30-Day Minimalism Challenge - Fazit

Einen wunderschönen guten Abend meine Lieben!
Die 30-Day Minimalism Challenge neigte sich gestern dem Ende zu. Dreißig Tage lang Minimalismus praktizieren - einige Aufgaben waren mehr als leicht zu bewältigen, andere erwiesen sich zurecht als schwierig. Worum es bei der Minimalism-Challenge genau geht, kannst du auch hier nochmal nachlesen.  Aber wie verliefen denn die restlichen Tage? 

Der letzte Montag sollte vollkommen planlos verlaufen. Für mich ein Ding der Unmöglichkeit, daran hindert mich einerseits schon meine innere Uhr. Einfach mal liegen bleiben ist wirklich nicht möglich und mein Zettel der möglichen To Do's grenzenlos lang. Ich meine, das hat auch alles Vorteile: der frühe Vogel fängt den Wurm und man schafft halt auch unfassbar viel. So war es dann auch am Montag. Im Kopf wusste ich bereits am Sonntag, was ich Montag alles noch machen will. Ich glaube ja, dass man sich für solch eine Aufgabe in Kopflosigkeit üben muss. Könnte ich eigentlich auch mal tun, will ich aber irgendwie nicht. 

Am Dienstag sollte über Stressursachen nachgedacht werden und ich lasse mich wirklich von vielen Dingen und Situationen stressen. Die größte Stressursache ist bestimmt meine eigene Person, weil ich einen nie enden wollenden Anspruch an mich selbst habe. Wenn ich mir etwas vornehme, dann mache ich das nach bestem Gewissen, und wenn sich Hindernisse anbahnen, dann überwinde ich diese womöglich äußerlich vollkommen souverän, aber innerlich wütet ein Sturm. Manchmal stresse ich mich auch damit, dass ich mir wirklich die schlimmsten Szenarien ausmale, um dann erleichtert festzustellen, dass Sache/Situation X doch gar nicht so schlimm war, sondern eigentlich sogar ziemlich gut. Gerade letzteres nervt mich manchmal selbst, aber nun gut, lieber so, als sich für die Weltbeste zu halten und dann von einem Fettnäpfchen ins nächste zu treten. Tiefstapeln ist mir da immer lieber als Hochstapeln. 

Der Mittwoch sollte für das Aufräumen des Abstellraums genutzt werden. Habe ich nicht gemacht. Die Abstellkammer ist einfach so ein Tagesprojekt, um das ich mich jetzt wirlich nicht kümmern will. Einmal angefangen kann ich da nämlich nicht mehr einfach aufhören. Aber es muss bald mal gemacht werden. Dazu aber gleich nochmal mehr. 

Am Donnerstag sollte man sich auf ein Ziel, von den vielen Zielen, die man so hat, beschränken. Das war eigentlich eine recht leichte Aufgabe, weil ich mich gerade an einem Punkt befinde, wo man ja sowieso seine Ziele neu setzen muss und das ein oder andere Ziel mehr in den Vordergrund setzt als andere. Das Lotterleben aka Uni neigt sich dem Ende. Da ist es ja klar, dass man sich zum Ziel setzt, eine Arbeit zu finden und das damit eben auch die höchste Priorität einhergeht. 

Der Freitag war mal wieder so ein Offline-Moment, halleluja! Pünktlich zum Farin Urlaub Racing Team-Konzert wurden die Datenverbindungen gekappt und Telefonate weggedrückt. Denn ich war verdammt nochmal auf einem geilen Konzert, da will ich nicht erreichbar sein. Lustigerweise standen vor uns zwei Mädels, die während des Konzerts permanent bei Whatsapp rumhingen. Und du denkst dir nur so:"Die Menge geht ab und du starrst auf dein Smartphone-Display, läuft bei dir!" Als das Konzert vorbei war, wollte ich dann natürlich trotzdem mein Instagram-Account mit Fotos bestücken. Und wie bei der letzten Offline-Zeit auch, explodiert das Smartphone förmlich wegen zig Benachrichtigungen und ich wollte doch nur ein paar Bilder posten - ahhhh. 

Ja und gestern, also Samstag, sollte ich dann darüber nachdenken, ob die letzten fünf Anschaffungen, die ich gemacht habe, ihr Geld auch tatsächlich wert waren. Hier musste ich tatsächlich überlegen, was ich mir in den letzten Wochen an Schnulli-Krams gekauft habe. Und mir fällt auch nach wie vor absolut nichts dazu ein. Nagellacke kaufe ich ja schon seit einer ganzen Weile nicht mehr ein, weil mich momentan auch nichts vom Hocker haut. Die letzten kleidertechnischen Anschaffungen waren jetzt auch nicht unberechtigt. Ansonsten habe ich sehr viel Geld in Konzerte, Buchmessen und Lesungen investiert, aber das sind wertvolle Erinnerungen. Und dann fallen mir nun nur noch die Großanschaffungen ein, wie der neue Laptop und mein Tolino. Der neue Laptop musste her, weil der alte kurz vor der Masterarbeit abgeschmiert ist und einen Laptop braucht man heutzutage ja einfach. Und der Tolino war im ersten Moment vielleicht ein Spontankauf, aber das Teil ist so intensiv in der Nutzung - mein kleines Mediacenter. Ich denke daher schon, dass ich mein Geld durchaus mit Bedacht ausgebe. 

Fazit

Ich fand die 30-Days Minimalism Challenge, bis auf kleine Ausnahmen, wirklich sinnvoll. Besonders gefallen haben mir vor allem die Offline-Zeiten und die Aufräum-Aktionen. Wäre unsere Abstellkammer nicht so ein Durcheinander und kein Tagesprojekt, hätte ich darin sicherlich auch noch Ordnung geschafft. Die Offline-Zeiten waren insofern gut, als dass man halt auch darüber nachdenkt, ob auch jedes Netzwerk, in dem man angemeldet ist, so sinnvoll ist. Facebook beispielsweise finde ich teilweise sogar recht nervig und nutze es selbst eigentlich nur noch für den Blog und um Uni-Menschen zu kontaktieren. Tatsächlich habe ich gestern sogar nachgeschaut, wie man sich dort löschen kann und habe mir einige Blogeinträge von Menschen durchgelesen, die sich vom Gefällt mir-Netzwerk verabschiedet haben. Auch wenn das wahrscheinlich ein Akt ist, der so schnell noch nicht vollzogen wird, halte ich mir diese Option aber durchaus erstmal offen. Schwergefallen ist mir teilweise das Über sich selbst-Nachdenken. Diese Aufgaben sind weniger festgeschrieben und man neigt hier sehr viel mehr zum  schnell erledigen, wohingegen mich das Aufräumen meines Kleiderschrank gleich mehrere Stunden beschäftigt hat. Ansonsten hat die Challenge vor allem den Vorteil, als dass man auch mal wieder über den Tellerrand blickt und aus seiner Komfort-Zone heraus kommen muss.

Außerdem hat es mich sehr gefreut, dass einige Leserinnen das Projekt auch durchaus für sich in Betracht gezogen haben. Rein aus Interesse habe ich dann noch nach weiteren ähnlichen Challenges gesucht - bei pinterest wird man ja wirklich immer fündig. Vor allem weil die Challenges alle nach demselben Prinzip funktionieren: Jeden Tag ein bisschen macht auch viel Mist und vor allem überfordert es dich nicht. Wer mal wieder aussortieren will, für den ist vielleicht die Declutter Challenge etwas. Wer generell Ordnung schaffen möchte, den verweise ich mal  auf die Cleaning Challenge. Ich selbst werde mich wohl mal einer Running Challenge widmen, aber dazu wird es dann keine Updates geben - vielleicht schreibe ich hierzu ein paar Worte für den Privaten Schnack Juni. 

Weil ein neuer Monat vor der Tür steht, erwarten euch in dieser Woche wieder mehr Beiträge als sonst, denn wir lieben ja Statistiken und Rückblicke. 

Habt einen wunderbaren und vor allem sommerlichen Start in die erste Juni-Woche, 

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