Ein paar Worte zu ... Mona Kasten: Schattentraum - Hinter der Finsternis (1)

Einen wunderschönen guten Tag meine Lieben!
Heute ist deshalb ein so guter Tag, weil wir es in Thüringen mit dem Reformationstag besonders gut getroffen haben und uns schon jetzt das Wochenende empfängt. Für mich bedeutet das wiederum: Erkältung auskurieren und super viel lesen, juhu! Aber auch für eine andere Person ist der heutige Tag ein ganz besonderer, denn heute erscheint offiziell Schattentraum - Hinter der Finsternis! Das Debüt von Mona Kasten, alias peachgalore von YouTube. Ich glaube, die Gute hat jetzt über ein Jahr an ihrem Erstlingswerk gesessen und die harte Arbeit hat sich meiner Meinung nach gelohnt! 

Ich danke dir, liebe Mona, dass du meinen Blog aus der Menge von Bewerbern ausgesucht hast und dass ich dein Buch schon vorab lesen durfte und heute eine Rezension dazu schreiben darf! Vielen lieben Dank!

Aber worum geht es überhaupt? 
Der siebzehnjährige Protagonistin Emma ist schreckliches widerfahren, denn sie verlor ihre Mutter bei einem Autounfall. Nach den ersten Phasen der Trauer beschließen sie und ihr Vater einen Neuanfang zu wagen. Sie kehren ihrem alten Wohnort den Rücken, öffnen ihr Herz für ein neues Städtchen und ziehen mit in das Haus der Großmutter, die Emma liebevoll "Grams" nennt. Emma wird zwar so kein Mutterersatz geboten und auch die tiefsteckende Traurigkeit lässt sich nicht vollends mildern, dennoch ist sie gut abgelenkt. So ist sie in den ersten Wochen in der neuen Umgebung damit beschäftigt neue Freundschaften zu schließen, sich mit der Schule gutzustellen (Mathe hat es ihr nun nicht so angetan - aber wer stellt sich mit diesem Fach schon gut?) und auch die Männerwelt lässt sie nicht wirklich kalt, denn eines Tages trifft sie auf Gabriel. Einerseits ein arroganter Macho und der Mädchenschwarm schlechthin und andererseits so anziehend, charmant und der wahrgewordene Märchenprinz. Doch schnell stellt sich heraus, dass Gabriel ein Geheimnis tief in sich birgt, dem Emma ziemlich schnell auf die Schliche kommt, nicht zuletzt durch die Hilfe der schrulkigen Bibliothekarin Eleanor. Mit jedem Schritt in Gabriels Welt muss sich Emma ihrer eigenen Trauer stellen und kann nicht verhindern, dass sich die Finternis an sie klettet wie ätzender Teer. Doch wo Finsternis ist, da wartet auch Licht...

Wir hat es mir gefallen? Ich muss sagen, dass ich an Mona ziemlich hohe Erwartungen hatte, gerade weil self-publishing zum jetzigen Zeitpunkt ein starker Trend zu sein scheint. Vor allem in der Booktuber-Welt veröffentlicht gefühlt fast jeder zweite sein eigenes Buch , beziehungsweise hat vor zu veröffentlichen. Dass da oftmals Murks bei rauskommt, die Plots aus Rollenspiel-Foren sein könnten, die Geschichten generell kein ordentliches Lektorat bekommen (ein Buch zu veröffentlichen ist eben mit vielen Kosten verbunden) lässt mich als Leserin dann oftmals schon vorab zweifeln.

Bei Mona war es allerdings so, dass sie das ganze Projekt "Mein erstes Buch" schon vollkommen anders angegangen ist. Da wurde sich wirklich Zeit für die Überarbeitung der Geschichte genommen, es wurde lektoriert und der Veröffentlichungstermin stand eben erst, als das ganze Ding endlich im Kasten war. Das Buch hat ein wunderschönes, der Geschichte angepasstes Cover bekommen und auch in die letzten Wochen wurde mit einzelnen Textpassagen ordentlich geteasert und die Leser bekamen schon eine ungefähre Ahnung, worum es in der Geschichte gehen wird.  

Zur Geschichte selbst muss ich sagen, dass mir als Leserin ein wirklich sehr schön entwickelter Plot dargeboten wurde, der inhaltlich schlüssig und sprachlich nicht zu übertreffen ist! Dass Mona zahlreiche Schreibkurse besucht hat, um ihr eigenes Schreiben zu befördern, hat sich definitiv gelohnt. Die Ausdrucksweise ist angenehm jugendlich, die Worte sind dennoch überlegt und klug gewählt. Dem Leser wird viel Komplexes entgegen gebracht, aber es liest trotzdem verständlich und ist nicht hochgestochen. Diesen Spagat muss man als Jungautorin erstmal hinkriegen.

Auch die Protagonistin Emma ist ein Mädchen mit der sich wahrscheinlich viele Leser sehr gut identifizieren können, nicht zuletzt deshalb, weil in dieser Figur eben auch viel von Mona steckt (König der Löwen und Ryan Gosling in einem Buch - JACKPOT auch für mich!). Das wird vor allem eben der Leserschaft auffallen, die Mona durch YouTube "kennt". Das macht das Ganze aber nicht weniger sympathisch, weil es sowohl in die Handlung als auch zur Figur passt.

Die Liebesgeschichte zwischen Emma und Gabriel empfinde ich persönlich nicht als vordergründiges Thema, falls das nun die Befürchtung einiger Leser ist. Vielmehr geht es um Trauerverarbeitung und um die Menschen, die dir dabei helfen wieder halbwegs aufrecht stehen zu können. Dass da noch ein bisschen Liebe mitschwingt ist ein schönes Nebenprodukt des Ganzen. Und nicht zu vergessen wäre da auch der ewige Kampf (nicht so actionreich natürlich) zwischen Gut und Böse, Licht und Dunkelheit, Glück und Trauer. Auch das findet der Leser in Schattentraum.

Mit Schattentraum wird dem Leser nicht nur ein ausgereifter Plot geboten, sondern auch ausgefeilte Charaktere: So zum Beispiel die Freundin Meggie, die stets optimistisch versucht noch das i-Tüpfelchen aus Emma herauszuholen als auch Gabriels Schwester Avalee, die den Beschützerinstinkt für ihren Bruder inne hat. Und auch Emma ist eine Figur, die ausnahmsweise mal nicht irgendein Naivchen oder Dummerchen ist, was ständig ruheult oder gerettet werden muss. Sie wurde stattdessen mit viel Witz, Charme und einer ordentlichen Portion Schlagfertigkeit ausgestattet (ähnlich wie Gwendolyn aus der Edelstein-Trilogie), ist aber auch nicht perfekt und steht zu ihren Fehlern. Und Gabriel ist, wenn man denn erstmal einen Blick hinter seine Fassade geworfen hat, auch nicht der obercoole Macker. Allerdings hoffe ich für den Fortsetzer (jaaaa, es wird einen zweiten Band geben!), dass man noch ein bisschen mehr über Gabriel erfährt, oder auch über Emma's Vater sowie auch über die verrückte Eleanor oder die Omi.

Was das Fantasy-Element betrifft, muss ich sagen, dass Fans der Edelstein-Trilogie oder der Silber-Bände von Kerstin Gier hier sicher genauso gut unterhalten werden! Die Ideen sind sich ähnlich und trotzdem hat Mona etwas eigenes geschaffen, wenn es um Dunkelfaen und gälische/irische Sagen und Mythen geht. Selbst ich als nicht so der Fantasymöger fand es total interessant und habe nebenher ein paar Begriffe gegooglet. Also ist das Ganze für mich schon auch ein kleines interaktives Lesehighlight gewesen, haha.
 
Insgesamt ist Mona mit Schattentraum - Hinter der Finsternis ein wirklich sehr schönes Erstlingswerk gelungen, was nicht nur eine wunderschöne Verpackung hat, sondern auch einen klug durchdachten Inhalt. Für Fans von Kerstin Gier, die High-Fantasy aber nicht mögen und definitiv einen Bezug zur Gegenwart brauchen, ist dies auf jeden Fall eine Empfehlung! Ihr müsst übrigens bei Interesse nicht auf die Printausgabe verzichten, denn Schattentraum ist auch als Taschenbuch erhältlich (meine physische Ausgabe ist bereits auf dem Weg zu mir, hihi)! 

Mir hat es sehr gut gefallen und vergebe 4,5 Sterne. Eigentlich wären es fünf, aber es muss ja noch für den Fortsetzer ein bisschen Luft nach oben da sein.

Ich wünsche Euch ein fantastisches Wochenende, 

Autumn Calling - Mit uns in den Herbst: Herbst auf den Nägeln?

Hallo meine Lieben, 
schön dass ihr auch heute wieder für unser Herbstprojekt Autumn Calling vorbeischaut. Ich finde ja, dass Instagram neben Pinterest eine prima Inspirationsquelle ist. Als ich also in den letzten Tagen so stöberte, fand ich ein super süßes Nageldesign: einen Herbstbaum mit Glitzerhighlights (und wir lieben Glitzer!). Dieses Design werde ich Euch heute step by step vorstellen! 

Ihr müsst Euch nicht exakt die Farben und Marken zulegen, die ich für dieses Naildesign genommen habe. Nehmt einfach das, was ihr zuhause habt :-)
Für das Bäumchen benötigt ihr einen braunen, einen gelben, einen orangenen und einen roten Lack (mischen geht natürlich auch -seid kreativ!). Außerdem einen Farblack Eurer Wahl als Basis. Ich habe mich für Gold entschieden, weil goldener Herbst und so. Für die Highlights braucht ihr dann noch einen oder zwei Glitzertopper. Für den Auftrag und als "Mischpalette" benötigt ihr einige Zahnstocher (wer natürlich einen richtigen Naildesign-Applikator hat, kann auch diesen nehmen) und ein Blatt Papier. Für einen langen Halt braucht es dann nur noch einen Topcoat. Und dann kann es auch schon losgehen!
Im ersten Schritt lackieren wir unsere Nägel erstmal mit dem Basisfarblack. Während dieser trocknet geben wir im zweiten Schritt schonmal, ruhig ein bisschen großzügig, Braun, Gelb, Orange, Rot und den Glitzer tröpfchenweise auf das Papier. Wenn der Basislack trocken ist, nehmen wir uns einen Zahnstocher und tunken diesen in das Braun. Damit werden wir nun den Baumstamm malen. 

Genereller Tipp: Wer von sich meint, zwei linke Händchen zu haben, der kann ruhig schonmal vorher auf einem Blatt Papier üben, bevor wir zum eigentlichen Auftrag kommen. Ich habe das vorher auch so gemacht ;-) 
Ihr müsst dabei nichtmal sonderlich sauber sein, macht es einfach so, wie es Euch am besten gefällt. Patzer sieht man durch das Laubwerk später sowieso nicht. Im nächsten Schritt nehmen wir uns dann einen anderen Zahnstocher und gehen dann in die anderen Farbtröpfchen und punkten unsere noch kahle Baumkrone schön voll. Ihr könnt auch einige Pünktchen an die Wurzeln setzen oder in die Luft, dann sieht es aus, als würde der Baum gerade jetzt sein Laub verlieren ;-) 
Zum Schluss füllen wir noch einige Lücken mit dem Glitterlack als kleines Highlight. Der vorletzte Schritt ist nun optional: Wem die anderen Nägel zu langweilig sind, der kann ja auch dort noch ein bisschen mit Glitzertopper arbeiten, oder Blätter malen oderoderoder, tobt Euch aus! Dann noch einen Topcoat drüber, denn es soll ja auch ein bisschen länger halten und .... 
War doch gar nicht so schwer, oder? :-)

Wie gefällt Euch das Design? Wenn ihr es nachmacht, würde ich mich über Bilder Eurer Kreationen sehr freuen. Diese könnt ihr mir zum Beispiel auf meine Facebook-Pinnwand posten oder hier drunter im Kommentar! 

Was machen die anderen Mädels? 
Bei Michie bekommt ihr heute ein simples Alltagsmake-up und Niggie schminkt Euch heute was für Eure Augen. Schaut also auch dort vorbei und gebt den Mädels ein Feedback!

Nächste Woche haben wir für Euch ein paar herbstige To-Do-Tipps! Wir freuen uns also darüber, wenn ihr auch dann wieder vorbeischaut! 

Bis dahin wünsche ich Euch noch eine tolle Restwoche, 

Ein paar (ausführliche) Worte zu... M. Anjelais - Killing Butterflies



Hallo ihr Lieben, 
anfang dieser Woche erreichte mich tolle Buchpost von Chicken House Deutschland, beziehungsweise vom Carlsen Verlag. Vielen lieben Dank nochmals dafür, ich habe mich wirklich sehr gefreut! Zugesendet wurde mir wieder ein Roman einer Jungautorin: M. Anjelais und Killing Butterflies. Die Autorin ist gerade mal 21 Jahre alt, schreibt aber schon seit ihrem 14. Lebensjahr. Auch beruflich hat sie sich nun vollends auf das Schreiben konzentriert und nach vielen Kurzgeschichten ist nun dieses Jahr ihr Erstwerk unter dem Titel Breaking Butterflies erschienen. Aber worum geht es überhaupt? 

 Sphinx und Cadence kennen sich seit frühester Kindheit. Schon die Mütter der beiden, Sarah und Leigh, sind Freunde seit Spielplatztagen. Gemeinsam schmiedeten sie Pläne, wie wohl ihre gemeinsame Zukunft verlaufen sollte und dass die Kinder, die sie mal haben würden zusammen aufwachsen sollten:sie sollten miteinander spielen, sich kennen und lieben lernen, heiraten und den Müttern Enkelkinder schenken. Die "Bestimmung" ihrer Kinder war bis ins kleinste Detail durchgeplant. Und tatsächlich ereignet sich alles so, wie von den Müttern erhofft, nur dass Candence und Sphinx nicht unterschiedlicher sein könnten. Während Sphinx freundlich und aufgeschlossen ist, vielleicht ein bisschen zu pummelig für ihr Alter, ist Cadence der schöne Junge mit den hellblonden Haaren und den eisblauen Augen, extrem talentiert und charismatisch zugleich. Aber mit Cadence stimmt etwas nicht. Während eines harmlosen Spiels im Garten zerquetscht Cadence ohne einen Hauch von Emotion einen Schmetterling. Wenig später verletzt er Sphinx mit einem Messer. Der Vater von Sphinx unterbindet nach diesem Vorfall den Kontakt zwischen den Kindern, Cadence und seine Mutter geben ihren Wohnsitz in Amerika vollständig auf und ziehen nach England. Dort macht Cadence eine Therapie, die Mütter haben zudem immernoch sporadisch Kontakt. Bis Sarah, Sphinx Mutter, einige Jahre später die schlechte Nachricht ereilt, dass Cadence schwer erkrankt ist und er sich nichts sehnlicher wünscht, als Sphinx noch einmal wiederzusehen. So reisen Mutter und Tochter gegen den Willen des Vaters nach England, zunächst nur für einen einwöchigen Besuch. Sphinx trifft nach so vielen Jahren auf Cadence, aber mal abgesehen von seinem umwerfenden Aussehen, hat sich nicht viel verändert. Cadence ist nach wie vor unberechenbar. In den folgenden Tagen werden Sarah, Leigh und Sphinx zu seinen Marionetten, die ihm seine restliche Lebenszeit irgendwie versuchen erträglich zu machen, aber Sphinx entscheidet ziemlich schnell für sich, dass ihr Besuch länger als nur eine Woche andauern wird - nämlich bis zu Cadence Ende.

So viel erstmal zum Inhalt, diesmal ein bisschen umfangreicher. Und nun zu meiner Meinung. Es ist wirklich sehr schwer eine Rezension über dieses Buch zu verfassen. Deshalb tasten wir uns erstmal langsam vor. Zunächst hat mich das Buch vor allem durch seine Optik sehr angesprochen, denn alleine dieser Schmetterling und auch die gewählten Farben werden im Buch immer wieder eine prägnante Rolle spielen. Auch was die Idee rund um Soziopathie angeht, war ich sehr gespannt auf die eigentliche Umsetzung. Leider muss ich aber sagen, dass der Autorin diese Umsetzung auf verschiedenen Ebenen für mich nicht geglückt ist. 
 Aber vielleicht müssen wir vorher erst einmal klären, was Soziopathie ist. Als Soziopathen werden Personen bezeichnet, die nur sehr eingeschränkt fähig sind, jegliche Art von Emotionen zu empfinden. Ihnen fehlt es an Empathie, sie lehnen Normen und Werte ab und sehen sich nicht als Verantwortliche; ihnen fällt es schwer, langfristige Beziehungen aufzubauen, sie sind durch Aggressitivität oder auch gewaltbereitem Verhalten gekennzeichnet und vor allem fehlt ihnen die Fähigkeit aus Erfahrungen zu lernen, sprich sie können eben auch die Folgen ihres Handelns nur schwer bis gar nicht einschätzen. 

M. Anjelais hat auch dieses Krankheitsbild auf den ersten hundert Seiten mit den Zuschreibungen zu Cadence' Charakter sehr gut dargestellt und auch die Stelle, in der Cadence diesen schönen Schmetterling einfach ohne mit der Wimper zu zucken tötet, war sehr eindrucksvoll geschrieben, sodass sich beim Leser, also mir, tatsächlich ein Unwohlsein bemerkbar gemacht hat. Aber danach passiert einfach nichts mehr, was in irgendeiner Art und Weise nachvollziehbar wäre. 

Cadence wird krank. Okay. Sarah und Sphinx reisen dorthin. Okay, da ging ich auch noch mit. Aber dann fühlt sich Sphinx für Dinge verantwortlich, für die sie gar nicht zur Verantwortung gezogen werden kann. Ich meine, da sind Verantwortliche in diesem Buch, nämlich die Eltern. Aber irgendwo auf den letzten 260 Seiten findet ein Rollentausch statt: Sarah und Leigh, die Mütter, werden wieder zu Kindern, die mit der Situation vollkommen überfordert sind, einer Ohnmacht nahe, und eine Sechzehnjährige soll jetzt das ganze Ding irgendwie rumreißen? Funtioniert nicht. Der einzige agierende erwachsene Part in dieser Geschichte ist Sphinx Vater. Nur er sieht, dass von Candence eine Gefahr für alle Beteiligten ausgeht. Denn Cadence ist nunmal aufgrund seiner psychischen als auch körperlichen Krankheit ein sinkendes Schiff, welches alle mit runterziehen wird, auch wenn es seinerseits nicht beabsichtigt ist. Aber weder hören die Frauen auf den Vater, noch schwingt er seinen Hintern selbst ins Flugzeug und mischt sich in diese verfahrende Situation ein und hilft, damit nicht alles und jeder heillos über Board geht. Das hätte ich an vielen Stellen einfach erwartet. 

Ich hatte auch zunächst eigentlich den Eindruck, dass Sphinx ein ziemlich intelligentes Mädchen ist. Aber nachdem sie sich dann immer mehr in inneren Monologen reinsteigerte, für all dies verantwortlich zu sein und dass sie für Cadence Mutter da sein müsse und so weiter, dachte ich nur:"So bringt doch endlich mal einen Charakter ein, der dem Mädchen mal die Last von den Schultern nimmt!" Denn selbst Sphinx Mutter fliegt ja nach einer Woche einfach zurück nach Amerika und lässt ihre Tochter dort. Ich weiß nicht, ob diese Konstruktion absichtlich ist und ich habe auch nicht erwartet, dass hier Liebe irgendwas retten könnte (denn wo keine Emotionen sind, wie sollte da Liebe entstehen?), aber für mich tat sich da wirklich die Frage auf, ob nicht auch Sphinx "unnormal" ist. Denn in vielen Situationen, wenn nicht sogar in allen, beschwor sie die Abwärtsspirale geradezu herauf. Und auch diese Beziehung, die Sphinx und Cadence haben, ist für mich nach wie vor fragwürdig. Einerseits fühlt sich Sphinx in Candence Nähe sehr unwohl, wünscht sich, dass ihre Mutter nun da wäre und andererseits ist da dieses Mädchen, dass sich ja schon fast wünscht, dass Cadence sie in irgendeiner Form verletzt. Gen Ende hin fordert er sogar ihren Freitod, weil der Plan ihrer Mütter ja ohnehin nicht in Erfüllung gehen würde. Großes Fragezeichen an vielen, vielen Buchstellen.

Sicherlich ist es nicht einfach eine fiktive Geschichte um das Thema Soziopathie aufzubauen, deshalb ehrt es die Autorin insofern, als dass sie es zumindest versucht hat. Aber wäre es nicht auch interessant gewesen, wenn einige Kapitel aus Cadence Sicht geschrieben wären? Denn letztlich geht es doch um ihn und nur um ihn. 

Während die ersten hundert Seiten wirkliche page turner sind, plätschert der Rest dann nur noch vor sich hin - leider. Auch die inneren Monologe von Sphinx blieben dieselben, es kam keine neue Erkenntnis hinzu und ich konnte da letztlich keine Entwicklung ihres Charakters feststellen. 


 Was mich auch ein bisschen genervt hat, wofür aber weniger die Autorin etwas kann, ist der "deutsche" Titel des Buchs. Warum muss man den Titel, wenn er denn Englisch bleibt, nochmals abändern? Zumal es durchaus einen sehr starken Unterschied zwischen breaking und killing gibt und breaking in Anbetracht des Themas Soziopathie einfach passender und angebrachter gewesen wäre. Aber das sei nun so dahingestellt. 

 Der Klappentext von Killing Butterflies verspricht mehr, als das Buch dem Leser oder der Leserin am Ende zu geben vermag. Das ist sehr schade für ein Debüt. Aber vielleicht verrannte sich die Autorin M. Anjelais in ihrer Thematik am Ende einfach selbst und kam da nicht mehr so wirklich raus. Schade. 

Ich wünsche Euch noch einen tollen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche, 

Mein Nagellackregal (Update #1)


Hallo meine Lieben, 
heute habe ich einen immer wieder angefragten Blogpost für Euch. So viele fragen mich auf den unterschiedlichsten Wegen, wie viele Nagellacke ich denn habe. Wenn ich ihnen dann die ungefähre Anzahl nenne, lautet in nahezu allen Fällen immer die nächste Frage:"Und wo stellst du die alle hin?!" Die Antwort: In mein Nagellackregal! 

Vor mehr als einem Jahr, als mein Blog noch in den Kinderschuhen steckte, habe ich Euch schonmal mein Nagellackregal gezeigt. Seither sind aber wirklich eine Menge neuer Lacke hinzugekommen, ich habe sie ganz anders angeordnet und auch die Hintergrundfarbe hat sich ein bisschen geändert.
Mittlerweile habe ich über 200 Lacke angesammelt (und ich brauche sie alle, jawoll!), bin aber seit meines Nagellackkaufverbotes im September nahezu Neuzugänge-frei (es zog ein Geschenk mit ein, ups!). Das Verbot geht noch bis zum 11.11.2014 und ich hoffe ja, dass danach nicht wieder der Kaufrausch ausbricht. HILFE! 
Leider passen nicht alle meine Lacke in das Regal. Einen weiteren Großteil meiner Sammlung habe ich noch in einer großen Glasvase verstaut. Ein Anbau für das Regal wäre auch sinnfrei, in einigen Jahren brauchen meine Nagellacke eh ein eigenes Zimmer, haha! 

Wie ihr so ein Regal für Euch bauen könnt, zeigt Euch funnypilgrim auf ihrem YouTube-Kanal. Und auch für die Nichtbastler hat zum Beispiel amazon.de einige Alternativen, welche auch noch preislich recht human sind. Auch eignen sich die Bilderleisten von IKEA ganz gut, da seid ihr schon mit ca. 5€ pro Leiste dabei.

Hättet ihr Interesse an einer detaillierten Ansicht der Lacke? Zum Beispiel sortiert nach Marken, Farben etc.? Dann schreibt es mir doch in die Kommentare! Und was mich auch brennend interessiert: Wie viele Lacke besitzt ihr und wie bewahrt ihr sie auf?

Ich wünsche Euch ein herrliches Wochenende, denn ich habe gehört, dass das Wetter nochmal richtig klasse werden soll! 

Küsschen und bis Sonntag, 

Autumn Calling - Mit uns in den Herbst: Was ziehe ich an?

Hallo meine Lieben!
Schön, dass ihr wieder vorbeischaut. Heute ist wieder Mittwoch (ach was!) und heute geht es weiter mit unserer kleinen Herbstkooperation, die sich schon bald dem Ende zuneigt (denkt Euch an dieser Stelle bitte einen traurigen Smiley). Aber bevor wir nun sentimenti werden, widmen wir uns dem heutigen Thema: Fashion!

+++ACHTUNG+++
Ich bin KEINE Fashionista, habe auch von derlei Fotografie absolut keine Ahnung und generell sollten nachfolgende Bilder einfach mit Humor genommen werde. Die Bilder sind ganz bewusst so, wie sie sind und von professionell weit entfernt, weil ihr mir das sowieso nicht abkaufen würdet. Und mir liegt nichts ferner, als hier in eine Rolle zu verfallen, die ich ja gar nicht bin ;-) Seht es einfach als Experiment, denn mit dieser Kooperation wollen wir ja auch unseren "Horizont" erweitern, und lacht euch ein bisschen scheckig.Wir nehmen uns auch nicht so ernst! Wie ihr seht: 
(die Schokoladen-Seite!)

Nun aber nochmal mit ein bisschen mehr Ernst. Generell trage ich das, was mir gefällt, was bequem ist und worin ich mich bewegen kann. Worin liegt der Sinn, sich in Sachen zu quetschen, die weder vorn noch hinten richtig sitzen? Nur weil man dann ganz besonders hip aussieht? Och nö.
Aber es ist nicht so, dass mir die derzeitige Herbstmode nicht gefällt. Ich mag es, dass wir uns wieder den 80ern zuwenden und dass die Pullis und Cardigans diesen Herbst/Winter ganz besonders weit und kuschelig sind. Da fällt es gar nicht auf, wenn man mal mehr Schokolade weggeschnirpst hat, als man vielleicht sollte, upsiii!
Auch gefallen mir nach wie vor Lederjacken (auch wenn sie nicht aus echtem Leder sind) und werde diese auch bis zum ersten Schnee tapfer tragen, bevor ich sie gegen einen kuscheligen Wintermantel eintausche. Und überhaupt nicht wegzudenken ist alles im Azteken-Look, egal ob als Klamotte oder Accessoire - geht einfach immer! 
 
Worauf ich mich zur Herbstzeit auch besonders freue? Endlich wieder bunte Tücher tragen! Da verzichte ich dann auch auf die Statementkette, hauptsache mein Loop ist schön!
Das ziehe ich also so im Herbst an. Nichts originelles, eigentlich vollkommen normal. Und das solltet ihr auch tun: das anziehen, was Euch gefällt und worin ihr Euch wohlfühlt. Unabhängig davon, was der Modekatalog/-guru sagt oder ob auf dem Etikett ein bestimmtes hippes Label steht. Euch muss es letztlich gefallen und wenn Euer Kleidungsstil nicht immer ganz konform mit den derzeitigen Trends geht ... na und? 

Auf welche Klamotte freut ihr Euch im Herbst ganz besonders und habt ihr ein Lieblingsteil im Kleiderschrank hängen? Schreibt es mir doch in Kommentare! 

Schaut auch ruhig mal bei Michie und Niggie vorbei, da geht es heute ebenfalls um des Kaisers neue Kleider. Hinterlasst ihen bei Gefallen auch bitte ein Feedback, darüber freuen sie sich ganz bestimmt :) Nächste Woche erwarten Euch tolle Nageldesigns und alltagstaugliche Make-Ups! 

Ich wünsche Euch eine tolle Restwoche, 
P.S. Danke an meinen persönlichen Starfotografen <3

Herbstgepinsel: Von A wie Altrosa bis R wie Rosenholz

 
Hallo ihr Lieben, 
heute geht es weiter mit ein bisschen Herbstgepinsel. Ja, ich weiß, letzte Woche hieß das Thema noch anders. Aber ich musste mir leider eingestehen, dass der Titel zu stark unserer derzeitigen Herbstkooperation ähnelt und da ist mir gestern zudem noch etwas viel besseres eingefallen: Herbstgepinsel eben. So heißt die "Serie" nun fortan.

Letzte Woche habe ich Euch ja schon eine Mint-Gold-Kombination vorgestellt, aber was ich ja im Herbst richtig gerne trage, sind die Farben Altrosa und Rosenholz. Ich weiß auch nicht, was ich mit diesen Farben habe, aber da zieht es mich auch immer hin, wenn es neue Nagellacke gibt. Altrosande Lacke sind bei mir im Regal sogar recht häufig vertreten, hier zeige ich Euch nun aber erstmal meine drei Liebsten! 
Gerade In Stitches von essie ist im Herbst wirklich in Dauernutzung und ist außerdem einer der wenigen Lacke, die ich schon fast aufgebraucht habe (und natürlich auch wieder nachkaufen werde!). Den Big City Life-LE-Lack von catrice gibt es leider nicht mehr. Aber der KIKO-Lack ist definitiv ein Standardobjekt! 
 Altrosa oder Rosenholz geht natürlich auch nackig, aber ich mag's ja mit Glitzer und zwar bitte viel davon! Deshalb durften die feather effect-Lacke zum Einsatz antreten. 
Und das ist das Ergebnis! Natürlich wieder mit dabei: das essence Gel Nails At Home-Set.

Wie findet ihr die Kombination? Und gibt es noch mehr tolle Altrosa/Rosenholz-Farben in der Drogerie, die ich auf meinen Wunschzettel schreiben sollte? Schreibt es mir in die Kommentare! 

Ich wünsche Euch einen zauberhaften Sonntag und einen wunderbaren Start in die neue Woche! Vergesst nicht am Mittwoch wieder vorbeizuschauen, da geht es auch nochmal richtig herbstlich zur Sache ;)

Ein paar Worte zu... Daniel Glattauer: Geschenkt

Hallo meine Lieben, 
zum Wochenende habe ich eine wirklich tolle Buchempfehlung für Euch. Daniel Glattauer hat es wieder getan: Er hat einen wunderschönen Roman geschrieben, der diesmal sogar auf wahre Begebenheiten beruht*. Geschenkt kam erst kürzlich im Spätsommer heraus und ist das lange Warten auf eine neue rührende Geschichte aus Glattauers Feder in jedem Fall wert gewesen. Aber worum geht es eigentlich?

Gerold Plassek ist ein Versager in jeder Hinsicht. Schuld daran ist wohl vor allem der Alkohol, nachdem er suchtet ... oder der wohl eher ihn heimsucht, denn Gerold streitet selbstverständlich jegliche Probleme mit der Flasche ab. Einst war er ein ziemlich erfolgreicher Journalist, jetzt kämpft er sich bei einer Gratiszeitung durch, die sein schreiberisches Talent in keinster Weise würdigt. Warum auch nur? Zu seiner Tochter Florentina, die bei ihrer Mutter lebt, hat er nur schwer einen Draht in den letzten 15 Jahren aufbauen können und plötzlich sitzt Manuel in seinem Büro - ebenfalls sein Sohn, wie ihm seine Ex Alice am Telefon erzählt, um den er sich doch jetzt bitte kümmern soll, da sie gerade für Ärzte ohne Grenzen in Afrika unterwegs ist. 

Versagt im Job, versagt als Vater, eine Freundin hat er auch keine und da sitzt nun noch ein pubertäres Stück seiner selbst. Gerold wird plötzlich mit all dem konfrontiert, wovor er sich all die Jahre in den Alkohol geflüchtet hat: Verantwortung für sich selbst und für andere übernehmen und zuverlässig tragen. Doch eine anonyme Geldspende bei einem Obdachlosenheim schweißt die beiden schneller zusammen als gedacht, denn der Spende wurde zudem ein Zeitungsartikel beigelegt, den Gerold kürzlich erst verfasst hatte und das sollte nicht die letzte anonyme Spende gewesen sein...

So viel erstmal zum Inhalt. Wie es ausgeht und wer nun der anonyme Spender oder die anonyme Spenderin ist, sollt ihr natürlich selbst herausfinden. Mir hat das Buch sehr sehr gut gefallen. Nach Gut gegen Nordwind und Alle sieben Wellen, ist Geschenkt auf jeden Fall eine gelungene Abwechslung und muss sich keinesfalls hinter den anderen beiden Bestsellern verstecken. Geschenkt war seit Langem mal wieder ein Buch, welches viel Lesezeit einforderte, obwohl es gerade mal 330 Seiten hat. Die Zeit im Roman aber erstreckt sich über vier Monate und irgendwie wollte man diese vier Monate nicht in zwei Tagen durchleben. Denn letztlich ging es immer weniger darum, wer für die Spenden verantwortlich ist sondern darum, wie Gerold die Beziehung zu seinen Kindern aufbaut, ob es ihm glückt, ob doch so etwas wie Vaterqualitäten in ihm stecken. Auch hofft man für ihn, dass er endlich die richtige Ausfahrt erwischt, in seinem Job als Journalist aufgeht, dass man ihm seine Arbeit dankt. Und was die Frauenwelt betrifft: Wie gut würde ihm doch mal eine Freundin tun, zum Beispiel seine Zahnärztin Rebecca. 

Gerade Letzteres war Glattauer unheimlich gut geglückt, so gab es Passagen, in denen Gerold seiner Rebecca SMS'n schreibt und er sich in einem inneren Monolog für die richtige Wortwahl entscheidet ("Es war wundervoll! Aber war wundervoll wirklich der richtige Ausdruck? Das klang eher nach einem einmaligen Wunder, das sich nie wiederholen oder gar übertreffen ließ. Wunderschön war vielleicht besser, denn wunderschön hieß, dass es zwar ein Wunder war, was aber nicht bedeutete, dass es zwangsläufig bereits selbst ein Wunder war. [...] Also schrieb ich: Es war wunderschön. Plus zwei Ausrufezeichen!"). Gerade diese Zeilen machten Gerold zum einen wirklich unglaublich sympathisch, zum anderen zeigt es aber auch, was für einen unsicheren Charakter Glattauer da eigentlich geschaffen hat, der ja eigentlich nur alles richtig machen möchte und nicht weiß wie, beziehungsweise vielleicht auch ein paar helfende Hände benötigt. 

Und ich finde auch, dass das Buch unglaublich viele schöne gesellschaftliche Kritikpunkte mitbringt, die eher beiläufig erwähnt werden, aber dennoch einen sehr harten wahren Kern beinhalten ("Von einer Tarock-Runde am Fenstertisch ging die vergleichsweise größte Dynamik aus, die meisten anderen wirkten eher lethargisch beziehungsweise besinnlich, um es weihnachtlich auszudrücken, und waren entweder in ein Gespräch oder in sich selbst versunken - oder in ihr Handy vertieft. Seit diese Geräte in Umlauf waren und gesellschaftlich den Ton und auch das Bild angaben, wirkten die Menschen ja sogar in der absoluten Einsamkeit und Leere noch immer irgendwie vollzeitbeschäftigt!"). 

Insgesamt lässt sich sagen, dass Geschenkt eine sehr schöne Geschichte ist. Glattauer liefert authentische Charaktere, mit denen ich sofort warm wurde und auch das Ende der Geschichte war für mich in Ordnung. Ich habe dem Buch vier von fünf Sternen gegeben, da mir noch so das kleine gewisse Etwas gefehl hat, aber auch ohne ist es wirklich sehr sehr lesenswert.

*Für das Wunder von Braunschweig geht es hier entlang ;) !

Ich wünsche Euch einen tolles Wochenende! 

Autumn Calling - Mit uns in den Herbst: Buchtipps!

Hallo meine Lieben!
Schön, dass ihr wieder vorbeischaut, denn heute dreht sich bei uns alles um Buch-, Musik- und Filmtipps! Der Herbst hat ja durchaus auch Vorteile. Während wir im Sommer auf den Wiesen, an den Stränden oder auf den Balkonien dieser Welt liegen, mit einem kühlen Getränk in der Hand und uns schön von der Sonne brutzeln lassen, werden Couch, Bett oder Schaukelstuhl ganz arg vernachlässigt. Wir leben mehr im Draußen als im Drinnen. Aber ganz zur Freude unseres kuscheligen Mobiliars ändert sich dies schlagartig im Herbst. Und für mich persönlich ist die Herbst- und Winterzeit die schönste Zeit zum Lesen und Filme gucken. 
Und gut ist auch, dass so ein Bett nicht nachtragend ist ;)

Da im Herbst aber auch nicht immer alles genre-technisch geht, habe ich heute ein paar Lesetipps für Euch, die meiner Meinung nach im Herbst IMMER gehen. Auch als reread! Schnappt Euch also ein Tässchen Tee, zündet Euch eine schöne Kerze an und lest einfach selbst ;)
Herbstzeit ist auch immer schaurige Thriller-Zeit. Ganz besonders jetzt passen Thriller besonders gut, vor allem wenn das Wetter draußen auch nass, kalt und neblig ist. Sebastian Fitzek ist immer eine gute Wahl, ganz besonders im Herbst! Wer noch nichts von ihm gelesen hat: Der Nachtwandler ist ganz großartig und für alle Fitzek-Fans: am 30.10. ist es soweit, da erscheint endlich Passagier 23. Ich bin schon so gespannt. Habt ihr Euch den Buchtrailer bereits angesehen? Zum Gruseln sag ich Euch!

Auch sehr viel Thrill bietet Cody McFayden mit der Protagonistin Smoky Barrett. Ausgelöscht ist der 4. Fall der FBI-Agentin, die in der Vergangenheit ihren Mann und ihre kleine Tochter verloren hat. Eigentlich von ihrem Psychiater immernoch nicht gesund geschrieben, macht sich Smoky trotzdem auf die Jagd nach Psychopathen a la Jack The Ripper. Wer keine schwachen Nerven hat, wird mit dieser Thriller-Reihe sehr gut unterhalten! Ich freue mich bereits auf Fall 5!

Auch Jiliane Hoffmann bietet mit Cupido eine knallharte Protagonistin, diesmal aber als Staatsanwältin: C.J. Townsend. Wer auf John Grisham oder Thomas Harris steht, ist mit diesem Auftakt einer Reihe in jedem Fall sehr gut bedient. Denn Hoffmann besticht nicht nur mit atemloser Spannung oder Mordfällen, die an die Grenze des Ertäglichen kratzen, sondern schafft auch sehr realistische Gerichtszenarien. Argus und Morpheus sind ebenfalls sehr zu empfehlen.
Und dann nochmal etwas aus dem deutschen Raum und auch noch gar nicht so unneu: Judith Merchant Die Lügen jener Nacht. Worum geht es? Mimi wird von ihren ehemaligen Uni-Mädels zu einer Hochzeit eingeladen. Schon das kommt ihr reichlich seltsam vor, so hatten sie doch schon Ewigkeiten, ja sogar Jahre keinen Kontakt mehr zueinander. Aber gut, Mimi fährt und der Junggesellinnenabschied verläuft so, als wären die jungen Frauen niemals voneinander getrennt gewesen. Bis am Hochzeitsmorgen ein Gast umgebracht wird und Mimi nicht mehr wirklich sagen kann, ob sie wegen vergangener Zeiten zu dieser Hochzeit eingeladen wurde oder aber damit man ihr einen Mord in die Schuhe schieben kann. Ein spannender Thriller aus dem Ruhrgebiet ;)
Thriller sind nichts für dich, aber du möchtest trotzdem etwas lesen, was dich noch lange nachdenklich stimmt? Dann interessieren dich vielleicht folgende Bücher:

Tabitha Suzuma hat mit Forbidden eine Geschichte geschrieben, die von der ganz großen Lieben handelt, jedoch gegen jegliche Vernunft und vor allem gegen das Gesetz. Die Geschwister Maya und Lochan kümmern sich um ihre drei jüngeren Geschister, da die Mutter der fünf mit allem anderen beschäftigt ist, nur nicht mit ihrer Familie. Die beiden fungieren quasi als Eltern für die jüngeren. Sie schmeißen den Haushalt, übernehmen die Erziehung und denken sich Geschichten aus, damit das Jugendamt nicht auf die fünf aufmerksam wird und sie vermutlich voneinander trennt und ins Heim oder Pflegefamilien schickt. Was anfangs noch einem harmlosen Mama-Papa-Kind-Spiel gleicht, wird spätestens dann brenzlig, als Maya und Lochan merken, dass sie mehr füreinander empfinden, als es normale Geschwister sollten.
Eine sehr bewegende Geschichte über ein gesellschaftliches Tabu.. 

Sicherlich kennen viele von Euch das nächste Buch, aber für all diejenigen, die es noch nicht gelesen haben: Holt das dringend nach! John Boyne und Der Junge im gestreiften Pyjama ist so ein tolles und bewegendes Buch zugleich. Hier geht est um den Holocaust. Jetzt werden sicher so einige stöhnen, aber das Buch unterscheidet sich schon ein bisschen von den anderen Holocaust-Büchern. Das ganze wird aus Sicht eines kleinen unwissenden Jungen erzählt: Bruno, 9 Jahre alt. Sein Vater wurde vom "Furor" für eine wichtige Aufgabe nach "Aus-Wisch" versetzt - das missverfällt Bruno natürlich, denn so muss er all seine Freunde in Berlin zurücklassen und auch das neue Zuhause ist keinesfalls so schön.  Das neue Zuhause steht direkt neben einem langen Zaun aus Stacheldraht. Doch eines Tages, als Bruno mal wieder aus Langeweile dort entlang spaziert, trifft er auf der anderen Seite des Zaunes einen Jungen im gestreiften Pyjama namens Schmuel und es entwickelt sich eine verbotene Freundschaft. 

Und da wir ja auch heute Filmtipps geben wollen: Der Junge im gestreiften Pyjama wurde auch verfilmt und die Verfilmung ist ebenfalls ganz großartig! 

In eine ganz andere Richtung geht  Die Macht des Zweifels von Jodi Picoult. Die Staatsanwältin Nina Frost hat schon hunderte Fälle von Kindesmissbrauch vor Gericht verhandelt - bis ihr eigener Sohn Nathaniel sexuell missbraucht wird. Es kommt zum Prozess. Aus purer Verzweiflung zieht Nina während der Verhandlung die Waffe und erschießt den vermeintlichen Täter. Ein folgenschwerer Fehler, denn der wahre Täter läuft noch frei herum. Ein Roman der weniger von der Jagd des wirklichen Täters handelt (obwohl das natürlich auch eine Rolle spielt) als viel mehr um Selbstjustiz und dem Zerbrechen einer ehemals intakten Familie und dem Zusammensetzen vieler kleiner Puzzleteilchen, die am Ende ein großes Ganzes ergeben. Definitiv ein lesenwerter Roman!
Ein bisschen Herzschmerz muss natürlich auch sein und wie schön, dass es zu diesen drei Büchern ebenfalls Verfilmungen gibt, die ebenso sehenswert sind! Gleichzeitig spreche ich hier auch schonmal eine kleine Warnung aus: Bitte lest keins der Bücher, wenn ihr gerade unterwegs seid. Die Leute könnten schon doof gucken, wenn ihr plötzlich losschluchzen müsst ;) 

Ich gebe zu, Nicholas Sparks kann ich persönlich nur auf Englisch lesen. Die deutschen Übersetzungen gehen einfach so gar nicht. Aber A Walk To Remember oder eben Zeit im Wind ist so eine lesenwerte Liebesgeschichte, egal nun in welcher Fassung. Landon, der coole Typ verliebt sich in das Mauerblümchen Jamie, die sich nun wirklich in sämtlichen Charaktereigenschaften von ihm unterscheidet: sie ist immer freundlich, hilfsbereit, intelligent, betet und besucht regelmäßig die Kirche. Andererseits ist sie aber auch ein scheues Reh, will um keinen Preis im Mittelpunkt stehen und pflegt eher das Aussenseiterleben. Landon verliebt sich trotzdem Hals über Kopf in sie, ganz egal was seine Kumpel sagen. Doch die Teenagerliebe ist nur von kurzer Dauer, denn für Jamie's Zurückgezogenheit gibt es einen traurigen, herzzereißenden Grund. Super traurig und ganz großer Taschentuchalarm! Das ganze wurde unter dem Titel Nur mit dir verfilmt ;)

P.S. Ich liebe Dich ... Das ist für mich auch neben The Notebook DIE Liebesgeschichte schlechthin. Und wer diese noch nicht gelesen hat: Mannoman, lest es endlich! Gerry ist für seine Frau Holly die große Liebe. Der Fels in der Brandung, die Rocksau wenn's sein muss, der Komiker und der Aufreger schlechthin. Doch Gerry stirbt an einem Hirntumor und Holly muss ihr Leben ohne ihn in den Griff bekommen. Aber Gerry wäre nicht ihr Mann, wenn er nicht auch für die harte Zeit danach geplant hätte, denn er hinterlässt ihr zwölf Briefe, für jeden Monat einen, die sie wieder auf den richtigen Weg ins Leben zurück holen sollen. 

Ein ganz ganz tolles Buch und auch die gleichnamige Verfilmung ist mit der Besetzung von Gerard Butler und Hilary Swank wirklich sehenswert. Da stimmt von der Buchadaption bis zum Soundtrack einfach alles. Dazu noch eine Tafel Schokolade, Eis und Taschentücher und der Mädchenabend ist perfekt ;)

Audrey Niffenegger's Die Frau des Zeitreisenden baut ebenfalls auf eine Menge Taschentücher. Clare lernt ihren Henry mit zwanzig Jahren kennen, er ist acht Jahre älter und Clare ist sich sicher: das ist ihr Seelenverwandter; ein Mann, den sie schon ihr ganzes Leben zu kennen scheint. Und tatsächlich kennt sie ihn nicht erst seit gestern, sondern ist ihm schon mit sechs Jahren begegnet, und mit 13. Und mit 16. Denn Henry kann in der Zeit reisen.

Die Frau des Zeitreisenden ist bei all der Liebe doch auch wieder ein sehr packender Roman und gen Ende hin auch wieder herzzereißend. Auch dieses Buch wurde gleinamig verfilmt, und auch diesen solltet ihr Euch mal vormerken und anschauen! 
Und last but not least: Harry Potter! Geht einfach immer, ist immer wieder spannend, rührt auch immer wieder zu Tränen und lohnt sich auch immer wieder als Film! Mehr brauche ich glaube auch dazu nicht mehr sagen, denn es gibt glaube ich da draußen kaum einen Menschen, der Harry Potter nicht kennt!

Das waren meine Buch- und Filmempfehlungen für Euch, um Euch die nassen und kalten Herbsttage zu versüßen. Welche Buch- und Filmtipps habt ihr für uns? Schreibt es doch in die Kommentare! 

Es lohnt sich auch mal bei den anderen beiden Mädels vorbeizuschauen: Serienempfehlungen bekommt ihr bei Michie und natürlich muss es auch etwas auf die Ohren geben. Besondere Hörschmankerl gibt es deshalb bei Niggie. Schaut auch dort unbedingt vorbei und hinterlasst meinen Mädels ein Feedback!

Nächsten Mittwoch geht es weiter mit dem Motto Fashion!

Ich wünsche Euch noch eine tolle Restwoche,

Herbstgepinsel: Mint geht auch im Herbst!

Hallo meine Lieben, 
wie versprochen soll es nach langer Zeit auch mal wieder um Nagellacke gehen. In letzter Zeit war es dann ja doch ein bisschen sehr buchlastig und andererseits hatte ich in den letzten Wochen kaum die Muße mich hinzusetzen und zu lackieren. Aber nachdem ich mir die letzten Tage wieder vermehrt Tutorials angesehen habe, wächst auch wieder die Lust, selbst ein bisschen zu lackieren und dabei Serien zu schauen (derzeit schaue ich nebenher "Breaking Bad", wie findet ihr die Serie?). 
Dabei habe ich auch wieder einen Altbekannten ausgegraben und ich glaube, wir Nagellackjunkies lieben ihn alle: essie - mint candy apple. Eigentlich finde ich ja, dass der wirklich ganz wunderbar in den Frühling und dann natürlich auch in den Sommer passt, aber wieso eigentlich nicht auch im Herbst und Winter? Mit ein bisschen Gold und für den Winter dann später Silber ist er durchaus auch dann tragbar. Obendrein bringt er nochmal ein bisschen hellen Pepp, wo wir uns doch so langsam eher den dunklen Farben zuwenden.
Und weil Gold im Herbst auf keinen Fall fehlen darf, habe ich auch hier schöne Gold- und Goldglitterfarben herausgesucht und gepinselt - natürlich nicht ohne mein essence Gel Nails At Home-Set.Und das kam dabei heraus: 
Sicher war dies nicht das letzte Mal, dass ich diese Kombination so getragen habe. Wie findet ihr es? 

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche! Und vergesst nicht am Mittwoch wieder vorbeizuschauen, da geht es thematisch auch mit dem Herbst weiter :) 

Ein paar Worte zu ... Lois Lowry: Hüter der Erinnerung

Hallo ihr Lieben,
heute möchte ich Euch eines meiner Lesehighlights aus dem September vorstellen: Lois Lowry Hüter der Erinnerung. Nachdem ich im Sommer bereits durch den Kinotrailer der gleichnamigen Verfilmung auf das Buch aufmerksam wurde, begann quasi eine kleine Jagd auf das Buch mit dem Originalcover. Denn das Buch zum Film wollte ich aus ästhetischen Gründen einfach nicht haben und die Originalausgabe ist auch gleich 3€ günstiger. Haben oder nicht haben?! Nachdem ich dann alle Buchläden der Stadt abgeklappert hatte, natürlich ohne Erfolg, habe ich es dann doch online bestellt. Aber worum geht es überhaupt?

Der Protagonist Jonas lebt in einer perfekten Welt, es gibt kein Leid, keine Not, kein Schmerz, kein Krieg. Zukunftsängste existieren nicht, Entscheidungen müssen nicht getroffen werden, das Leben der Menschen wird von außen organisiert. Wie muss man sich das vorstellen? Durch Medikamente, die den Bewohnern täglich verabreicht werden, sind sie nicht imstande tiefgehende Gefühle zu empfinden oder sonstige äußere Reize wahrzunehmen, die das Gleichgewicht stören könnten. Das Leben jedes Einzelnen wird vom Rat der Ältesten bis ins kleinste Detail geplant, von der Geburt bis in den Tod. Doch Jonas Welt oder sagen wir mal, seine Sicht der Dinge, verändern sich allmählich bevor er ein 12er wird. Er ist wahnsinnig intelligent und unterscheidet sich auch in seinem Aussehen von den anderen. Doch vor allem beginnt er die Organisation seiner Welt zu hinterfragen. Die 12er werden mit einer Zeremonie in das zukünftige Berufsleben verabschiedet - natürlich werden die Berufe auch durch den Rat der Ältesten zugeteilt. Nur Jonas Zukunft bleibt bis zum Ende offen, bis verkündet wird, dass er eben durch sein Andersein zum nächsten Hüter der Erinnerung ausgebildet werden soll. Von nun an hat er die Aufgabe Erinnerungen und Erlebnisse, all das Leid, all den Schmerz, aber auch Liebe und Freundschaft vergangener und zukünftiger Generationen in sich aufzunehmen und auf seinem Rücken zu tragen. Nur er weiß, wie die Welt ausgesehen hat, bevor alles der Gleichheit unterlegen war.

Wie hat es mir gefallen? 
Vielen sagen ja, dass Hüter der Erinnerung ein Muss für jeden Dystopie-Fan sei. Da ich noch nicht viele Dystopien gelesen haben, kann ich das nun nicht beurteilen, aber ich muss sagen, dass mir diese Dystopie wirklich sehr gut gefallen hat. Lowry kann auf wenigen Seiten sehr verständlich eine vollkommen neue Welt erschaffen. Vor allem fand ich genau die Passagen besonders spannend, in dem es eben darum ging, die Menschen mithilfe von Medikamenten vollkommen reizresistent zu machen. Aber Jonas kann sich bestimmten Reizen einfach nicht entziehen. Als er für seine Ausbildung zum Hüter der Erinnerung entscheidet, nicht mehr die reiz- und emotionshemmenden Medikamente zu schlucken fühlt man sich auch als Leser so, als würde man etwas Verbotenes tun und etwas Verbotenes empfinden. Immer in Sorge auf frischer Tat ertappt zu werden. 

 Es war schön, mal wieder ein Buch in den Händen zu halten, das auch ohne eine Fortsetzung bestehen kann und nicht wieder in zig Reihen oder Trilogien und sub-Shortstories endet. Denn ich muss sagen, dass mir der derzeitige Trend der Reihen und Trilogien wirklich ein bisschen auf die Nerven geht. Einzelbände sind in der Bücherwelt in diesem Moment schon Mangelware. Wie seht ihr das? Allerdings wurde am 7. Oktober nun eine The Giver Quartet Box veröffentlicht. Enthalten sind hier für 22,95€ The Giver (Hüter der Erinnerung), Entering Blue,  The Messenger und The Son. Also doch kein Einzelband? Wer weiß da ein bisschen mehr?

Viele schrieben ja auch, dass sie dieses Buch schon zu Schulzeiten gelesen haben und andere schrieben wiederum, dass sie sich gewünscht hätten, Hüter der Erinnerung mal in der Schule zu lesen. Für mich ist Hüter der Erinnerung, ob nun Einzelband oder Tetralogie, wirklich ein sehr schöner Anlass mit Kindern und Jugendlichen auch mal in die Welt der Dystopien einzutauchen, denn Literaturunterricht sollte möglichst viele Genre abklappern und nicht immer nur die Klassiker. Hüter der Erinnerung eignet sich da insoweit sehr gut, als dass das Preisleistungsverhältnis einfach super ist, Dystopien generell gerade der Büchertrend überhaupt sind und sich sowohl Lehrkraft als auch Schülerschaft mit 250 Seiten auch nicht durch endlos lange Wälzer kämpfen müssen, die Geschichte aber trotzdem viel Raum und Zeit für Interpretationen zulässt (Seitenzahlen sind ja auch immer ein ganz wichtiges Kriterium bei Schüllektüren, wer kennt das nicht?!). 

Von daher ist dieses Buch sowohl etwas für das private Lesevergnügen, als auch eine nette Idee für einen Literaturausflug in das Genre der Dystopie. Fünf von fünf Sternen! 

So und beim nächsten Mal bekommt ihr wieder eine normale Rezi, die nicht so ins schulische abschweift - versprochen, hihi! 

Habt ihr Hüter der Erinnerung bereits gelesen? War es aus privatem Interesse oder war es Schulstoff? Wer hat denn schon den Kinofilm gesehen? Yay oder Nay? 

Ich wünsche Euch noch einen wunderschönen Tag und einen guten Start ins Wochenende!

P.S. Und am Sonntag geht es auch endlich mal wieder um Nagellacke ;)