Ein paar Worte zur... Sebastian Fitzek-Lesung!


Hallöchen meine Lieben! 
Der gestrige Abend war ja schon fast ein kleines Monatshighlight für mich, denn gestern fand die Lesung mit Sebastian Fitzek zu seinem neuesten Thriller Passagier 23 statt - durch die Erfurter Herbstlese organisiert. Ich habe Fitzek bereits schon vor einem Jahr live erleben dürfen und weil es beim letzten Mal schon so schön war, habe ich mich auf dieses "Wiedersehen" auch wieder sehr gefreut. Denn auch wenn er über Tod und Verderben schreibt, ist und bleibt Sebastian Fitzek mein unangefochtener Lieblingsautor!
Aber worum geht es eigentlich in seinem neuen Thriller? Der Protagonist Martin Schwartz verlor vor wenigen Jahren seine Frau Nadja und seinen Sohn Timmy auf einer Kreuzfahrt. Offiziell hieß es, dass seine Frau einen erweiterten Suizid begangen hätte, also zunächst dem Sohn das Leben nahm und dann sich selbst. Doch Martin Schwartz kann sich bis heute nicht mit diesem Gedanken abfinden, denn seine Frau war, so meint er, nie depressiv. Die beiden Anker in seinem Leben wurden ihm genommen. Seither treibt er im Ozean der Trauer und begibt sich schon fast absichtlich als Polizeipsychologe bei den verschiedensten Einsätzen in Lebensgefahr. Sein Leben hat für ihn keinerlei Wert mehr, bis er eines Tages einen Anruf einer älteren Dame erhält, Gerlinde, die schon seit Jahren eine Suite auf der Sultan of The Seas bewohnt und sich dort als Thriller-Autorin versucht. Sie bittet ihn inständig auf das Schiff zu kommen, denn es seien Beweise aufgetaucht, die das Verschwinden seiner Familie erklären. 

Für Martin Schwartz sind Kreuzfahrtschiffe seit jeher ein wahrgewordener Albtraum und er hat auch seit jeher nie wieder ein Schiff betreten. Schon gar nicht die Sultans of The Seas, denn dies war auch das Schiff, auf dem seine Frau und sein Sohn ihr Leben ließen. Dass Passagiere von Kreuzfahrtschiffen verschwinden ist tatsächlich keine Ausnahme, jährlich beläuft sich die Zahl der Vermissten auf etwa Zweidutzend. Noch nie ist einer dieser Vermissten zurück gekehrt. Bis zu dem Anruf von Gerlinde. Denn ein für Tod erklärtes Mädchen taucht urplötzlich wieder auf der Sultan of The Seas auf, mit dem Teddy seines Sohnes im Arm. Martin Schwartz zögert nicht lange,  zu lange schon sucht er nach einer plausiblen Erklärung für das Verschwinden seiner Frau und seines Sohnes. So geht er an Deck und weiß nicht, was ihn tatsächlich erwartet...

Wie hat es mir gefallen? Ich habe mich nach dem grandiosen Weltverschwörungs-Thriller Noah unwahrscheinlich doll auf das neue Buch von Fitzek gefreut, eben in dem Wissen, dass mich da wieder etwas sehr sehr Gutes erwarten wird. Alleine schon die Idee, den Schauplatz eines Verbrechens auf den Atlantik zu verlegen hat mir wirklich sehr gut gefallen - und ich bin kein U-Boot-Fan! Schon bei Noah kehrte Fitzek der Hauptstadt Berlin ein Stück weit den Rücken und nahm die Leser mit durch einige ausgewählte Schauplätze dieser Welt, in Passagier 23 bezog er dann auch das Meer mit ein. Denn stellt Euch mal vor, dass so ein Kreuzfahrtschiff letztlich wie eine kleine Stadt funktioniert, allerdings ohne Ordnungshüter. Passender könnte ein Ort für ein perfektes Verbrechen doch nicht sein, oder? Wie so ein perfides Verbrechen aussehen könnte, hat Fitzek mit diesem Thriller sehr gut dargestellt, alleine schon die ersten 26 Seiten gaben mir so viele Schock-Lesemomente, dass es mir wirklich schlecht in der Magengegend wurde! Mehr möchte ich auch zum Inhalt gar nicht sagen, denn das sollt ihr ja bittebittebitte selbst lesen ;-) Aber ich habe dem Buch letztlich 4,5 Sterne gegeben. Von der Idee war ich absolut begeistert und auch der Plot an sich konnte mich vollkommen überzeugen. Fitzek hat ein Talent dafür außergewöhnliche Figuren zu schaffen. Mit Martin Schwartz wurde ich sofort warm, auch wenn seine Taten einfach vollkommen abnormal und gestört waren - geschönter kann und will ich das jetzt hier gar nicht aufschreiben. Die Auflösung des Ganzen, das Motiv, kündigte sich diesmal schon recht zeitig an und trotzdem hat es mich wieder aus der Bahn geworfen. Damit hatte ich nicht gerechnet. 

Auch hat Fitzek wie schon in Noah gezeigt, dass es nicht immer brutal, blutig, und widerwärtig sein muss und setzt viel mehr auf das Kopfkino. Nicht nur bei seinen Lesern sondern auch bei seinen Figuren (diese Bandwurm-Sache, Leute!). Viele alteingesessene Fitzek-Leser können mit dem "neuen" Fitzek seit Noah ja eher weniger anfangen. Mir aber gefällt Passagier 23 auch alteingesessener Fitzek-Hase nach wie vor sehr gut, weil es eben nicht immer blutig und brutal gleichzeitig sein muss. Deshalb würde ich aber auch nicht sagen, dass mir Thriller wie Der Augensammler oder Abgeschnitten weniger gefallen, die finde ich auch genial! Aber ich liebe es einfach, dass Sebastian Fitzek immer mit etwas Neuem um die Ecke kommt und ich als Fan wirklich immer überrascht werde. Passagier 23 war ohne Frage wieder ein super Thriller, für die fünf Sterne hat es mich aber nicht so krass zurück gelassen, wie zum Beispiel bei Noah oder auch Der Nachtwandler, wo ich noch tagelang immer wieder über die gelesene Geschichte nachdenken musste.  Ein Wow gibt es ohne Frage, das Sternchen dazu gibt es dann beim nächsten Mal :-)
Und wie war die Lesung? Ich glaube ja, dass man zu Fitzeks Lesungen weniger wegen des Buches geht, sondern vielmehr wegen des Autors selbst. Sebastian Fitzek sagte gestern auch wieder, dass die Veranstaltung weniger Lesung und viel mehr Redung ist und erzählte in seiner gewohnt charmanten und humorvollen Art über die Entstehung von Passagier 23. Die erste Idee hatte er bereits 2005 als er selbst eine Kreuzfahrt machte (Kreuzfahrten findet er übrigens ziemlich komfortabel, da man immer all sein Gepäck und das Hotelzimmer dabei hat und sich trotzdem ohne große Mühe von einem zum anderen Ort bewegt!), zustande kam diese dann aber wegen verschiedenster anderer Buchprojekte, die zudem auch lauter nach ihm schrien, nicht. Im Januar 2008 dann las er in der nicht mehr existierenden Park Avenue einen Artikel über ver misste Passagiere auf Kreuzfahrten und seine Idee reifte immer mehr aus, sodass er auch diese Zeitschrift aufbewahrte, da er der festen Überzeugung war, diese noch einmal gebrauchen zu können. Aber auch dann wurde Passagier 23 noch nicht geschrieben, obwohl Fitzek wusste, dass er dieses Buch mal schreiben würde. Und nach Noah war es dann auch endlich soweit und auch wir können in den Genuss dieses Thrillers kommen. 
Interessant ist auch, dass seine Ex-Freundin Gerlinde, von der Fitzek ja auf vielen Lesungen immer mal wieder erzählt (sie inspirierte ihn bereits zu zahlreichen Thrillern, haha!), in Passagier 23 erstmal namentlich erwähnt wird. Die ältere Dame, die Martin Schwartz telefonisch kontaktiert, trägt denselben Vornamen. Natürlich ist diese Namensgebung im Einvernehmen der beiden entstanden! 

Und während Fitzek so über die Zeit mit seiner Ex-Freundin Gerlinde erzählte und dass er mit seiner jetzigen Frau auch schon eine Kreuzfahrt gemacht hatte, lies er lustige Details seiner Person durchblicken. So zum Beispiel, dass er ja weniger der Bier- und Weintrinker ist, er aber ganz schön viel Selbstbewusstsein aufbringen muss, um in der Öffentlichkeit einen Coconut Kiss zu bestellen. Herrlich! 
Gen Ende durfte das Publikum dann noch Fitzek versenken spielen (es gab nämlich ein kleines Programmheft für die Besucher), zu gewinnen gab es Sebastian Fitzek-Buchschoner. Auch eine sehr schöne interaktive Idee, wie ich finde! 
Nach der Lesung verließ Sebastian Fitzek aber nicht fluchtartig das Schiff, sondern signierte geduldig Bücher und machte Fotos (und das waren nicht gerade wenig)! Das neue Buch wird übrigens erst frühestens Ende nächsten Jahres erscheinen. Was uns Fitzek-Fans dann erwarten wird, hat Sebastian Fitzek aber nicht verraten.

Habt ihr schonmal etwas von Sebastian Fitzek gelesen? Welches ist Euer liebster Thriller? Und wenn ihr bereits Passagier 23 gelesen habt, wie hat es Euch denn gefallen? Schreibt es mir in die Kommentare!

Ich wünsche Euch einen tollen Start in die neue Woche, 

*die Bilder wurden mit der Nikon D3200 aufgenommen!

Kommentare

  1. Hallo,

    Sebastian Fitzek scheint ein sehr symphatischer Mensch zu sein. Ich selber habe den Großteil seiner Bücher gelesen. Sein neuester Thriller steht natürlich auch wieder auf meiner Wunschliste. Toll das du ihn treffen durftest.

    Liebe Grüße
    Mary

    PS: Schau doch mal auf meinem Blog vorbei, da gibt es bis kommenden Sonntag unter der Rubrik "Gewinnspiele" noch etwas leckeres zu gewinnen.
    http://marylouloves.blogspot.de/

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    1. Hallo liebe Mary,

      er wirklich unglaublich sympathisch und hat auch eine sehr angenehme Stimme (er hat ja auch mal für's Radio gearbeitet) :)
      Ich hoffe, du wirst bald dazu kommen, "Passagier 23" zu lesen. Es lohnt sich!

      Ganz liebe Grüße an dich und vielen lieben dank für deinen Kommentar! Auf deinem Blog schau ich natürlich auch mal vorbei :)
      maaraavillosa <3

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  2. Den Beitrag hast Du echt schön aufbereitet! :) Gefällt mir richtig gut! Und Sebastian Fitzek wirkt auf den Fotos wie immer ungemein sympathisch! ^^ Ich bin zwar kein großer Fan seiner Bücher, aber das kann man ja durchaus auch getrennt voneinander betrachten. :) Bisher habe ich fünf seiner Werke gelesen (Amokspiel, Das Kind, die beiden Augen-Bücher und Splitter), "Amokspiel" ist mir davon am positivsten in Erinnerung geblieben. :)

    Liebe Grüße, Philly

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    1. Liebe Philly,

      es freut mich, wenn dir der Beitrag gefallen hat und vieeeelen lieben Dank für deinen Kommentar! "Amokspiel" hat mir auch total gut gefallen :)

      Ganz liebe Grüße an Dich zurück,
      maaraavillosa <3

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  3. Sehr schöne Bilder ;)

    Fitzek ist auch einer meiner Lieblingsautoren, habe auch die meisten Bücher von ihm schon gelesen ;)

    Mit am besten gefallen hat mir 'Der Seelenbrecher'

    LG
    Skylar von Skylars-books.blogspot.de

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    1. Liebe Skylar :)

      Vielen lieben Dank für deinen Kommentar! "Der Seelenbrecher" hat mir jetzt nicht ganz so gut wie alle anderen gefallen, aber dennoch auch ein sehr guter Thriller!

      Ganz liebe Grüße,
      maaraavillosa <3

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  4. Ich war auch am Samstag bei der Lesung - es war meine erste Lesung/Redung von Fitzek, allerdings habe ich vorher schon jegliche Videos und Interviews verschlungen. Er ist ein unglaublich sympathischer Mensch und wirkt sehr nahbar während seiner Veranstaltungen.
    Noah war bis jetzt mein Lieblingsbuch von ihm, dicht gefolgt von Amokspiel, was ich auch grandios fand. Dass er nun, gerade für mich als Person, die schon 6mal mit einer AIDA unterwegs war und ein ziemlicher Fan von Kreuzfahrten ist, in seinem neuen Roman das Meer als Schauplatz gewählt hat, macht "Passagier 23" zu etwas ganz besonderem. Und dass mein Exemplar jetzt eine persönliche Widmung hat und ich ein tolles Bild mit ihm schießen konnte - das setzt dem Ganzen natürlich die Krone auf.
    Ich freue mich schon auf sein neues Buch, hoffentlich müssen wir nicht allzu lang warten.

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    1. Liebe Arina,

      ich freue mich sehr für Dich, dass du so einen schönen Abend hattest :)

      Vielen lieben Dank für deinen ausführlichen Kommentar und ganz liebe Grüße,
      maaraavillosa <3

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  5. Ich wollte mir bei der Noah-Lesung auch unbedingt mein Buch signieren lassen. leider war die Schlange so lang, dass ich meinen letzten Zug verpasst hätte :( Bereue ich bis heute.

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    1. Hallo liebe Wiebke <3

      Es wird sich sicher wieder eine Gelegenheit finden, wo du dir ein Autogramm von Fitzi holen kannst :)

      Vielen lieben Dank für deinen Kommentar und ganz liebe Grüße an Dich :-*

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