Ein paar Worte zu... Arno Strobel - Abgründig

Einen wunderschönen guten Tag meine Lieben! 
Wegen der Leipziger Buchmesse 2015 muss das #sonntagsgepinsel leider ausfallen, dafür gibt es aber eine Rezension zu dem eBook Abgründig von Arno Strobel, welches ich in der letzten Woche gelesen habe. Schonmal vorab: es hat mich jetzt nicht so überzeugen können, aber erstmal ...
Der Teenager Tim verbringt mit einigen anderen Jugendlichen mehrere Tage in einem Kletter-Camp. Schnell wird es den Jungs und Mädels langweilig, so haben sie absolut keine Lust den "Babysitter" für die Anfänger-Kletterer zu spielen, allen voran: Ralf! Um den Trübsal ein Ende zu machen, planen sie auf eigene Faust eine lustige Tour zur Zugspitze. Natürlich ohne, dass die Ausbilder im Camp davon Wind bekommen. Früh morgens schleichen sie sich aus der Herberge und machen sich auf den Weg. Doch wie es das Unglück so will, geraten sie in ein Unwetter und müssen die Nacht in einer verlassenen Hütte verbringen. Da ist Frust und Ärger vorprogrammiert, unter den Jungs kommt es zum Streit. Am nächsten Morgen ist Ralf verschwunden, was bleibt ist eine Blutlache...
So viel erstmal zum Inhalt. Ob Arno Strobel und ich jemals warm miteinander werden? Bisher war es eher ein Auf und Ab. Der Sarg hat mir mal so gar nicht zugesagt, Das Skript dafür wieder umso mehr, und nun schon wieder so eine Niete? Dazu muss gesagt sein, dass es sich bei Abgründig um den ersten Jugendthriller aus Strobels Feder handelt. Ich hatte also schon andere Erwartungen an die Geschichte, aber das es mich mal so gar nicht fesseln konnte? Es muss ja auch nicht unbedingt immer blutig zugehen, aber wo blieb denn da der Thrill, wenn es doch Jugendthriller heißt ? 

Ich fand die Gespräche mehr als langweilig, generell wurde im Buch viel zu viel diskutiert. Auch mit den Protagonisten wurde ich nicht warm, der einzige mit minimalen Sympathien bei mir war Tim, aber das änderte sich auch schnell. Spätestens dann, als es um seine Schlafwandlerei ging. Und Ralf. Meine Herren, mir ging ein Protagonist schon lange nicht mehr so sehr auf die Nerven. Immerzu dieses Draufgängerische und Hochnäsige und Obercoole. Ganz schlimm. 

Und auch die Handlung generell. Okay, sie wollen cool sein, sie wollen sich auf eigene Faust zur Zugspitze durchschlagen - sollen sie tun. Aber es war so absehbar, dass sie sich verlaufen würden, dass Ralf einfach nur ein Großmaul ist. Natürlich finden sie dann diese verlassene Hütte, und ich dachte: Okay, jetzt geht's richtig los, jetzt passieren unheimliche Dinge. Aber nein, es wurde diskutiert und gestritten, wie doof der Ralf doch ist, oder Tim, oder Denis und generell und sowieso und überhaupt. Dann prügeln sie sich auch noch wie die Affen, weil sie sich leicht provozieren lassen. Dann gehen alle schlafen und natürlich muss jemand verschwinden (in dem Fall Ralf, weil er die größte Klappe von allen hat) und natürlich muss einer von den Teenagern der Gruppe etwas mit dem Verschwinden zutun haben. Und es wird wieder diskutiert und gestritten und geprügelt. 

Ihr seht: es ist ein ewiger Kreislauf. Auch die Auflösung des Verschwindens war sehr vorhersehbar und in meinen Augen schon fast unerträglich banal. Einzig positiv ist,  dass sich dieses ganze Szenario nur auf etwa 240 Seiten erstreckt. Ich war also schnell fertig damit und konnte dann wieder zu einem Buch greifen, was meine Lesezeit nicht verschwendet. Eine Teenagerliebe wurde natürlich auch noch in den Plot eingefädelt, welche meiner Meinung nach nun wirklich unnötig war, aber nun gut. 

Ich habe mich auch zunehmend gefragt, warum das Buch Abgründig getauft wurde? So abgründig fand ich deren kindisches Theater nun nicht, und auch Tim's Vergangenheit lässt mir nun keinen Schauer über den Rücken laufen. Am Abgrund stand auch keiner. Ahhhhhh ... wieso? Ich habe dann gedacht, dass ich vielleicht einfach nur voreingenommen bin und habe mir andere Rezensionen durchgelesen und wurde aber dann in meinen Annahmen bestätigt. Ich fand es also nicht allein langweilig und ... doof. 

Die Story hätte insgesamt echt Potenzial gehabt, denn in den Bergen können viele schlimme Dinge passieren. Leider hat Arno Strobel es aber nicht geschafft, eine spannende Geschichte daraus zu machen. Ich war letztlich einfach nur abgrundtief genervt und habe 2 von 5  Sternen vergeben. Ich hoffe, mein nächstes Buch von Arno Strobel wird wieder besser. Hier kommt ihr zu seiner Autorenseite

Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche, 

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