope Forever bei mir ein. Und wehe, es enttäuscht mich. Weil ich Will liebe war der absolute Obergau für mich! Schade auch, dass der Fortsetzerband ein ganz anderes Coverdesign hat, als der jetzige. Aber nun gut, daran wollen wir die Geschichte nun nicht messen. Bei der Thriller-Nacht, organisiert durch den Loewe-Verlag, hat mir Ursula Poznanski ihre Verratenen-Dystopie richtig schmackhaft gemacht. Das durfte also auch mit und dabei habe ich Saeculum immernoch nicht gelesen (Schande über mich, ahhh!). Und dann, und dieses Buch beliebäugle ich schon mit großer Vorfreude, war ja auch Eoin Colfer live bei der Thriller-Nacht! Zeitreise-Bücher wie WARP? Immer her damit! Vor allem wenn sie von einem so sympathischen und kreativen Autor sind :-) 
Auf der Leipziger Buchmesse 2015 geschenkt bekommen habe ich von Melanie Raabe Die Falle, ein sehr gehypter Newcomer-Thriller derzeit! Ich bin schon ganz gespannt und habe bisher nur positive Stimmen zu diesem Buch gelesen. Ebenfalls geschenkt bekommen habe ich von Bianca Iosivoni Hunters Special Unit - Vertrauen. Allein das Cover verspricht sexy times, whoop! Besucht auf jeden Fall mal Bianca's Autorenseite :-) 
Gegen den Messe-Blues ... oder: weil ich ja nicht schon genug ungelesene Bücher im Regal stehen habe! Eleanor & Park von Rainbow Rowell (dieser Name fasziniert mich nach wie vor) war mein Buch für meine "Abo"-Mitgliedschaft. Ich muss mir da 1x im Quartal immer ein Buch aussuchen und hatte bestimmt auch schon X Mal vor, dieses Abo zu kündigen. Aber ich bin halt so ein Dulli, die immer die Kündigungsfrist verpasst! Aber ich wollte das Buch so oder so haben. Ob jetzt oder später ist dann ja auch nicht mehr relevant, haha. 
Weil mir der erste Teil der Nachtsonne-Chroniken so gut gefallen hat, musste dann einfach der zweite Band bei mir einziehen! Es musste einfach sein. Okay, musste nicht, aber .... ach lassen wir das!
Für mein Schulprojekt bin ich ins Erfurter Stöberhaus getigert. Eigentlich wollte ich mir dort Comic-Raritäten abholen, aber dann lachte mich auch Britta Sabbags Pinguinwetter an - in einem Topzustand (ungelesen) und für nur einen Euro. Wenn du mal in Erfurt bist und Bücherflohmarkt-Feeling magst, kann ich dir das Stöberhaus nur ans Herz legen!  

So und nun werde ich mir erstmal langelangelange keine Bücher mehr kaufen - sagte sie und ... Ich traue mich gar nicht, meinen SuB zu aktualisieren. Ich wollte eigentlich eben diesen mal ein wenig abarbeiten und unter die 40 Bücher rutschen. Jetzt bin ich bestimmt bei über 50 Büchern. Ahhhhhh. Ich weiß, dass mein SuB vergleichbar mit einem Minniwinnie ist, aber trotzdem: Da muss jetzt wieder was runtergelesen werden! 

Und welche Bücher habt ihr in letzter Zeit ershoppt? Schreibt es mir doch in die Kommentare!
 
Ich wünsche Euch ein buchiges Wochenende! 

P.S. Zu meinen Buchmesse-Berichten geht es hier und hier

Meine Nagellacksammlung [Exkurs]: Meine Nagelroutine

Hallöchen ihr Lieben! 
Auf besonderen Wunsch der lieben Jule kommt heute mal meine kleine, nicht besonders spektakuläre, Nagelroutine online. Oder auch: Ich zeige Euch wie und womit ich mir die Nägel lackiere. Eine kleine Information vorab: Seitdem essence bekannt gegeben hat, dass das Gel-Set komplett aus dem Sortiment geht, war es bei mir auch schlagartig mit der Gel-Lackiereri vorbei. Irgendwie hat mir dieser Fakt den Spaß daran kaputt gemacht. Gleichzeitig läuft ja auch immernoch das Konsumfasten 2015. Zwar habe ich in sämtlichen anderen Teilvereinbarungen versagt, aber was das Nagellackkaufverbot angeht, bin ich immernoch voll dabei! Somit konnte ich mich auch noch nicht mit den 3-Phasen-Systemen von catrice und essence auseinandersetzen, werfe da aber sehnsüchtig ein Auge drauf und das wird wohl auch das erste sein, was an neuen Nagellacken bei mir einziehen darf. 

Nichtsdestotrotz bleibt es bunt auf den Nägeln und es gibt durchaus gute Produkte, die den Nagellack auch für 3-4 Tage haltbar machen. Allerdings muss ich mich ein bisschen für meine Nägel entschuldigen. Durch die Gel-Geschichte konnten sich meine Nägel bisher immer gut erholen (ich werkel immer viel mit meinen Händen rum) und ich hatte auch das Gefühl, dass sich meine Nägel sehr viel härter und weniger brüchig anfühlen, immerhin wurden sie ja auch durch das Gel gestärkt. Damit ist es nun aber leider vorbei. Ich habe wieder mit sehr weichen Nägeln zu kämpfen, die super schnell einreißen. Ein Graus! Aber gut, irgendwie lässt es sich schon damit leben und vielleicht helfen ja die genannten 3-Phasen-Systeme etwas. 
Ansonsten muss ich sagen, dass das Nägellackieren meine Me-Time schlechthin ist. Was für viele wahnsinnig anstrengend ist (braucht zu lange zum trocknen, und auch Nageldesigns nehmen viel Zeit in Anspruch), ist für mich pure Entspannung. Da kann ich nebenher Serien gucken (ich schaue gerade Dexter Season 5 - große Liebe für Netflix), mich berieseln lassen und mich mal für ein Stündchen einfach auf mich konzentrieren. Bücher lesen ist zwar auch entspannend, aber da bin ich nie wirklich bei mir, sondern immer in der jeweiligen Geschichte. 
Aber nun genug gelabert, lasst uns endlich loslegen. Zum Ablackieren benutze ich meist den Nagellackentferner von ebelin und zwar ohne Aceton (gibt es bei dm und kostet nicht mehr als 1,50€). Aceton ist ein chemischer Stoff, der es ermöglicht, gerade dunkle und rote Lacke sowie Lacke mit Glittereffekt besser und vor allem schneller abzulackieren. Allerdings greift dieser Stoff auch deine Nägel stärker an. Bei starken, harten Nägeln ist das vielleicht kein Problem. Wenn du aber zu brüchigen Nägeln neigst, ist acetonfreier Nagellack in jedem Fall besser. Manchmal brauche ich auch Q-Tips, um die Nägel vollständig vom Lack zu befreien. Und bei Glitter-Lacken? Für besonders resistenten Glitterlack nehme ich immer ein Stück, in Nagellackentferner getränktes, Filz. So ein Din A4-Filzbogen kostet im Bastelladen etwa 60cent. Damit bekomme ich auch hartnäckigen Glitter vom Nagel, ohne mir das Nagelbett kaputt zu säubern.
Tja, und so sieht das dann aus, wenn der pinke Lack runter ist! Ich persönlich mag meine nackten Nägel ja gar nicht! Und ich glaube, die stets bunten Nägel sind schon fast mein Erkennungszeichen. Ich trage wirklich immer lackierte Nägel - ist dem einmal nicht so, sollte man sich wirklich fragen, ob ich vielleicht krank bin, haha. Im nächsten Schritt würde ich dann schauen, ob ich, wenn ich denn abgebrochene oder eingerissene Stellen habe, diese mit der Nagelschere wegschneide. Eine Feile habe ich zwar auch, aber die kommt nur sehr selten zum Einsatz, obwohl mir durchaus bewusst ist, dass das Feilen von Nägeln viel besser ist, gerade wenn sie brüchig sind. Dafür bin ich aber irgendwie zu faul. 

Bevor es dann ans Lackieren geht wasche ich mir nochmal die Hände.  Zum Einen weil die Wattepads immer, aber wirklich immer, Flusen auf meinen Nägeln hinterlassen und andererseits ist dann auch absolut kein Fett mehr auf dem Nagel. Wenn die Grundfläche fettfrei ist, hält der Nagellack auch gleich viel länger. Dann schiebe ich anschließend noch die Nagelhaut mit Rosenholzstäbchen zurück. Meine habe ich für 1,45€ von essence gekauft. Bei einigen klappt dies besser, wenn die Hände vorher mit warmen Wasser ein wenig eingeweicht sind. Bei mir funktioniert es auch trocken ganz gut. 
Tja, und dann muss ich mich eigentlich nur noch für eine Farbe entscheiden. Die, die meinen Blog schon etwas länger verfolgen, wissen aber, dass es wohl nie bei einer Farbe auf den Nägeln bleibt. Ich brauche immer irgendwas besonderes auf den Nägeln, sonst langweilt mich das - auch so ein komischer Tick von mir. Weil ja nun bald Ostern ist, habe ich mich für zwei Frühlingsfarben entschieden und werde diese dann noch mit weißen Pünktchen aufpeppen. Dazu benutze ich einen Applikator, ebenfalls von essence (hat nicht mehr als 2,50€ gekostet). Ich habe diesen auch schon öfters gezeigt. 
Damit ich bis zur nächsten Nagelsession auch lange etwas von meinem Design habe, verwende ich einen Topcoat, auch wieder von essence (nein, das ist keine Schleichwerbung!). Der better than gel nails high gloss Topcoat ist auch einer der Topcoats, den ich immer wieder weiterempfehle! Dein Lack hält nicht nur sehr lange, sondern deine Nägel glänzen auch besonders schön. Du bekommst diesen Topcoat für etwa 2,50€. Und ich schwöre, ich fange an zu weinen, wenn essence den jemals aus dem Sortiment nimmt! 
Und das war auch schon meine Nagelroutine! Wenn alles gut getrocknet ist und ich einige Lackierpatzer entfernt habe, creme ich meine Hände meist noch mit einer Handcreme ein und dann ist es das auch schon gewesen. Nagelöle und sowas benutze ich nicht, auch wenn dies bestimmt zu einer richtigen Nagelroutine dazugehören würde. 

Ich hoffe, Euch hat dieser Eintrag gefallen und ihr konntet für Euch einige Hilfen mitnehmen! 
Schreibt mir doch mal in die Kommentare, wie Eure Nagelroutine aussieht und welche Produkte ihr benutzt bzw. empfehlen würdet! 

P.S. Wie du Nagellack richtig aufbewahrst, erfährst du hier und welche Nagellackfirmen ich richtig gut finde, kannst du hier nachlesen! 

Ich wünsche Euch noch einen tollen Tag, 

Gemeinsam lesen #11

Hallöchen ihr Lieben! 
Neues Jahr, neue Challenges und Projekte - heute nehme ich zum 11. Mal (und auch auf Empfehlung der lieben Inka von Lebensleseliebelust, die das wirklich sehr sehr fleißig auf ihrem Blog verfolgt!) an der Gemeinsam lesen-Aktion teil.  Asaviels Bücher-Allerlei, die Schöpferin dieses Projekts, hat zwar aufgehört, aber Schlunzenbücher und Weltenwanderer haben das Projekt quasi adoptiert und führen es nun weiter. 

Bei Gemeinsam lesen handelt es sich um einen Currently Reading-Beitrag, der sich aus vier Fragen zusammensetzt. Drei davon sind immer die gleichen, ergänzend dazu gibt es dann nochmal eine sich stets variierende Frage. Eine schöne Sache, um ein paar Gedanken zum jeweiligen Buch zu teilen, sich über Bücher auszutauschen und vor allem um andere Blogs kennenzulernen! 
Und nun zu den Fragen für diese Woche:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese gerade von Alexandra Bracken Die Überlebenden (The Darkest Minds #1) und bin aktuell auf Seite 96.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Wir erreichten die Stadtgrenze von Marlinton gegen sieben Uhr morgens, gerade as die Sonne hinter den dichten Wolkendecken auftauchte."

  3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)
Für meine Verhältnisse ist es diesmal ein wirklich sehr dickes Buch. Normalerweile lese ich Bücher zwischen 300-400 Seiten, dieses hier hat jetzt 550 Seiten, wuhu! Deshalb, und weil ich den Verlag nicht allzu lange auf die Rezension warten lassen möchte, habe ich mir das Buch in Abschnitte eingeteilt, um ausnahmsweise mal nach Leseziel zu lesen. Das mache ich üblicherweise nicht, aber ich glaube, bei diesem Buch würde ich ohne Ziel noch etliche Tage dran lesen! Teilt ihr Euch dickere Bücher auch nach Kapiteln ein? Ansonsten muss ich sagen, dass mir der Einsteig ins Buch etwas schwer fiel. Das lag schon ein wenig am Schreibstil, aber mittlerweile ist es wirklich spannend und ich habe mich da reingelesen. Mir gefällt die Idee um diesen Virus sehr gut und ich bin schon gespannt, wie es weiter gehen wird.

4. Welches Buch würdest du einem absoluten Lesemuffel empfehlen, um ihn davon zu überzeugen, dass Lesen einfach das absolut tollste ist? Und warum gerade dieses Buch?
Puh, keine einfache Frage, aber wenn, dann wahrscheinlich Harry Potter, weil es einfach mal Harry Potter ist, mehr Argumente braucht es nicht! :-)

Und ihr so? Mit welchem Buch hat Eure Leseleidenschaft begonnen?
 



Ein paar Worte zu... Ava Dellaira - Love Letters To The Dead

Einen wundervollen Sonntag ihr Lieben! 
Auch heute gibt es wieder ein paar Worte zu einem Jugendbuch, welches derzeit in aller Munde ist. Die Rede ist von Ava Dellaira's Love Letters To The Dead. Für mich ein Roman über das Suchen und Finden des eigenen Seins. Mir wurde dieses Buch als Rezensionsexemplar zugeschickt. Vielen lieben Dank an den Verlag dafür!
Im Englischunterricht bekommt Laurel die Aufgabe, einem verstorbenen Künstler einen Brief zu schreiben. Die Wahl fällt auf den Musiker Kurt Cobain, der gleichzeitig auch der Lieblingskünstler ihrer verstorbenen Schwester May war. Was ursprünglich als Hausaufgabe gedacht ist, entwickelt sich für Laurel schnell zu einem größeren Projekt, denn sie schreibt nicht nur diesen einen Brief an Kurt Cobain. Sie schreibt dutzende Briefe an all die Berühmtheiten, die sich dazu entschlossen haben, die Welt früher zu verlassen und von denen uns heute nichts mehr bleibt als die Erinnerung an ihre großartigen Werke. In den Zwiegesprächen mit Amy Winehouse, Jim Morrison, Heath Ledger, Elizabeth Bishop und vielen anderen verarbeitet Laurel nach und nach den Tod ihrer Schwester und findet dabei immer mehr zurück zu sich selbst.
Auch wenn das Jahr noch verhältnismäßig jung ist, kann ich jetzt schon sagen, dass Love Letters To The Dead von Ava Dellaira ein absolutes Buchhighlight für mich ist, welches mich auf verschiedenste Weise sehr stark berührt hat. Schon auf den ersten 30 Seiten hat mich diese Geschichte so gepackt - ob ich nun einfach verweichtlicht bin, sei mal so dahin gestellt. Ich kann mich jedenfalls an kein Buch aus dem Jahr 2014 erinnern, was mich in dieser Weise bewegt hat. Die Protagonistin Laurel war für mich als Leserin zum Greifen nahe und ich konnte mich wirklich gut mit ihr identifizieren. Gleich zu Beginn erfahren wir, dass Laurel es gerade nicht einfach hat. Dass sie seit dem Tod ihrer Schwester May nicht weiß, wer sie eigentlich ist und nicht weiß, wohin mit all der Trauer. Ihre Eltern sind in besonderer Weise mitgenommen vom Tod ihrer Tochter May und man bekommt ziemlich schnell einen guten Eindruck von Laurels gebrochener Situation. Denn sowohl Vater als auch Mutter sind in ihrer eigenen Trauer isoliert. Gerade die Mutter fällte eine folgenschwere Entscheidung: vor der Trauer davonlaufen und wegziehen, in dem Glauben, dass dies das Richtige für alle Beteiligten wäre.
 Nur Tante Amy scheint ein kleines Auffangbecken für Laurel zu sein, gleichwohl sie einen ziemlichen Hang zu Gott hat. Aber damit scheint Laurel sich arrangieren zu können, doch verstanden fühlt sie sich dennoch nicht von dieser Welt. Der Mensch, der sich verstanden hat, mit dem sie all ihre Geheimnisse und Träume teilte, zu dem sie aufsah, ist nicht mehr da. Um nicht den mitleidigen Blicken ausgesetzt zu sein, entschließt sich Laurel dazu die Schule zu wechseln und pendelt von da an immer abwechselnd zwischen dem Zuhause bei ihrem Vater und ihrer Tante.  Vorerst geschützt durch den Neubeginn und der damit verbundenen Anonymität durchläuft Laurel sämtliche Phasen der Trauerbewältigung und setzt sich in ihren Briefen zu all den Verstorbenen sehr reflektiv mit sich selbst und der Welt auseinander. Sie schimpft und flucht, sie bedauert und bemitleidet, aber sie lernt auch die nach und nach wiederkehrenden kleinen Freuden des Lebens besonders zu schätzen. Und vor allem lernt sie es, sich selbst zu schätzen!
 Dabei helfen ihr vor allem die neuen Bekanntschaften, die sie an ihrer neuen Schule macht. Diese bringen sie dazu, aus sich selbst auszubrechen - auch wenn dieses Ausbrechen nicht immer gut ist. Laurel lernt sehr schnell, dass jeder ein Päckchen mit sich zu tragen hat. Ob groß oder klein, diese Päckchen prägen die Menschen. Und auch ihre Schwester May hatte so ein Päckchen zu tragen, was sie letztlich zu diesem Menschen gemacht hat, der sie war. 
Mir hat dabei vor allem der Schreibstil von Ava Dellaira gefallen, der für mich nicht nur sehr bildhaft war, sondern auch immer eine Botschaft mit sich trug, wo ich als Leserin immer dachte:"Ja, genau so ist es!" Und dies ist wahrscheinlich auch der ausschlaggebende Punkt für all die Sympathien, die man dann mit Laurel hat, denn sie hat ja in jedem Standpunkt, den sie in ihren Briefen vertritt, recht! Und mir ist es auch nicht besonders schwer gefallen, ihr Handeln (und sei es auch noch so naiv) nachvollziehen zu können, denn sie hatte in jedem einzelnen Moment die Absolution für ihr Tun. Gleichzeitig erschien sie mir aber auch erst dadurch als eine unfassbar starke Person, in der sehr viel Mut steckt!
Während des Lesens erfuhr ich nicht nur über die Gründe für das Ableben der einzelnen Persönlichkeiten. Mit jeder umgeblätterten Seite dringt man auch immer weiter in die Tiefen von Laurels Gedanken und Stück für Stück erfährt man auch, warum May eigentlich gestorben ist. Ein weiterer Aspekt, der dieses Buch zu etwas besonderem macht, ungeachtet dessen, dass es sich sehr stark am Abgrund bewegt und zum Ende der Geschichte hin auch einen sehr bewegenden Höhepunkt erreicht. Trotz der recht traurigen Thematik hat es mir dennoch sehr viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen, weil es einfach mal wieder ein Buch mit sehr viel Tiefgang war. Das ist nicht jedermanns Geschmack, denn diese Tiefen können an manchen Stellen auch sehr ungemütlich sein. Aber mir persönlich hat gerade dies besonders gut gefallen, denn das Leben funktioniert nunmal nicht anders. Fünf von fünf Sternen!

Habt ihr Love Letters To The Dead bereits gelesen? Wie hat es Euch gefallen? Wäre dieses Buch etwas für Euch?Schreibt mir doch bitte auch mal in die Kommentare, wie ihr es findet, dass ich aus einigen Büchern Stellen zitiere? Ist dies für Euch hilfreich oder eher sinnlos?

Ein paar Worte zur... Stefan Schwarz-Lesung, oder auch: Eheberatung mal anders!



Hallöchen ihr Lieben, 
die Leipziger Buchmesse 2015 ist vorbei, die Erfurter Frühlingslese 2015 aber derzeit im vollen Gang. Wie sich diese Buchevents die Klinke in die Hand geben, finde ich nach wie vor ja ganz sensationell - ich lasse mir eben gerne etwas live vorlesen! Und Stefan Schwarz hätte den (Lese-)Frühling für mich nicht besser einläuten können.
Stefan Schwarz ist ein deutscher Journalist und Kolumnist. In der Berliner Zeitschrift "Das Magazin" veröffentlicht er monatlich satirisch-angehauchte Geschichten über das Leben als Familienvater und Ehemann. Aber auch Alltägliches wird gut und gerne mal lustig durch den Kakao gezogen, immer mit einem wohlüberlegten Augenzwinkern. Im Jahr 2005 wurde Die Kunst, als Mann beachtet zu werden: Wie man Frauen, Kinder und die eigenen Eltern erzieht veröffentlicht. Und der Erfolg gibt dem komisch-lethargischen Autor recht. Seit 2010 wurden acht Bücher seiner gebündelten Werke veröffentlicht und die Lesungen von Stefan Schwarz sind mittlerweile ein echter Geheimtipp. Nicht ohne Grund war die für den 19. März 2015 angesetzte Lesung in Erfurt bereits im Dezember ratzifatzi ausverkauft! Ein Zweittermin musste her und Stefan Schwarz willigte nur zu gern ein. Auch die Karten für den Zusatztermin (Montag, 16. März 2015) gingen weg wie Schmitz' Katze. Am Dienstag heizte er Ilmenau ordentlich ein, heute Abend dürfen sich die Geraner über seinen Besuch erfreuen. 


Mit im Lesegepäck hat Stefan Schwarz seine neueste Kolumnensammlung Wir sollten uns auch mal scheiden lassen. Szenen eines vollkommen unveganen Liebeslebens. Ein aberwitziges Büchlein, welches die Alltagsszenen einer Ehe/Langzeitbeziehung beleuchtet und pfiffig aufzeigt, warum Scheidung vielleicht doch nicht immer der beste Ausweg ist, um die Alte loszuwerden (oder auch den Alten ;-) ) - man bedenke nur all die Festivitäten und Feiertage. Und irgendwie gewöhnt man sich ja auch an die "bessere" Hälfte! 
In cooler Manier liest Stefan Schwarz am Donnerstagabend im HsD und hat die Erfurter Lacher auf seiner Seite. Vor allem die Damen waren restlos vom Mann mittlerer Statur (so beschreibt Stefan Schwarz sich selbst) begeistert. Aber auch die Männer, und das waren verhältnismäßig viele, wurden gut unterhalten. Stefan Schwarz - ein Mann mittlerer Statur ganz groß, wie ich finde! Zwar flogen keine Schlüpper, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass nicht mehr viel gefehlt hätte! In seinen Kolumnen gibt er nicht nur zu, dass seine Frau auch bei einem verstauchtem Knöchel seitens des Mannes noch gnadenlos die Hosen an hat. Nein, auch aus dem Nähkästchen wird geplaudert: nämlich dann, wenn der Papa komische Liegestütze auf der Mama macht und genau in diesem Moment das Frollein Tochter in der Tür steht. Der Albtraum schlechthin, könnte man meinen, aber warum nicht auch mal über so etwas lachen und den gräßlichen Ehealltag abschütteln? Mit viel Selbstironie und Schlagfertigkeit scheint es jedenfalls zu funktionieren, in so einer Beziehung auf Lebenszeit. Selbstverständlich signierte Stefan Schwarz bereits während der Pause und natürlich auch nach der Lesung ganz fleißig seine Bücher.


Mir hat die Lesung wirklich richtig gut gefallen. Ich glaube, dass die Bücher selbst zwar schon ein Heidenspaß machen, aber Stefan Schwarz hat eine ganz besondere Art seine Geschichten mündlich an die Frau/an den Mann zu bringen. Ich weiß gar nicht wie ich es am besten beschreiben soll, um diesem großartigen Sprechtalent tatsächlich in irgendeiner Form gerecht zu werden. Seine Lesung ist einfach so vieles: da schwingt diese Gleichgültigkeit mit,  und die bereits erwähnte Lethargie, aber gleichzeitig ist das auch schon wieder so unfassbar witzig. Kein Wunder also, wenn sich da kaum einer auf dem Stuhl halten kann. Und irgendwie steckt in jeder seiner Geschichten doch ein kleines Fünkchen Wahrheit! Deshalb: Schaut es Euch am besten einfach mal selbst an, lest seine Bücher und besucht eine Lesung von Stefan Schwarz oder lasst Euch seine Bücher einfach mal vorlesen. Denn Stefan Schwarz spricht all seine Hörbücher selbst ein. Ich lese jetzt übrigens gerade Ich kann nicht, wenn die Katze zuschaut: Neue schreckliche Einzelheiten aus dem Leben eines Mannes von mittlerer Statur. Unfassbar gut!

Insgesamt ganz großes Kino für die Lachmuskeln. Und: Wer Jan Weiler mag, wird Stefan Schwarz lieben! Ein dickes Danke für diesen tollen Donnerstagabend!


*alle Bilder sind mit der Nikon Coolpix S6400 entstanden.

Leipziger Buchmesse 2015 - Tag 2


Hallöchen ihr Lieben! 
Unverhofft kommt oft - oder so. Deshalb gibt es den zweiten Teil der LBM15-Impressionen doch schon vor dem Wochenende (irgendwie hatte ich ja den freien Donnerstag ganz vergessen). Und dann ist der Blogpost-Stau auch schon beinahe überwunden. Irgendwie habe ich derzeit so unfassbar viel zu berichten :-) Aber gut, Buchmesse! Nachdem der Samstag (hier geht's zum Samstagsbericht) ein wahrer Autorenmarathon war und wir von A nach B zu Z gewandert sind, kam der Sonntag eher chillig daher. Tatsächlich hatten wir nur zwei Termine auf dem Schirm, was dazwischen und danach passierte, geschah alles recht spontan. So hatte ich auch mal Zeit für einige Aufnahmen der Messehallen und so weiter. Aber auf Anfang. Wir machten uns nach dem Frühstück wieder recht zeitig zur Messe und hatten dadurch das große Glück mal in die leeren Hallen der Manga-Con zu spinxen. Ich habe ja keine Ahnung von dieser ganzen Manga-Bewegung (also steinigt mich nicht), aber war doch recht angetan, was man da alles für lustige Sachen kaufen konnte. Zum Beispiel Minecraft-Schwerter, haha! 
Danach ging es zum Meet&Greet von Mona Kasten, Sarah Saxx, Rebecca Wild, Annika Bühnemann und Bianca Iosivoni. Mal abgesehen von Mona Kasten, war mir keine der anderen Autorinnen ein Begriff, aber sie waren alle super nett und Bianca Iosivoni sowie Rebecca Wild haben sogar ein paar Leseexemplare ihrer Bücher mitgebracht. Mit Mona haben wir uns sogar noch ein bisschen länger unterhalten können. So eine liebe Maus! Und ich habe noch nie einen Autor/eine Autorin getroffen, die die Signierseite eines Buches so vollschreibt. Aber Mona darf das, sagte sie, haha! Ich habe mich jedenfalls sehr gefreut, sie mal zu treffen.

Danach hatten wir erstmal eine ganze Weile Leerlauf, die wir zum Buchshopping genutzt haben. Vergesst übrigens mein Vorhaben vom Konsumfasten 2015. Es hat null funktioniert. Aber nun gut, man kann ja nie genug Bücher zuhause habe, ge? Einen Neuzugänge-Post wird es in den kommenden Tagen geben. 

 Eoin Colfer verfolgt uns überall hin ;-) 
Ansonsten hatten wir auch endlich mal Zeit uns die einzelnen Stände anzusehen, an denen wir Samstag nur so vorbeigerauscht sind. Da haben wir auch diese lustigen Buchschnitte beim loewe-Verlagsstand entdeckt.  

Um 14Uhr ging es dann zur Lesung von Rainer Wekwerth. Kurz bevor er sein neues Buch Blink of Time vorstellte, konnte ich sogar noch ein Foto mit ihm machen - so ein netter Mensch, ahhhhh! Auch wenn Blink of Time erst im Mai veröffentlicht wird, bin ich jetzt schon ganz hibbelig, denn die Labyrinth-Trilogie hat mir wirklich wirklich gut gefallen und Rainer Wekwerth erzählte, dass diese Buchreihe sogar verfilmt werden soll. Super, ich freue mich darauf! 

Nachdem wir uns noch mit Leseproben und Autogrammen eingedeckt hatten, ging es zurück in Halle 5, denn dort fand ein Workshop organisiert durch epubli zum besseren Plot schreiben statt. Eine wirklich hilfreiche Veranstaltung, gespickt mit vielen anschaulichen Beispielen, wie man einfach nicht schreiben sollte. Geleitet wurde die Veranstaltung von Tanja Steinlechner und Julia Powalla, beides Lektorinnen, die in Berlin die Autorenschule Schreibhain leiten. Hat mir richtig gut gefallen. 

Danach ging es dann in eine Podiumsdiskussion zum Thema "Was erwarten Blogger von Autoren und Verlagen". Mit dabei unter anderem Arndt von Astrolibrium, einer der alten Hasen des Literaturbloggeschäfts. Was diese Veranstaltung angeht, bin ich nach wie vor hin- und hergerissen. Einerseits war es schön, dass solch große Namen mal die restliche Bloggerszene vertreten, andererseits fand ich gerade dies aber auch sehr einseitig. Die normalen Besucher müssen sich beim Vorbeilaufen auch gedacht haben: Blogger die eben nur Erwartungen formulieren. Und wo blieb die Gegenseite? Es wäre dann doch wünschenswert gewesen, wenn vielleicht ein Verlagsvertreter und ein Autor noch an der Diskussion beteiligt gewesen wäre. Zudem verlief die Diskussion teilweise in politische Gefilde, was den Veranstaltern nicht ganz zu passen schien?! Denn plötzlich wurde Arndt's Mikro abgestellt. Von unseren Sitzplätzen aus haben wir das Geschehen nicht wirklich mitverfolgen können und dachten, dass halt ein kleiner Technikfehler vorliegt. Stattdessen erzählt Arndt auf seinem Blog, wie es tatsächlich abgelaufen sei. Wenn dies stimmt, spricht dies natürlich noch weniger für diese Podiumsdiskussion, die nicht wirklich eine war. Dennoch: interessant war es alle mal, denn die anwesenden Blogger erzählten eben auch über ihr Blog-Dasein. Das ist für mich persönlich immer besonders spannend, denn natürlich möchte man gerne wissen, wie es die werten Kollegen und Kolleginnen  mit ihrem Blog so handhaben und wie sie diesen in ihren Alltag integrieren. 


Dies war dann auch der letzte Termin, den wir besucht haben. Danach waren wir nochmal in allen Hallen ein wenig bummeln, unter anderem auch bei den Schulverlagen. Aber da habe ich trotz meines teacher to be-Daseins nicht viel mit anfangen können, mal abgesehen von den coolen Motivationsstickern, die ich mir da gekauft habe. Aber nach zwei Messe-Tagen war die Luft dann auch ganz schön raus und Erschöpfung stellte sich ein. Gegen 17Uhr haben wir uns dann nochmal in die Innenstadt von Leipzig gemacht und waren gemütlich essen, bevor es dann wieder gen Heimat ging. 

Mir haben die zwei Tage auf der Leipziger Buchmesse 2015 richtig gut gefallen. Gerade weil wir uns so viel angesehen haben, gerade weil wir so viele nette Menschen getroffen haben und gerade weil es so ein riesiges Gewusel war. Für die erste große Buchmesse war es das perfekte Wochenende. Und wenn terminlich alles passt, wage ich mich in die größeren Gefilde Frankfurts und mache dann dort die Buchmesse im Oktober unsicher!